Das Gebiet um Bad- und Pankstraße in Berlin-Gesundbrunnen steht aufgrund seiner vielen Geschäfte und vielfältigen Bevölkerung unter besonderem Fokus. Zusammen mit dem Land Berlin hatte der Bezirk Mitte es 2021 zum Förder- und Sanierungsgebiet erklärt. Nun sollen erste konkrete Ziele definiert werden – und dabei kann die Bevölkerung mitreden und Hinweise geben.

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Das Gebiet erstreckt sich zwischen Badstraße und Böttgerstraße sowie zwischen der Panke und Gerichtstraße. Diese Festlegung ist wichtig, um die Fördermittel wie geplant aus dem Förderprogramm „Lebendige Zentren und Quartiere“ zu beziehen. Es richtet sich an Kieze, die bei ihrer Entwicklung Unterstützung bedürfen. Ziel ist zunächst ein „Geschäftsstraßenkonzept“, wie das Bezirksamt Mitte mitteilt. Um zu erfahren, wie die Anwohnerinnen und Anwohner über ihre Nachbarschaft denken, wurde eine Umfrage gestartet.

Bad- und Pankstraße in Gesundbrunnen: „Dynamische Bevölkerungsstruktur“

Der Entscheidung, das Gebiet besonders in den Fokus zu nehmen, gehen mehrjährige Untersuchungen voraus, laut derer der Kiez Nachholbedarf hat. Insbesondere wurden städtebauliche Missstände festgestellt. Derzeit stellt sich das Gebiet folgendermaßen dar: Geprägt ist es von einem Nebeneinander von Wohn- und Gewerbebereichen sowie großen Verkehrsachsen.

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„Eine besonders abwechslungsreiche städtebauliche Struktur, eine hohe Nutzungsvielfalt, eine Mischung aus ruhigen, wohnlichen und belebten Ecken sowie eine insgesamt sehr junge, interkulturelle und dynamische Bevölkerungsstruktur sind hier prägend“, erklärt das Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement (KoSP), das mit der Analyse und Weiterentwicklung des Gebiets beauftragt ist, auf der Webseite zum Fördergebiet.

Gesundbrunnen: Kunst- und Kreativszene siedelt sich an

Stadtteil BadPankStraße soll weiterentwicklt werden
Die Badstraße ist geprägt von Imbissen und unterschiedlichen Shops. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Seit einigen Jahren sei zu beobachten, dass die Kunst- und Kreativszene die Vielfalt des Gebietes für sich entdeckt hat. Denn sie kann steigenden Mieten besonders schnell nicht mehr standhalten. Im Stadtteil Gesundbrunnen finden sie in manch günstigen Kiez noch bezahlbare Mietpreise. Doch im Bereich der Wohnungen sei auch „ein zunehmender Aufwertungsdruck“ spürbar, wie die Planer ermittelt haben. „Hinzu kommen große Barrieren vor allem in den Bereichen der Hauptstraßen, unsichere Verhältnisse für Gehende und Radfahrende sowie eine Belastung der Wohnbevölkerung durch Lärm und Feinstaub.“ Eine Lücke sieht das Projektteam bei Treffpunkten für Jugendliche, Familien sowie Seniorinnen und Senioren. Viele Einrichtungen seien sanierungsbedürftig.

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