Die Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte ist ein Anziehungspunkt für Touristinnen und Touristen. Doch seit acht Wochen hat sie einen Blechschaden. Dieser wird nun endlich behoben. Wie der Tagesspiegel berichtete, werden für die Reparaturarbeiten 23.000 Euro fällig. Für den Schaden muss das Bezirksamt aber nicht aufkommen, sondern die Versicherung des Unfallverursachers. Am 2. September war ein Lkw eines Gemüse-Lieferanten gegen die Sehenswürdigkeit gekracht und hatte die Platte mit dem Städtenamen „Wellington“ beschädigt.

Noch in dieser Woche sollen laut Medienbericht die Reparaturarbeiten beginnen. Diese dauern etwa vier Wochen. Bei den beschädigten Metallplatten handelt es sich nämlich nicht um Standardprodukte, sondern um speziell für die Weltzeituhr produzierte Einzelteile. Diese müssen vollständig neu angefertigt werden. Trotz der Beschädigung tickt die Uhr aber weiter.
Weitere Nachrichten aus dem Bezirk Mitte:
- Keine S-Bahn am Gesundbrunnen – Fahrgäste sind doppelt gebeutelt
- Ex-Edelmeile Friedrichstraße erstrahlt im Baustellen-Charme
- Detlef D! Soosts „Dance School“ wegen Bauprojekt in Gefahr?
- Berlin-Moabit: Streit um Friedensstatue „Ari“ eskaliert
- „Städtebauliche Missstände“: Mitte sorgt sich um Gesundbrunnen-Kiez
Klimaaktivisten besprühen Weltzeituhr in Mitte

Bereits im vergangenen Jahr war die Weltzeituhr beschädigt worden. Klimaaktivisten hatten im November orangene Farbe auf die Touristenattraktion gesprüht. Die Kosten für die Beseitigung der Farbe beliefen sich auf rund 14.000 Euro.
Die Weltzeituhr, ein Werk des DDR-Formgestalters Erich John, steht nahe dem Bahnhof Alexanderplatz und wurde 1969 der Öffentlichkeit übergeben. Sie zeigt die Zeitzonen der Erde und darin liegende Städte. Oberhalb der Uhr in Form eines Zylinders zeigt ein Modell das Sonnensystem. Die Uhr steht unter Denkmalschutz.
Lesen Sie auch: Der Erfinder der Weltzeituhr: „Das Abenteuer meines Lebens“
BM


