Nachdem ein Mann in Kreuzberg erschossen worden ist, hat sich der bekannte Berliner Rapper Capital Bra gemeldet. Auf Instagram gedenkt der Musiker des Opfers mit den Worten „Allah Yerhamak“ (Gott segne dich) und „Mögest du im Paradies weilen“. Das berichtete die „B.Z.“. In welcher Verbindung Capital Bra zu dem Getöteten stand, ist bislang unbekannt.

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In der Nacht zum Mittwoch waren der 31-Jährige und sein Bruder an der Ecke Gneisenau-/Nostitzstraße zunächst in einen verbalen Streit mit zwei unbekannten Männern geraten. Im Laufe der weiteren Auseinandersetzung wurde der 31-Jährige durch Schüsse verletzt. Trotz umgehend eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen von Zeugen, alarmierten Polizisten und Rettungskräften starb der Mann. Sein Bruder wurde von der Polizei vernommen. Nach dem Schützen wird noch gefahndet.

Clan-Krieg schwelt schon seit langer Zeit

Nach Informationen der Zeitung soll es sich um einen Clan-Krieg handeln, dem Al-Shahid Al-A. zum Opfer fiel. Nach dem mutmaßlichen Mord könnte der Konflikt weiter eskalieren. Zum Hintergrund: Es war nicht der erste Angriff. Am 27. November 2020 war einem Bruder von Al-Shahid Al-A. vor einem Späti an der Mittenwalder Straße von einem Mitglied der Familie El-M. in den Rücken geschossen worden. Er überlebte den Anschlag. Der Schütze Bader El-M. wurde am 9. März 2022 wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen und zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt.

Nur wenige Tage nach dem Anschlag im November 2020 schlug die Gegenseite zurück: Autos von Angehörigen der Familie El-M. und die Wohnung eines anderes Familienmitgliedes an der Gneisenaustraße wurden mit Baseballschlägern, Messern und Pfefferspray angegriffen. Die Polizei verhinderte Schlimmeres.

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