• Rettungswagen verliert während der Fahrt seinen Reifen
  • Großrazzia wegen Kokstaxis
  • Wilhelmstadt: Mann pöbelt in Supermarkt rum und greift Polizisten an
  • Mitte: Einbruch in Schmuckgeschäft in der Anklamer Straße
  • Lkw kollidiert mit Leitplanke – A115 in Richtung Norden gesperrt
  • Raserin ohne Führerschein liefert sich Verfolgungsfahrt mit der Polizei
  • Siemensstadt: Jugendliche sprengen Zigarettenautomat

Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Blaulicht-News vom Vortag lesen Sie hier.

Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 12. November 2024: Mann mit Waffe in Mitte unterwegs? Polizei gibt Entwarnung

Einsatzkräfte der Polizei hatten einen Bereich nahe dem Bahnhof Friedrichstraße abgesperrt.
Einsatzkräfte der Polizei hatten einen Bereich nahe dem Bahnhof Friedrichstraße abgesperrt. © dpa | Marco Porzig

16.55 Uhr: Ein Hinweis eines Anrufers auf eine Person mit einem „waffenähnlichen Gegenstand“ hat für einen Polizeieinsatz in Mitte gesorgt. Der Einsatz rund um die Georgenstraße nahe dem Bahnhof Friedrichstraße wurde am späten Nachmittag wieder beendet, wie ein Polizeisprecher sagte. Beamte hätten nichts Entsprechendes vor Ort festgestellt, nachdem sie den Hinweis vor Ort geprüft hatten.

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Der Bahnhof selbst war laut Angaben des Sprechers zunächst nicht von dem Einsatz betroffen. Patienten in einer Arztpraxis im Umfeld des Einsatzes durften das Wartezimmer zeitweise nicht verlassen.

Reinickendorf: Rettungswagen verliert während der Fahrt seinen Reifen

16.29 Uhr: Ein Rettungswagen der Berliner Feuerwehr hat am Montag während der Fahrt einen Hinterreifen verloren. Das Fahrzeug der Feuerwehr und Rettungsakademie war am Vormittag in Reinickendorf unterwegs, als sich der linke Zwillingsreifen von der Hinterachse löste und gegen ein geparktes Auto prallte. Wie die Polizei mitteilte, konnten in Reichweite des Unfalls sämtliche Radmuttern gefunden werden. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Muttern mit Vorsatz gelöst wurden, ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Großrazzia wegen Kokstaxis

16.18 Uhr: Die Berliner Polizei ist mit einem Großaufgebot gegen zwei Männer vorgegangen, die verdächtigt werden, sogenannte Kokstaxis zu betreiben. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft durchsuchten rund 100 Beamte mit Spürhunden am Dienstagmorgen die Wohnungen, Geschäftsadressen und zwei Fahrzeuge der Verdächtigen. Sie fanden unter anderem Bargeld in fünfstelliger Höhe, Drogen und illegale Medikamente.

Wie die Polizei mitteilte, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Drogenhandels „in nicht geringer Menge“ gegen einen 26- und einen 38-Jährigen. Ersterer soll sich im November mit zwei Fahrzeugen quasi „selbstständig gemacht haben“, so die Polizei. Der 38-Jährige war demnach als Fahrer tätig.

Der 26-Jährige soll bereits im November letzten Jahres Teil einer Gruppe gewesen sein, die mit einer Kokstaxi-Flotte mit fünf bis sechs Fahrzeugen Kokain und Cannabis vertickte. Laut Polizei soll er damals für die Koordination zwischen Fahrern und Konsumenten zuständig gewesen sein.

Wohnungseinbrecher in Lichterfelde festgenommen – U-Haft droht

14.34 Uhr: Zwei Einbrecher sind am Montag in Lichterfelde (Steglitz-Zehlendorf) festgenommen worden. Zuvor hatten Polizisten gegen 18.30 Uhr beobachtet, wie zwei 24-Jährige in eine Wohnung an der Ringstraße eingestiegen waren und sie dann fluchtartig verlassen hatten. Mit einem Mietwagen fuhren sie davon.

Die Beamten hielten das Auto an und nahmen die beiden Verdächtigen fest. Sie wurden in ein Polizeigewahrsam gebracht. Bei einer Durchsuchung des Pkws wurden Einbruchswerkzeuge gefunden. Die beiden 24-Jährigen sollen am Dienstag einem Richter vorgeführt werden, der den Erlass eines Untersuchungshaftbefehls prüft. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei der Direktion 4 (Süd). 

Mann pöbelt in Supermarkt in Wilhelmstadt und schlägt Polizisten

12.06 Uhr: In einem Supermarkt in Wilhelmstadt (Spandau) griff ein Mann gestern Abend einen Polizisten an. Gegen 20.30 Uhr soll der 54-Jährige im Kassenbereich des Geschäfts in der Pichelsdorfer Straße Kunden verbal belästigt und bedrängt haben. Die Kassiererin habe ihn daraufhin aufgefordert, den Laden zu verlassen. Dieser Aufforderung kam der mutmaßliche Störer nicht nach, sondern pöbelte weiter rum und warf Münzen in Richtung Kasse.

Ein außer Dienst befindlicher Polizist schritt schließlich ein, wies sie sich gegenüber dem Mann mit seinem Dienstausweis aus und forderte ihn auf, den Supermarkt zu verlassen. Der Tatverdächtige schlug daraufhin dem Polizisten mit der Faust ins Gesicht und beleidigte ihn. Der Beamte hielt den mutmaßlichen Störer nach kurzer körperlicher Auseinandersetzung fest und wartete auf das Eintreffen alarmierter Polizeikräfte.

Eine freiwillige Atemalkoholmessung bei dem Tatverdächtigen ergab einen Wert von 0,73 Promille. Laut Zeugenaussagen soll der Tatverdächtige bereits eine Stunde zuvor in dem Laden gewesen sein und gestört haben. Außerdem drohte er an, nach den polizeilichen Maßnahmen erneut zum Supermarkt zu gehen, um Leute zu belästigen. Deshalb brachten die Polizisten ihn bis heute 8 Uhr in einen Polizeigewahrsam, aus dem er mittlerweile wieder entlassen wurde. Der Polizist erlitt durch den Schlag Schmerzen im Gesicht, lehnte eine ärztliche Versorgung jedoch ab. Der mutmaßliche Störer muss sich jetzt wegen des Verdachtes des Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung verantworten. Die Ermittlungen dauern an.

Mitte: Einbruch in Schmuckgeschäft in der Anklamer Straße

11.41 Uhr: Die Inhaberin eines Schmuckgeschäftes in der Anklamer Straße in Mitte stellte gestern Vormittag einen Einbruch fest. Sie gab an, dass der Einbruch in ihren Geschäftsräumen zwischen Sonntag 13.30 Uhr und Montag 9.40 Uhr stattgefunden haben muss. Es sollen diverse Schmuckstücke entwendet worden sein. Das Landeskriminalamt ermittelt.

Prenzlauer Berg: Durchsuchung bei Polizistin wegen Sexualdelikts

11.06 Uhr: Eine Polizistin soll zwei Personen in ihrer Wohnung in Prenzlauer Berg (Pankow) unter Drogen gesetzt und sexuelle Handlungen an ihnen vorgenommen haben. Nun gab es eine Durchsuchung. Mehr darüber lesen Sie hier.

Lkw kollidiert mit Leitplanke – A115 in Richtung Norden gesperrt

10.14 Uhr: Auf der Autobahn A115 in Nikolassee (Steglitz-Zehlendorf) ereignete sich gestern Abend ein Unfall. Laut Polizei soll ein 44-jähriger Lkw-Fahrer gegen 22.10 Uhr die Autobahn Richtung Norden befahren haben. In Höhe des Kreuzes Zehlendorf soll der Mann im Baustellenbereich mit einer Leitplanke kollidiert sein. Der 44-Jährige fuhr allerdings zunächst weiter, sodass es auf einer Strecke von rund 1,8 Kilometern zum Austritt von Öl kam. An der Anschlussstelle Spanische Allee blieb der Lkw liegen und der Fahrer konnte angetroffen werden. Eine freiwillige Atemalkoholkontrolle ergab bei dem Mann einen Wert von 2,63 Promille. Er wurde für eine Blutentnahme in einen Polizeigewahrsam gebracht und anschließend entlassen. Die A115 wurde ab etwa 22.45 Uhr in Fahrtrichtung Nord für die nach wie vor andauernden Aufräumarbeiten voll gesperrt. Die Polizei ermittelt.

Von Johannisthal bis Tempelhof: Raserin ohne Führerschein liefert sich Verfolgungsfahrt mit der Polizei

10.35 Uhr: Eine Raserin hat sich am Montag eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Zuvor war Fahndern die 43-Jährige gegen 19.30 Uhr auf der A113 in Höhe der Abfahrt Stubenrauchstraße aufgefallen. Dort war sie mit über Tempo 100 in Richtung Neukölln unterwegs. Die Beamten setzten sich hinter dem Britzer Tunnel vor die Mercedes-Fahrerin und forderten sie mit Signalen auf anzuhalten. Doch statt zu stoppen, gab die 43-Jährige Gas. Die Einsatzkräfte folgten ihr.

An der Abfahrt Alboinstraße drängte sie sich an stehenden Fahrzeugen vorbei und bog an einer roten Ampel rechts ab. Andere Pkw-Fahrer mussten daraufhin bremsen. Die Mercedes-Fahrerin fuhr mit hohem Tempo weiter, bis ein Lkw ihr den Weg versperrte. An der Kreuzung Sachsendamm/Ballonfahrerweg konnten die Polizisten sich erneut vor das Fahrzeug setzen und es so stoppen. Die Beamten durchsuchten den Mercedes und fanden Tütchen mit Drogen. Die Fahrerin gab auch zu, Drogen konsumiert zu haben.

Zur Blutentnahme wurde die Fahrerin in einen Polizeigewahrsam gebracht und anschließend wieder entlassen. Sie besitzt keinen Führerschein. Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt. Der Verkehrsermittlungsdienst hat die Ermittlungen übernommen. 

Siemensstadt: Jugendliche sprengen Zigarettenautomat

10.14 Uhr: In Siemensstadt (Spandau) wurde gestern Abend ein Zigarettenautomat gesprengt. Zeugen vernahmen laut Polizei gegen 20.30 Uhr einen lauten Knall und entdeckten kurz darauf einen gesprengten Automaten an der Kreuzung Rohrdamm Ecke Buolstraße, der durch die Detonation gänzlich zerstört wurde. Umherfliegende Trümmerteile beschädigten ein in der Nähe geparktes Auto. Die Polizei konnte in der näheren Umgebung drei männliche Tatverdächtige im Alter von 15, 17 und 18 Jahren vorläufig festnehmen. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen beziehungsweise ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Die Ermittlungen dauern an.

Bundesweite Durchsuchungen wegen Hasspostings – auch in Berlin

9.36 Uhr: Deutsche Strafverfolgungsbehörden gehen gegen Hasspostings im Internet vor. Schwerpunkt des Aktionstags waren laut Bundeskriminalamt (BKA) Postings mit antisemitischen Inhalten. Dabei wurden insgesamt 127 polizeilichen Maßnahmen durchgeführt. In über 90 Ermittlungsverfahren seien am Dienstag mehr als 50 Wohnungen durchsucht sowie zahlreiche Beschuldigte vernommen worden.

Die Maßnahmen fanden in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen statt. 

Knapp zwei Drittel der Maßnahmen basierten laut BKA auf Ermittlungen im Bereich der politisch motivierten Kriminalität von rechts. Dazu kommen Fälle wegen ausländischer oder religiöser Ideologie. Die häufigsten Straftaten waren Volksverhetzung, Beleidigung von Personen des politischen Lebens und das Verbreiten von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Heiligensee: 83-jähriger Autofahrer kollidiert beim Abbiegen mit anderen Pkw

9.15 Uhr: Gestern Mittag ereignete sich ein Verkehrsunfall in Heiligensee (Reinickendorf). Wie die Polizei meldet, soll ein 83-jähriger Autofahrer gegen 12 Uhr den Parkplatz eines Discounters verlassen haben und nach rechts in die Hennigsdorfer Straße gebogen sein. Dabei übersah er offenbar den Wagen eines 50-Jährigen, der die Hennigsdorfer Straße von links kommend befahren haben. Es kam zur Kollision und das Auto des 83-Jährigen prallte gegen zwei Straßenbäume bevor es zum Stehen kam. Der Senior erlitt Verletzungen im Bereich des Kopfes, des Bauches und des Rückens und wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die 79-jährige Beifahrerin erlitt ebenfalls Verletzungen, welche jedoch keiner Behandlung bedurften. Auch der 50-jährige Fahrer des anderen Wagens klagte über Schmerzen, verzichtete jedoch auf eine ärztliche Behandlung. Die Polizei ermittelt.

Hellersdorf: Büro von Linken-Abgeordneten mit Hakenkreuz beschmiert

8.18 Uhr: Das Kiezbüro des Berliner Linken-Abgeordneten Kristian Ronneburg am Cecilienplatz in Hellersdorf ist von Unbekannten mit einem Hakenkreuz beschmiert worden. Der Linken-Politiker Ronneburg sagte, neben dem Hakenkreuz sei noch der Schriftzug „fck afa 1161“ auf dem Fenster am Eingang des Büros aufgebracht worden. Die Abkürzung steht für „fuck antifa“. Ein Mitarbeiter des Bürgerbüros hatte die Schmierereien am Montagmorgen entdeckt. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt nun. 

Lichtenrade: 86-Jährige stirbt bei Autounfall

8.09 Uhr: Gestern Vormittag starb eine 86-jährige Autofahrerin bei einem Unfall in Lichtenrade (Tempelhof-Schöneberg). Laut Polizei war sie gegen 11 Uhr auf der Barnetstraße in Richtung Lichtenrader Damm unterwegs, als sie vor einem Fußgängerüberweg mit ihrem Wagen auf einen langsam vorausfahrenden Lkw auffuhr. Durch den Aufprall wurde die Frau in ihrem Auto eingeklemmt. Sie erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Die Barnetstraße war aufgrund des Unfalls für mehrere Stunden gesperrt. Davon waren auch die Buslinien X83 und 172 betroffen. Die Polizei ermittelt nun.

Neukölln: Alkoholisierter Mann bewirft BVG-Bus mit Pflasterstein

Der BVG-Bus konnte seine Fahrt nach der Attacke nicht fortsetzen.
Der BVG-Bus konnte seine Fahrt nach der Attacke nicht fortsetzen.© BM | Morris Pudwell

5.22 Uhr: Gegen 1.30 Uhr attackierte ein bisher unbekannter Mann in der Pannierstraße in Neukölln den Fahrer eines BVG-Busses mit einem mindestens zwei Kilogramm schweren Pflasterstein. Der Busfahrer wollte den offenbar stark alkoholisierten Fahrgast nicht befördern, weil dieser im Bus verbotene Glasflaschen dabei hatte und verweigerte ihm den Zutritt zu dem Doppeldeckerbus, wie es vor Ort hieß. Er schloss die Türen und wollte die Fahrt gerade fortsetzen, als der Mann plötzlich auf die Straße trat und den Pflasterstein gezielt auf die Seitenscheibe der Fahrerkabine warf. Der Stein prallte ab, die Scheibe ging jedoch zu Bruch. Scherben landeten im Bus und auch auf dem Fahrersitz. Der Fahrer blieb unverletzt, der Täter flüchtete unerkannt. Zeugen zu der Tat soll es auch nicht geben. Der Bus konnte seine Fahrt nicht fortsetzen, Polizisten fegten die Scherben von der Straße.

Unfall auf der A113 – Lkw schiebt Pkw in Treptow-Köpenick vor sich her

3.43 Uhr: Gestern Abend gegen 20.45 Uhr ereignete sich ein Unfall auf der Stadtautobahn A113 kurz vor der Ausfahrt Späthstraße in Treptow-Köpenick. Beim Spurwechsel hatte der Fahrer eines Fahrdienstleisters im Spiegel offenbar nicht den tonnenschweren Lkw hinter ihm, hieß es vor Ort. Es kam zur Kollision, bei der der Pkw um 180 Grad gedreht und von dem Sattelschlepper mehrere Meter vor sich hergeschoben wurde.

Der Fahrer und Beifahrer des Pkw, sowie der Lkw-Fahrer wurden bei dem Unfall nicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden in unbekannter Höhe. Um den fließenden Verkehr nicht weiter einzuschränken, wurden beide Fahrzeuge zur Unfallaufnahme von der Autobahn geleitet. Kurzfristig war der Verkehr auf der A100 und der A113 kurzfristig auf eine Fahrbahn beschränkt. Es entstand ein längerer Stau ab Ausfahrt Tunnel Britz Richtung Süd.

Der Lkw drehte den Pkw um 180 Grad und schob ihn mehrere Meter vor sich her.
Der Lkw drehte den Pkw um 180 Grad und schob ihn mehrere Meter vor sich her.© BM | Morris Pudwell

fmg/dpa