Schwere, riesige Kronleuchter. Viel Gold, heller Marmor und glänzendes Holz. Feine Vasen stehen in schicken Luxusvitrinen, pompös umrahmte Öl-Gemälde von bäuerliche Landschaften hängen an den Wänden. Durch die Lobby des Regent Hotel huschen am Freitagvormittag noch immer einige Angestellte. Vielen Gästen begegnet man hier aber nicht mehr. Das Luxushotel am Gendarmenmarkt schließt am Freitagnachmittag endgültig. Letzter Check-out ist um 12 Uhr.

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„Das mache ich zum letzten Mal, das mache ich zum letzten Mal und das mache ich zum letzten Mal“, so komme es ihr den ganzen Tag schon vor, sagt eine Angestellte zu einer anderen. Den Mitarbeiten fällt der Abschied schwer, sie haben gerne hier gearbeitet, sagen sie. An der Rezeption wird zum Telefonhörer gegriffen: Wer holt eigentlich das Tablet ab, das noch auf dem Tresen steht?
Regent am Gendarmenmarkt muss schließen: Pachvertrag läuft aus
Das Hotel bereitet längst den Auszug vor. Seit einigen Tage sind nur noch rund die Hälfte der Zimmer buchbar, man könne ja nicht von einem Tag auf den anderen alles herunterfahren, sagt ein Angestellter. Die verfügbaren Zimmer seien aber immer gut ausgebucht gewesen, auch heute in der letzten Nacht im Regent. Grund für die Schließung ist das Auslaufen des Pachtvertrags für das Gebäude, heißt es von der Seite des Unternehmens.
Betrieben wurde es zuletzt von der Intercontinental Hotels Group (IHG). Zu dieser gehören eigenen Angaben zufolge mehr als zehn weitere Hotels in Berlin, darunter das InterContinental, Holiday Inn, Crowne Plaza und Hotel Indigo.
Das Regent Hotel mit mehr als 150 Zimmern gehört zu den bekanntesten Luxusadressen der Stadt und war in der Vergangenheit immer wieder auch Herberge für Promis und Fußballmannschaften. Zeitweise beherbergte das Haus mit dem Fischers Fritz unter Küchenchef Christian Lohse zudem ein Restaurant mit zwei Michelin-Sternen. Später wurdes es komplett umgebaut und firmierte zuletzt unter dem Namen Charlotte & Fritz.
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mit dpa





