Sie werden so schnell groß: Vor vier Monaten waren sie noch rosa, nackt, blind und so groß wie Meerschweinchen. Jetzt erobern die beiden Panda-Mädchen Leni und Lotti aus dem Zoo die weite Welt. Die besteht im Moment noch aus einem Spielzimmer im Innenbereich des Geheges. Das Babybett können die Tierpfleger erst einmal wegräumen. Vielleicht wird es für den nächsten Nachwuchs gebraucht. Für Leni und Lotti ist es zu klein, sie können zudem allein herausklettern.

Pandas in Berlin: Noch ist die Unsicherheit beim Krabbeln groß

Robben, kugeln, hinfallen, liegenbeleiben – so geht es jetzt in der süßen Krabbelgruppe zu. Die Panda-Zwillinge können sich auf kleinen Holzpodesten ausprobieren. Das passiert aber alles noch in Zeitlupe, die Unsicherheit ist groß. Ein paar Schritte schaffen sie, doch dann plumpsen sie meistens hin. Die Kraftanstrengung ist ihnen anzumerken. Da müssen erst noch Muskeln aufgebaut werden.

Die Panda-Mädchen sind dem Babybett entwachsen und krabbeln jetzt im Spielzimmer
Spielen kann ganz schön anstrengend sein: Die Pandazwillinge müssen immer wieder eine kurze Ruhepause einlegen. © Zoo Berlin | Zoo Berlin

Tagsüber verbringen Leni und Lotti ihre Zeit nun gemeinsam mit ihrer fürsorglichen Mama Meng Meng (11). Bislang war immer nur ein Jungtier bei der Mutter, das andere wurde von den Tierpflegern im Babybett betreut. Jetzt wird Meng Meng realisieren, dass sie zwei kleine Mädchen hat. Aber das Procedere ist ihr schon von Pit und Paule bekannt. Bei den Panda-Brüdern, die jetzt gemeinsam in China sind, lief es genauso ab.

Die Panda-Mädchen sind dem Babybett entwachsen und krabbeln jetzt im Spielzimmer
Die Panda-Mädchen sind dem Babybett entwachsen und krabbeln jetzt im Spielzimmer.© Zoo Berlin | Zoo Berlin

„Sie sind neugierig, verspielt und zeigen große Fortschritte“

Nachts schlafen die Zwillinge in ihrer Krabbelbox. Zoo-Direktor Andreas Knieriem lobt die Entwicklung der Panda-Zwillinge. „Sie sind neugierig, verspielt und zeigen große Fortschritte in ihrer Koordination und ihrem Verhalten“, sagt Knieriem. Bereits um den Jahreswechsel hatten beide Jungtiere ihre ersten Schritte gemacht, täglich werden sie nun sicherer auf ihren kleinen Beinchen. „Ihr Umzug ins Spielzimmer ist ein wichtiger Schritt, der ihnen noch mehr Raum zum Trainieren ihrer motorischen Fähigkeiten bietet“, so der Zoo-Direktor.

Die Panda-Mädchen sind dem Babybett entwachsen und krabbeln jetzt im Spielzimmer
„Such mich“, könnte das kleine Panda-Mädchen unter den Holzdach rufen.© Zoo Berlin | Zoo Berlin

Die tapsigen Panda-Mädchen können auch weiterhin bei ihren Abenteuern beobachtet werden. Jeden Tag sind sie im Panda Garden des Zoos Berlin zu sehen, nur ab sofort nicht mehr im Bettchen, in dem sie meist geschlafen haben. Zwischen 13.30 und 14.30 Uhr wird jeweils ein Jungtier auf seinen ersten Entdeckungstouren in der gläsernen Innenanlage herumkrabbeln. Im „Panda-Wohnzimmer“ kann es dann die große weite Welt unter den wachsamen Augen seiner Pfleger kennenlernen. Spätestens zu Ostern könnten Leni und Lotti gemeinsam mit Mama Meng Meng die Außenanlagen erkunden. Dann sind sie jederzeit zu sehen.