Die Polizei hat einige Tesla-Gegner im besetzten Wald in der Nähe der Tesla-Autofabrik von Baumhäusern geholt. Wie ein dpa-Reporter berichtete, waren Spezialisten der Polizei an Bäumen hochgeklettert. Während geplanter Sondierungsarbeiten wegen Kampfmittelverdachts sollen die Umweltaktivisten heute für eine bestimmte Zeit einen Teil des Camps verlassen. Sie weigerten sich jedoch.

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Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums sagte am Vormittag, es seien bislang zwei Tesla-Gegner von Bäumen heruntergeholt worden. Die Polizei sprach aber ausdrücklich nicht von einer Räumung. „Es geht um ein Freimachen für Sondierungsarbeiten.“ Außerhalb der Sperrfläche könnten sich die Umweltaktivisten weiter aufhalten.
Initiative: Polizei seit dem Morgen vor Ort
Wie eine Sprecherin der Initiative „Tesla stoppen“ der Berliner Morgenpost bestätigte, sind die Einsatzkräfte der Polizei seit etwa 8 Uhr zugegen. Zunächst seien die Bewohner aufgefordert worden sein, die betroffenen Flächen, welche einen Teil des Camps ausmacht, zu räumen. „Das machen wir nicht“, sagte die Sprecherin weiter.
Teilnehmer hätten sich stattdessen in die Baumhäuser zurückgezogen und würden dort ausharren. Die Polizei hingegen habe bereits erste Seile gekappt, die verschiedene Bauten miteinander verbindet.
Tesla-Gegner rufen zu Protest auf
Die Tesla-Gegner riefen zu verstärktem Protest gegen den Polizeieinsatz in Grünheide auf. „Unter dem Vorwand einer Kampfmittelsondierung wird heute Morgen die Versammlungsfreiheit mit Füßen getreten und der Wille von Elon Musk und Co. durchgeboxt“, kritisierte die Sprecherin. „Kommt nach Grünheide und zeigt euren Protest mit uns.“
Die Umweltaktivisten protestieren mit ihrer Wald-Besetzung seit Ende Februar gegen die einzige europäische Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin. Sie stellen sich unter anderem gegen den Bau eines Güterbahnhofs für den Autobauer auf einem angrenzenden Gelände, für den erneut Bäume gefällt werden müssen. dpa/juwue




