• Polizei räumt Besetzung in griechischer Botschaft
  • Stromprobleme bei der S-Bahn –Verspätungen und Ausfälle bei S1, S2 und S26
  • Tempelhof: Versuchter Aufbruch eines Geldautomaten – Polizei sucht Zeugen
  • Gesundbrunnen: Schuss auf Wohnhaus in der Koloniestraße
  • Mitte: Parkraumkontrolleurin mit Luftgewehr attackiert

Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Blaulicht-News vom Vortag lesen Sie hier.

Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 11. November 2024: Polizei räumt Besetzung in griechischer Botschaft

16.18 Uhr: Am Morgen kam es zu einer Protestaktion in der griechischen Botschaft in der Hiroshimastraße in Mitte. Wie Polizeisprecher Martin Halweg, dieser Redaktion sagte, hätten am Morgen 18 Personen die Botschaft betreten und sich dort zunächst mit Erlaubnis der Botschafterin aufgehalten. „Diese rief später dazu auf, das Gebäude zu verlassen, um dem Arbeitsbetrieb der Botschaft zu gewährleisten. Dem wurde nicht gefolgt, sodass die Polizei hinzugezogen wurde“, sagte Halweg. Die angerückten Beamten hätten dann die Personen dann nach draußen begleitet, Identitäten festgestellt und Platzverweise erteilt.

Wie die Pressesprecherin der griechischen Botschaft, Maria Louka, der Redaktion mitteilte, hätten es sich um einen Protest von Anarchisten gehandelt. „Diese haben die Räume des Konsulats betreten, um ihre Solidarität mit einem Kameraden auszudrücken“, sagte Louka. „Wir haben versucht, sie zu überzeugen, das Konsulat zu verlassen. Als dies nicht gelang, hätte dann die Polizei die Gruppe aus dem Konsulat entfernt.“

Demnach steht die Protestaktion im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Sprengstoffexplosion, die sich am 3. November in Athen ereignet hatte und bei der ein 36-Jähriger getötet und eine Frau verletzt wurde. Der Getötete wollte offenbar einen Anschlag verüben, allerdings explodierte der Sprengsatz zuvor. Der Verdächtige soll laut einer Europol-Datenbank bereits zuvor in Deutschland festgenommen worden sein und nach Angaben der griechischen Polizei zu einer radikalen Anarchistengruppe gehören.

Stromprobleme bei der S-Bahn –Verspätungen und Ausfälle bei S1, S2 und S26

15.36 Uhr: Wegen einer Störung bei der Energieversorgung von Seiten des Stromzulieferers Vattenfall zwischen Anhalter Bahnhof und Oranienburger Straße kommt es bei den Linien S1, S2, S25 und S26 aktuell zu Verspätungen und Ausfällen. Die S1 verkehrt aktuell zwischen Wannsee und Nordbahnhof nur alle 20 Minuten. Auch die S2 zwischen Lichtenrade und Nordbahnhof fährt nur alle 20 Minuten. Die S26 fällt ganz aus.

Tempelhof: Versuchter Aufbruch eines Geldautomaten – Polizei sucht Zeugen

14.10 Uhr: Gestern gegen 13.45 Uhr rief ein Mann die Polizei, nachdem ihm am Kaufland-Supermarkt in der Schöneberger Straße in Tempelhof ein offenkundig gewaltsam geöffnetes Fenster aufgefallen war. Vor Ort bemerkten die Polizisten im Innenbereich des Supermarktes einen Geldautomaten, an dem mutmaßlich zwischen 1.30 Uhr und 13.40 Uhr ein misslungener Öffnungsversuch stattgefunden hatte. Hinweise auf eine versuchte Sprengung fanden sie zunächst nicht. Es wurde kein Bargeld entwendet.

Die Ermittler fragen nun: Wer hat an dem genannten Supermarkt im mutmaßlichen Tatzeitraum oder in der näheren Umgebung Verdächtiges beobachtet und kann sachdienliche Hinweise geben?

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Hinweise nimmt das Landeskriminalamt am Tempelhofer Damm 12 in Tempelhof unter der Rufnummer (030) 4664-944300, per E-Mail an LKA443@polizei.berlin.de oder über die Internetwache entgegen. Selbstverständlich können sich Zeuginnen und Zeugen auch an jede andere Polizeidienststelle wenden.

Gesundbrunnen: Schuss auf Wohnhaus in der Koloniestraße

12.32 Uhr: Gestern Abend ist in auf ein Wohn- und Geschäftshaus in der Koloniestraße in Gesundbrunnen (Mitte) geschossen worden. Anwohnerinnen hatten gegen 18.30 Uhr einen Knall gehört und in einer heruntergelassenen Jalousie im Erdgeschoss ein Loch festgestellt. Herangerückte Polizisten fanden vor Ort das Projektil einer Schusswaffe und stellten es als Beweismittel sicher. Die Fensterscheibe hinter der Jalousie wurde nicht beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Parkraumkontrolleurin mit Luftgewehr attackiert

10.43 Uhr: Auf der Chausseestraße in Mitte war eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes zusammen mit ihrem Kollegen gerade beschäftigt, Falschparker zu kontrollieren, als sie plötzlich einen Schmerz am Schienenbein spürte. Zeitgleich waren fünf Knallgeräusche zu hören, die auf Schüsse aus einem Luftgewehr hindeuten, die vermutlich aus einem gegenüberliegenden Wohnblock abgegeben wurden. Wie das Bezirksamt in einer Pressemitteilung schrieb, brachten sich die Getroffene und ihr Kollege sofort aus dem Schussfeld in Sicherheit, blieben unverletzt und alarmierten die Polizei. Diese untersuchte den Tatort und stellte eine Anzeige aus.

Mittes Ordnungsstadtrat Christopher Schriner und Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (beide Grüne) verurteilten beide den Vorfall deutlich: „Gewaltausbrüche und Aggressionen gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Außendienst, aber auch in unseren Dienstgebäuden, sind durch nichts zu tolerieren und werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln geahndet“, wurde Remlinger in der Pressemitteilung zitiert. Ihr zufolge würden insbesondere die Mitarbeiter in der Parkraumüberwachung häufig attackiert. „Daher hoffe ich sehr, dass der oder die Täter ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden können.“

Kreuzberg: Mann auf dem U-Bahnhof Gneisenaustraße antisemitisch beleidigt und mit Reizgas besprüht

10.24 Uhr: Auf dem U-Bahnhof Gneisenaustraße in Kreuzberg soll gestern Abend ein Mann antisemitisch beleidigt und mit Reizgas attackiert worden sein. Der 33-Jährige gab an, gegen 19.15 Uhr mit einem Mann, der in Begleitung zweier Frauen unterwegs war, zunächst ins Plaudern gekommen zu sein. Im Verlauf des Gesprächs soll sich der Unbekannte dann antisemitisch geäußert haben, woraufhin es zu einem Streit kam. Der Unbekannte soll schließlich Reizgas ins Gesicht des 33-Jährigen gesprüht haben, wodurch dieser eine Augenreizung erlitt. Zudem sei er auch mit Fäusten geschlagen worden. Rettungskräfte behandelten die Augenreizung vor Ort. Die Polizei ermittelt.

Oberschöneweide: Wegen Streit beim Aussteigen – Mann attackiert 20-Jährigen mit Messer

8.11 Uhr: Gestern Abend wurde in Oberschöneweide (Treptow-Köpenick) ein Mann mit einem Messer attackiert. Wie die Polizei meldet, wollte ein 20-Jähriger gegen 19 Uhr in der Griechischen Allee in einen BVG-Bus steigen. Unmittelbar vor der mittleren Eingangstür des Busses kam es zu einem Streit mit einem Mann, der gerade aus dem Bus aussteigen wollte. Im weiteren Verlauf zückte der Aussteigende ein Messer und stach es dem 20-Jährigen in den Oberarm. Anschließend flüchtete er in unbekannte Richtung. Der Rettungsdienst brachte den Verletzten nach einer ersten Behandlung im Rettungswagen zur ambulanten Versorgung in eine Klinik. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

fmg/dpa