- Entwichener Vergewaltiger wieder gefasst
- Mutmaßlicher Trickbetrüger in Weißensee festgenommen
- Durchsuchung nach antisemitischen Äußerungen eines Polizeikommissaranwärters
- Autocrash in Friedenau
- Brennendes Boot explodiert in Treptow-Köpenick
Berlin. Ein aus der JVA Tegel entflohener Vergewaltiger wurde wieder gefasst, diesmal in Schleswig-Holstein. In der Nacht auf Samstag kam es zu einem Großeinsatz der Feuerwehr am Spreeufer in Treptow-Köpenick. Ein kleines Sportboot soll gebrannt und eine Explosion ausgelöst haben. Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Blaulicht-News vom Vortag lesen Sie hier.
Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 10. Februar 2024: Entwichener Vergewaltiger wieder gefasst
17.00 Uhr: Umfangreiche Ermittlungen der Intensivfahnder des LKA Berlin haben gestern Abend zur Festnahme des geflohenen Strafgefangenen der Justizvollzugsanstalt Tegel geführt. Geholfen hatten das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein und die Justizbehörden in Berlin und Sachsen-Anhalt. Mobile Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein nahmen den 54-Jährigen gegen 21.30 Uhr in Sankt Michaelisdonn im Landkreis Dithmarschen fest. Der Mann gilt als gefährlich und kam deshalb in Sicherungsverwahrung. Bei einem Ausgang ist ihm dann die Flucht gelungen. Nun ist er wieder gefasst.
Der Mann war 2004 vom Landgericht Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt wegen Vergewaltigung und Freiheitsberaubung zu einer Gesamtstrafe von zehn Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Nach Justizangaben saß der Mann zunächst in Brandenburg in Haft. Dort kam er in Sicherheitsverwahrung, weil er als gefährlich eingestuft wurde – und wegen der Schwere der Tat. 2019 wurde der Mann nach Berlin in die Sicherungsverwahrung der Haftanstalt Tegel überstellt. Seit 2021 wurden dem Straftäter laut Berliner Justizverwaltung Ausgänge gewährt.
Mutmaßlicher Trickbetrüger in Weißensee festgenommen
16.30 Uhr: Gestern Nachmittag hat die Polizei einen mutmaßlichen Trickbetrüger in Weißensee festgenommen. Der 55-Jährige, der einschlägig bekannt ist, wurde nach ersten Informationen durch Einsatzkräfte dabei beobachtet, wie er eine Seniorin in der Berliner Allee ansprach. Er gab vor, ein Versicherungsvertreter zu sein. Die 83-Jährige ließ den Mann in der Folge in ihre Wohnung, wo er das Portemonnaie der Seniorin entwendet habe. Anschließend habe sich der Tatverdächtige zu einem weiteren Haus in der Straße begeben, sich dort gegenüber einer 79-jährigen Frau ebenfalls als Versicherungsvertreter ausgegeben und von ihr die Zahlung eines Versicherungsbeitrags eingefordert. Als die Frau kurz aus dem Wohnzimmer gegangen ist, soll der Tatverdächtige aus einer Schublade ihre Geldbörse entwendet haben. Anschließend flüchtete der Mann, konnte jedoch von den Einsatzkräften gestellt und festgenommen werden. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Leiche am Quenzsee in Brandenburg an der Havel entdeckt
13.40 Uhr: Ein Angler hat eine Leiche im Quenzsee in Brandenburg an der Havel gefunden. Einzelheiten zu Identität und Todesursache stehen laut Polizei noch aus. Der Vorsitzende des Städteanglerverbands Brandenburg Potsdam e.V., Günter Müller, berichtete am Samstag der Deutschen Presse-Agentur, dass ein Angler bei einem Arbeitseinsatz am Ufergelände die tote Frau im Wasser erblickt habe. Der Quenzsee liegt im westlichen Stadtgebiet von Brandenburg an der Havel.
Gefährliche Körperverletzung im Wedding
12.35 Uhr: Am Samstagmorgen wurden Einsatzkräfte wegen einer gefährlichen Körperverletzung in den Wedding (Mitte) alarmiert. Nach ersten Erkenntnissen soll es gegen 8 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei unbekannten Tatverdächtigen und einem 22-jährigen Mann am Leopoldplatz gekommen sein. Die Unbekannten sollen auf den Mann eingeschlagen und getreten haben. Darüber hinaus habe einer der Angreifer das Auge des Mannes mit einem Kugelschreiber verletzt. Anschließend flüchteten die Tatverdächtigen in unbekannte Richtung. Der 22-Jährige wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Handy von Polizeianwärter nach antisemitischem Vorfall beschlagnahmt
11.25 Uhr: In einem Ermittlungsverfahren gegen einen Polizeikommissaranwärter hat die Polizei bei einer Durchsuchung das Handy des Mannes beschlagnahmt. Der 26-Jährige soll nach Angaben vom Samstag einem Kommilitonen an der Hochschule für Wirtschaft und Recht antisemitische Inhalte mit Bezug zum Holocaust auf seinem Instagram-Account gezeigt und sich entsprechend geäußert haben.

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Die Staatsanwaltschaft Berlin habe einen Durchsuchungsbeschluss an der Hochschule erwirkt, der am Freitag von einem Kommissariat einer politischen Staatsschutzabteilung vollstreckt worden sei. Bei der Durchsuchung sei das Mobiltelefon beschlagnahmt worden und werde nun ausgewertet. Auf das Strafverfahren sollen den Angaben zufolge dienstrechtliche Maßnahmen folgen.
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Autocrash in Friedenau
11.20 Uhr: An einer Kreuzung in Berlin-Friedenau ist ein Einsatzwagen der Polizei mit einem abbiegenden Auto zusammengestoßen. Die Polizisten sind am frühen Samstagmorgen mit Blaulicht und Martinshorn auf der Rheinstraße zur Schloßstraße gefahren, wie die Beamten mitteilten. Am Walter-Schreiber-Platz soll der Wagen demnach mit dem Auto eines 42-Jährigen zusammengestoßen sein, der in Richtung Bundesallee abbiegen wollte. Der 42-Jährige blieb unverletzt. Die beiden Polizisten sollen den Angaben zufolge „deutlich unter dem Eindruck des Geschehens“ gestanden und ihren Dienst abgebrochen haben. Die Kreuzung blieb rund vier Stunden lang gesperrt. Auch die BVG-Linienbusse waren davon betroffen. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar.
Brennendes Boot explodiert in Treptow-Köpenick
10 Uhr: In der Nacht auf Samstag, gegen 1 Uhr, soll laut „B.Z.“-Informationen in Treptow-Köpenick ein kleines Sportboot in Flammen geraten sein. Demnach bildete sich eine große Rauchsäule am Spreeufer nahe der Treskow-Brücke. Schuld für den Brand sollen laut „B.Z.“ wohl gelagerte Gasflaschen sein.
BM/dpa




