- Der Eichenprozessionsspinner ist auch in Berlin aktiv
- Die Raupe kann für Menschen, vor allem aber für Hunde und andere Tiere lebensgefährlich werden
- Die wichtigsten Infos zu den giftigen Raupen finden Sie hier
Heftige allergische Reaktionen, Reizungen von Augen und Atemwegen, Schwindelgefühle und Fieber: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners können für Mensch und Tier lebensgefährlich werden. Seit den 1990er-Jahren breiten sich die Raupen des Schmetterlings (Thaumetopoea processionea) in Deutschland aus.

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Auch in Berlin taucht der Eichenprozessionsspinner, seine Raupen und Gespinstnester auf. Durch warmes und trockenes Klima wird die Ausbreitung des giftigen Schädlings begünstigt, in einigen Berliner Bezirken ist der Befall in den vergangenen Jahren besonders sprunghaft angestiegen.
An dieser Stelle informieren wir über die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in Berlin, Symptome bei Kontakt mit den Brennhaaren der Raupe und mit welchen Raupen eine Verwechslungsgefahr besteht.
- Eichenprozessionsspinner: So gefährlich sind die Raupen
- Eichenprozessionsspinner breitet sich in Deutschland aus
- Eichenprozessionsspinner - Allergie-Symptome & Therapie
Eichenprozessionsspinner in Berlin: Diese Bezirke sind besonders betroffen

Im vergangenen Jahr (2024) waren insbesondere die Bezirke Treptow-Köpenick und Steglitz-Zehlendorf betroffen, schreibt das Pflanzenschutzamt Berlin auf seiner Eichenprozessionsspinner-Website. Dazu heißt es weiter: „Neben Spandau und Steglitz-Zehlendorf weisen diese Bezirke im stadtweiten Vergleich auch die höchsten Anteile an Eichen in Straßen und Anlagen auf. Hervorzuheben ist, dass sich die Befallsschwerpunkte vorwiegend in beziehungsweise in der Nähe waldähnlicher Anlagen befinden.“
Aktuell (26. Mai 2025) ist auch der Botanische Volkspark in Blankenfelde-Pankow betroffen. Laut einer Mitteilung des Bezirksamtes wurde an mehreren Bäumen ein verstärkter Befall festgestellt. Diese seien mit gut sichtbaren Warnhinweisen gekennzeichnet. Aus Gründen der Gesundheitsvorsorge werden alle Besucherinnen und Besucher gebeten, die markierten Bereiche zu meiden und die Warnhinweise zu beachten. Eine Fachfirma sei mit der Entfernung der Nester beauftragt worden.
Wann ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich?
Der Nabu schreibt auf seiner Eichenprozessionsspinner-Website, dass sich die für Mensch und Tier gefährlichen Brennhaare ab dem dritten Larvenstadium ausbilden. Dies geschehe in der Regel je nach Wetter Ende April/Anfang Mai. Die Brennhärchen enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das eine starke Immunreaktion auslösen kann – bei Menschen und beim Hund.
Eichenprozessionsspinner: Nest erkennen
Das Nest des Eichenprozessionsspinners ist ein markantes Merkmal des Schädlings, das oft in Eichenbäumen zu finden ist. Es handelt sich dabei um ein graues, spinnenwebartiges Gebilde, das aus den Haaren der Raupen des Eichenprozessionsspinners besteht. Das Nest ist ein Hinweis darauf, dass sich die Raupen in der Nähe befinden. Die Haare der Raupen können bei Kontakt allergische Reaktionen bei Menschen und Tieren hervorrufen, weshalb es wichtig ist, das Nest und die Raupen zu meiden. Auch interessant: Hundemalaria auf dem Vormarsch: Das sind die Symptome

Wie die Schädlingsbekämpfer von Rentokil auf ihrer Eichenprozessionsspinner-Website beschreiben, kann die Größe der Nester stark variieren, von der Breite einer 50-Cent-Münze bis hin zu einigen Metern den Eichenstamm hinauf. Die Nester können demnach überall an der Eiche vorkommen, vom Boden bis zur Spitze. Sie können von Eichen herunterfallen und auf dem Boden gefunden werden. Um das Nest des Eichenprozessionsspinners zu entfernen, sollten Fachleute kontaktiert werden. Diese verfügen über das notwendige Equipment und wissen, wie man das Nest sicher entfernt, ohne dass sich die Haare der Raupen verbreiten.
Eichenprozessionsspinner: Symptome beim Menschen im Überblick

Die Symptome nach Kontakt mit den Haaren des Eichenprozessionsspinners treten in der Regel innerhalb von 24 Stunden auf und können unbehandelt einige Tage bis Wochen andauern. Beim Menschen werden folgende Symptome beobachtet:
- Hautirritationen wie Juckreiz, Rötungen und Ausschlag
- Schwellungen und Blasenbildung auf der Haut
- Brennen und Schmerzen auf der Haut
- Atembeschwerden und Husten bei Einatmen der Haare
- Augenreizungen und Entzündungen bei Kontakt mit den Augen
- Übelkeit und Schwindelgefühle bei empfindlichen Personen
- Allgemeines Unwohlsein
- In seltenen Fällen können auch schwere allergische Reaktionen auftreten, die lebensbedrohlich sein können
Eichenprozessionsspinner: Symptome beim Hund im Überblick
- Juckreiz, Rötungen, Quaddeln und Schwellungen
- Vermehrtes Kratzen und Lecken an betroffenen Stellen
- Fieber, Erbrechen, Lethargie
- Allergischer Schock
Verwechslung: Eichenprozessionsspinner und Gespinstmotte im Vergleich

Eine Verwechslungsgefahr besteht mit der völlig harmlosen Gespinstmotte. Anders als beim Eichenprozessionsspinner sind ihre Raupen gelblich-weiß. Sie haben keine Nesselhaare wie der Eichenprozessionsspinner. Die Raupen der Gespinstmotte spinnen ihre Nester zwischen den Ästen von Bäumen und Büschen und sind nicht eng am Stamm anliegend.
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