Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg haben der Zoo und Tierpark Berlin sofort reagiert und die Anlagen für Besucher geschlossen. Wie geht es jetzt weiter? Der Tierpark Berlin bleibt bis auf weiteres zu, wie Sprecherin Philine Hachmeister mitteilte. Der Zoo sei zunächst bis einschließlich Montag geschlossen. Es werde geprüft, welche Mitarbeiter aus dem von der Seuche betroffenen Gebiet kommen. „Diese wurden gebeten, zunächst nicht in den Zoo oder Tierpark zu kommen. Außerdem wurden sämtliche Lieferungen aus diesem Gebiet abbestellt.“ 

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Zu den gefährdeten Tieren gehörten neben Rindern, Schafen und Schweinen auch Giraffen, Kamele und Elefanten. „Am Wochenende wurden und werden unter amtlicher Aufsicht stichprobenartig empfängliche Arten im Tierpark beprobt.“ Da der Zoo nicht in der Überwachungszone liege, sei dort bislang nicht getestet worden. Das Aquarium sei weiter für Besucher geöffnet.

Im brandenburgischen Hönow am Berliner Stadtrand war in einer Wasserbüffel-Herde die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Um den Betrieb wurden eine Schutz- und eine umfassendere Überwachungszone eingerichtet. 

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Neben Zoo und Tiergarten haben auch andere Einrichtungen besondere Schutzmaßnahmen ergriffen, die Paarhufer halten. Die Domäne Dahlem in Steglitz-Zehlendorf erklärt auf Anfrage der Berliner Morgenpost, ihren Tierbereich weiträumig abgesperrt zu haben. In dem Freilichtmuseum für Agrar- und Ernährungskultur leben vier Kühe, über zehn Schafe, drei Ziegen und zehn Schweine, darunter bedrohte Tierarten, wie das Rote Höhenvieh. Mitarbeiter müssten beim Betreten des Geländes das Schuhwerk wechseln, so eine Sprecherin. Der vordere Teil der Domäne Dahlem, wo sich Museumshäuser und das Landgasthaus befinden, sind hingegen weiterhin für den Besucherverkehr offen. Die Dauer der Schließung sei noch nicht abzuschätzen und hänge von weiteren behördlichen Instruktionen ab.

Maul- und Klauenseuche: Nur ein Berliner Betrieb in Schutzzone

In Berlin ist nur ein Betrieb von der eingerichteten Schutzzone betroffen. Er befinde sich in Marzahn-Hellersdorf, hieß es. Am Freitag sei der genaue Umfang des Schutzkreises noch nicht sicher gewesen, man sei daher zunächst von maximal 14 Berliner Tierhaltungen ausgegangen, erklärte die Sprecherin der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz, Eva Jobs. In dem betroffenen Betrieb wurde ein totes Schaf gefunden, das allerdings nicht infiziert war.

Vorsorglich werden nun Tierbestände in ganz Berlin auf die Krankheit getestet, wie Jobs erklärte. „Bisher gibt es keinen Hinweis auf erkrankte Tiere.“ Bislang seien auch keine Tiere getötet worden. Wie viele Tiere genau getestet würden, könne sie nicht sagen. Der Aufwand sei in jedem Fall groß.

Alle Berliner Bezirke haben nach Angaben der Verwaltung Allgemeinverfügungen erlassen, die den Transport von Klauentieren – dazu zählen etwa Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Lamas und Alpakas – aus oder in einen Betrieb zeitweise untersagen. Das soll helfen, eine mögliche Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Zoo und Tierpark in Berlin:

dpa