Es gibt im Leben eines Menschen gewisse Meilensteine: der erste Kuss, der erste Liebeskummer, die erste Hochzeit. Sie alle zeigen an, dass wir uns entwickeln, dazugewinnen, reifen. Bei den Panda-Bärchen im Zoo Berlin ist das nicht anders. Die Zwillingsschwestern haben zuletzt ihre ganz eigene Entwicklung gemacht – und präsentieren nun stolz: die ersten Zähnchen. In Ansätzen, wie es vom Zoo heißt, blitzen „die winzigen weißen Beißerchen nun beim ausgiebigen Gähnen hervor“.

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Und dazu haben die namenlosen Schwestern noch immer reichlich Gelegenheit, besteht ihr Alltag doch überwiegend aus Kuscheln und Schlafen, „ein echtes Panda-Leben eben“. Viel mehr geht noch nicht, die Betonung liegt freilich auf dem noch. Die Bärchen beginnen gerade, neugieriger zu werden und nehmen ihre Umgebung immer mehr mit allen Sinnen wahr. „Vorsichtig robben sie auf ihren dicken Bäuchlein vorwärts“, schwärmt der Zoo, „fürs richtige Krabbeln fehlt noch etwas Übung.“

Mamabärin Meng Meng mit ihrem Nachwuchs
Mamabärin Meng Meng mit ihrem Nachwuchs© © 2024 Zoo Berlin | Zoo Berlin

Zoo-Direktor verzückt: Bärchen „einfach bezaubernd“

Der Bärchen-Meilenstein verzückt indessen nicht nur das Pflege-Team und die Redaktion der Berliner Morgenpost, er zeigt auch: die Zwillinge entwickeln sich prächtig. „Die ersten Zähnchen sind ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Panda-Mädchen gesund und munter heranwachsen und alles nach Plan verläuft“, erklärt Zoo-Direktor Andreas Knieriem. Er weiß um das Glück, dass den Zoo und die Stadt Berlin hier befallen hat: „Es ist einfach bezaubernd, die beiden dabei zu begleiten, wie sie Stück für Stück ihre Welt entdecken.“

Panda-Pädiaterin Franziska Sutter ergänzt: „In der Regel bekommen Panda-Jungtiere die ersten Zähne mit rund drei Monaten.“ Bis das Milchgebiss vollständig ist, vergeht noch ein bisschen Zeit: Es sei mit einem Lebensjahr – und 24 Zähnen – vollständig ausgebildet, sagt die Zootierärztin. Auf die Lieblingsspeise von Pandabären, Bambus, müssen sie also noch etwas warten. Bislang ernähren sie sich von Mama Meng Mengs Milch.

Die hat, obwohl doppelt mit Nachwuchs belastet, Menschen-Müttern eine Sache voraus: Schlechte Laune oder weniger Schlaf ließen sich bei den zahnenden Panda-Bärchen nicht beobachten, teilt der Zoo mit. (pcl)