Am Nikolaustag war es endlich soweit: Die Namen der beiden Panda-Mädchen, geboren am 22. August im Zoo Berlin, wurden bekanntgegeben. Zum feierlichen Anlass wurden die beiden süßen Babys erstmals zu zweit der Öffentlichkeit präsentiert – auf einer vorgewärmten Matratze und mit Wärmelampen, obwohl es in der Heimat der Pandas, in Sichuan, auch bereits Winter ist.

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In China hat es Tradition: Sobald ein Baby seinen 100. Lebenstag erreicht, feiert man eine Party. Vorher sollen Babys noch keinen Namen erhalten, sonst entsteht Unglück, so der Brauch. 106 Tage nach ihrer Geburt haben am Freitag auch die süßen Panda-Zwillinge des Berliner Zoos ihre Namen erhalten.
Botschafter: „Babys sind chinesisches Symbol der Freundschaft“

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, ist der Patenonkel der beiden Panda-Mädchen, die nach seinen Worten die besondere Beziehung zwischen Peking und Berlin unterstreichen. Seit 30 Jahren besteht zwischen beiden Metropolen eine Städtepartnerschaft. Auch Deng Hongbo, erst seit September neuer außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Volksrepublik China in der Bundesrepublik Deutschland, freute sich in seiner kurzen Rede. Erstens über den guten Gesundheitszustand der Panda-Babys, zweitens sagte er, dass die Babys ein „chinesisches Symbol der Freundschaft“ zwischen Berlin und Peking seien.
Die Panda-Mädchen heißen Meng Hao und Meng Tian. Heißt übersetzt: „Guter Traum“ und „Süßer Traum“. Ihre Spitznamen sind aber Leni und Lotti. Intern waren sie bisher nur „Die Große“ und „Die Kleine“ genannt worden. Im Vorfeld hatte Zoo-Direktor Andreas Knieriem angekündigt, dass die Zwillinge offiziell chinesische Namen erhalten und deutsche Spitznamen, die „nett, knackig und mit Berliner Bezug“ sein sollen.
Leni steht als Hommage an die legendäre Marlene Dietrich, die in Schöneberg geboren wurde, während Lotti liebevoll an den benachbarten Bezirk Charlottenburg erinnert, erklärte der Zoo Berlin. „Die beiden Namen der Zwillinge symbolisieren, wie gemeinsame Artenschutzbemühungen Brücken zwischen zwei Kulturen schlagen können und zeigen, dass unsere Panda-Zwillinge ihre Wurzeln sowohl in Chengdu, als auch in Berlin haben“, sagte Knieriem.

Kai Wegner ist Taufpate eines Pandas
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Chinas Botschafter Deng Hongbo übernahmen die symbolische Taufpatenschaft für je ein Panda-Jungtier. „Die Panda-Zwillinge Leni und Lotti sind nicht nur ein Symbol für die bedrohte Tierwelt, sondern auch für den besonderen Charme und die kulturelle Vielfalt Berlins. Es ist mir eine große Ehre, als Taufpate von Panda Leni Teil dieser besonderen Verbindung zwischen Berlin und der Welt zu sein,“ betonte Wegner. Chinas Botschafter sagte, dass die Panda-Zwillinge ein lebendiges Zeichen der engen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen China und Deutschland seien.
Die Pandas wurden am 22. August 2024 geboren. Noch ernähren sich die kleinen Pandas ausschließlich von der Milch ihrer Mutter Meng Meng (11). Sie wiegen laut Zoo nun fast sechs Kilogramm und verbringen die Tage überwiegend mit Kuscheln und Schlafen.
Auch Pit und Paule, die ersten Pandas deutschlandweit, die im Berliner Zoo 2019 geboren wurden, bekamen offizielle chinesische Namen: Meng Xiang („Ersehnter Traum“) und Meng Yuan („Erfüllter Traum“). Die Bären sind wie auch ihre Eltern und Leni und Lotti Eigentum Chinas.

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