- Charlottenburg: Frau wirft Kleinpflastersteine aus Fenster und trifft 33-Jährige
- Lichtenrade: Motorradfahrer fährt auf Flucht vor Kontrolle Polizisten an
- Jugendlicher setzt Mofa in Spandau an Zaun und flieht – Vater bedroht Polizisten
- Köpenick: 38-Jähriger schubst Jugendlichen und beleidigt ihn fremdenfeindlich
- Fahrradfahrer kollidiert in Reinickendorf mit Seniorin und verletzt sie dabei
- Autoknacker-Duo in Kreuzberg auf frischer Tat ertappt
In den frühen Morgenstunden brannten Teile des Bahnhofs Alexanderplatz und sorgten für eingeschränkten Zugverkehr und Sachschaden. In Spandau krachte ein 14-Jähriger mit einem Motorroller gegen einen Zaun und flüchtete dann vom Tatort, ehe sein Vater Polizisten bedrohte. Ein geistesgegenwärtiger Anrufer rief in Kreuzberg die Polizei, als er einen Auto-Einbruch beobachtete und half so bei der Festnahme der Täter mit. Hier lesen Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die News vom Vortag lesen Sie hier.
Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 13. Mai 2024: Mehrere Waldbrände in Brandenburg ausgebrochen
17.48 Uhr: In Brandenburg sind am Montag sechs Waldbrände ausgebrochen. „Allein in der letzten Stunde sind vier neue dazugekommen“, sagte der Waldbrandschutzbeaufragte Raimund Engel der dpa am späten Nachmittag. Im Landkreis Dahme-Spreewald brachen drei Brände aus, bei Löbten, bei Plattkow und bei Halbe. Außerdem im Landkreis Barnim bei Eberswalde, in Teltow-Fläming bei Baruth und im Kreis Elbe-Elster bei Doberlug-Kirchhain.
Während am heutigen Montag noch in 5 Landkreisen die höchste Waldbrandstufe 5 gilt, sollte die Zahl der davon betroffenen Landkreise am Dienstag voraussichtlich auf 13 von insgesamt 14 steigen, sagte Engel. Nur in der Uckermark gelte nach derzeitigem Stand die Stufe 4. Zu der mutmaßlichen Ursache der Waldbrände könne derzeit nichts gesagt werden, es gehe jetzt darum, die Brände unter Kontrolle zu bringen und zu löschen.
Mitte: Jugendlicher will einem Mann Israel-Flagge entreißen
17.10 Uhr: Ein Jugendlicher hat am Sonntag einen Mann in Mitte angegriffen, der zuvor an einer pro-israelischen Demo teilgenommen hatte. Als der 43-Jährige, der eine Israel-Flagge an der Hand festgebunden hatte, an der Bushaltestelle am Potsdamer Platz stand, ging ein 16-Jähriger auf ihn zu. Dieser versuchte, die Flagge zu entreißen. Dabei stürzte der 43-Jährige. Der 16-Jährige flüchtete ohne Flagge in Richtung Leipziger Platz. Dort wurde er festgenommen. Der 43-Jährige erlitt Schürfwunden an beiden Händen. Einsatzkräfte brachten den 16-Jährigen, der sich wegen des Verdachts der Körperverletzung verantworten muss, in einen Polizeigewahrsam. Nach erfolgter erkennungsdienstlicher Behandlung wurde der Jugendliche seiner zuständigen Jugendeinrichtung übergeben. Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.
Mann bedroht Reisende mit Flasche und beißt Polizisten
15.41 Uhr: Die Bundespolizei hat in der Nacht zu Samstag einen Mann am Bahnhof Südkreuz festgenommen. Wie die Behörde am Montag mitteilte, hatte ein 32-Jähriger Reisende am Busbahnhof mit einer abgebrochenen Flasche bedroht. Einsatzkräfte forderten den Mann auf, das zu unterlassen, woraufhin der Mann auf die Beamten losging. Die Einsatzkräfte drohten mit einem Taser und Pfefferspray. Erst dann ließ der Mann die Flasche fallen.
Die Beamten nahmen den Angreifer vorläufig fest. Auf dem Weg zur Dienststelle leistete der 32-Jährige erheblichen Widerstand. Er versuchte die Dienstwaffe eines Beamten zu greifen und biss einem Bundespolizisten in den Finger. Der Beamte erlitt eine blutende Verletzung, verblieb jedoch im Dienst.
Die Bundespolizei leitete gegen den 32-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Bedrohung ein. Außerdem lag gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Berlin wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vor. Die Polizei Berlin übernahm zuständigkeitshalber den Sachverhalt und brachte den 32-Jährigen in eine Justizvollzugsanstalt.
Mann verletzt 48-Jährigen an S-Bahnhof mit Messer
14.56 Uhr: Ein Mann ist am Sonntag bei einer Auseinandersetzung am S-Bahnhof Treptower Park verletzt worden. Wie die Bundespolizei mitteilte, gerieten gegen 14.45 Uhr zwei Männer zunächst in eine verbale Auseinandersetzung. In deren Verlauf schlug der 48-Jährige dem 43-Jährigen mit der Faust aufs Auge. Der 43-Jährige zückte daraufhin ein Messer und stach in Richtung des Oberkörpers. Der 48-Jährige wehrte den Messerangriff mit den Armen ab und erlitt dabei eine leichte Schnittverletzung.
Die Bundespolizei nahm den 43-Jährigen vorläufig fest. Bei der Durchsuchung fanden sie das Messer nicht. Laut Zeugen soll der Mann es weggeworfen haben. Doch auch in Tatortnähe konnten sie das Messer nicht finden. Eine Atemalkoholmessung ergab 3,22 Promille. Der verletzte 48-Jährige hatte 1,6 Promille. Er wurde vor Ort medizinisch versorgt.
Die Bundespolizei leitete gegen den bereits polizeibekannten 48-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein. Gegen den 43-Jährigen leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung ein. Die Bundespolizei übergab die beiden Personen zuständigkeitshalber vor Ort an die Polizei Berlin.
Lichtenrade: Motorradfahrer fährt auf Flucht vor Kontrolle Polizisten an
14.50 Uhr: Ein Motorradfahrer hat in der vergangenen Nacht auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle einen Beamten in Lichtenrade (Tempelhof-Schöneberg) angefahren. Wie die Behörde mitteilte, waren die Einsatzkräfte im Rahmen einer Verkehrskontrolle auf ihn aufmerksam geworden, weil er auf dem Lichtenrader Damm im Baustellenbereich mit ca. 100 km/h statt der erlaubten 30 km/h fuhr.
Die zwei Polizisten wollten den Motorradfahrer daraufhin anhalten. Dieser bremste zunächst ab, gab dann jedoch wieder Gas und fuhr gegen den Anhaltestab eines Beamten. Im Anschluss raste der Motorradfahrer auf den anderen Polizisten zu, der ihn mit ausgebreiteten Armen zum Anhalten aufforderte und dabei noch das Messgerät in der Hand hielt. Der Motorradfahrer fuhr gegen das Bein des Polizisten. Der Polizist stürzte und das Messgerät wurde circa 25 Meter weit geschleudert. Der Raser konnte unerkannt in Richtung Barnetstraße flüchten. Der am Bein verletzte Polizist lehnte vorerst eine ärztliche Versorgung ab, war jedoch nicht mehr dienstfähig. Die weiteren, noch andauernden Ermittlungen führt ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 4 (Süd).
Charlottenburg: Frau wirft Kleinpflastersteine aus Fenster und trifft 33-Jährige
14.31 Uhr: Eine 23-Jährige hat am Sonntag zwei kleine Pflastersteine in Charlottenburg aus dem Fenster geworfen und eine 33-Jährige damit verletzt. Bisherigen Erkenntnissen zufolge war die 33-Jährige gegen 19.40 Uhr auf dem Gehweg der Schillerstraße unterwegs, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die 23-Jährige soll daraufhin aus bisher unbekannten Gründen die Kleinpflastersteine aus einem Fenster eines dortigen Mehrfamilienhauses geworfen haben. Einer der Steine traf die 33-Jährige am Kopf. Die 33-Jährige wurde daraufhin in ein Krankenhaus gefahren. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen, insbesondere zum Hintergrund der Tat, übernommen.
Mann setzt Böschung in Kreuzberg in Brand
13.40 Uhr: Ein Mann hat am Sonntag eine Böschung in Kreuzberg angezündet. Ein Passant hatte sich gegen 18.30 Uhr bei der Polizei gemeldet, nachdem er gesehen hatte, wie ein Mann am Fraenkelufer mit einem Feuerzeug Blütenpollen an einer Böschung auf der Seite des Landwehrkanals anzündete. Anschließend entfernte er sich in Begleitung eines weiteren Mannes in Richtung Kohlfurter Straße. Dem Vernehmen nach sollen sich die Flammen ca. 30 Meter entlang der Böschung ausgebreitet haben. Der Passant sowie ein im Umfeld befindlicher Objektschützer versuchten, das Feuer zu löschen. Erst mit Hilfe der Feuerwehr konnte der Brand gelöscht werden.
Polizisten suchten den Nahbereich nach dem Tatverdächtigen ohne Erfolg ab. „Nach aktuellem Stand der Ermittlungen ist kein Zusammenhang mit der gegenüber befindlichen Synagoge erkennbar“, teilte die Polizei mit. Das zuständige Brandkommissariat des Landeskriminalamtes ermittelt nun wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung.
Autoknacker-Duo in Kreuzberg auf frischer Tat ertappt
12.35 Uhr: Ein Autoknacker-Duo wurde am Sonntagmorgen in Kreuzberg auf frischer Tat ertappt. Ein Zeuge rief gegen 7.50 Uhr die Polizei zur Friedrich-Stampfer-Straße, da er beobachtet hatte, wie zwei Tatverdächtige zunächst die Scheibe eines Audi einschlugen. Anschließend sei einer der mutmaßlichen Täter in das Auto gestiegen. Nachdem dieser den Innenraum des Fahrzeugs durchwühlt haben soll, stieg er wieder aus und entfernte sich mit seinem Komplizen vom Tatort. Einsatzkräfte nahmen die beiden Tatverdächtigen in der Nähe fest und brachten sie zur Feststellung ihrer Identitäten in einen Polizeigewahrsam, von wo aus sie der nächsten Dienststelle übergeben wurden.
Fahrradfahrer kollidiert in Reinickendorf mit Seniorin und verletzt sie dabei
11 Uhr: Nach einem Verkehrsunfall gestern Nachmittag in Reinickendorf musste eine Seniorin zur Behandlung ihrer Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach den bisherigen Erkenntnissen fuhr ein 71-jähriger Radfahrer gegen 14 Uhr aus einer Wohngebäudeunterführung in der Emmentaler Straße auf den Gehweg, um über diesen auf die dahinterliegende Fahrbahn zu gelangen. Am Ende des Unterführungsbereiches übersah er eine 84-jährige Fußgängerin, die auf dem Gehweg in Richtung Reginhardstraße lief, und stieß mit ihr zusammen. Dabei stürzte die ältere Dame und verletzte sich. Alarmierte Rettungskräfte brachten die Seniorin mit Rumpfverletzungen in ein Krankenhaus, in dem sie stationär aufgenommen wurde. Der Radfahrer blieb unverletzt. Ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 1 (Nord) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
38-Jähriger schubst Jugendlichen in Köpenick und beleidigt ihn fremdenfeindlich
10.30 Uhr: Am Sonntagnachmittag schubste und beleidigte ein Mann einen 13-Jährigen in Köpenick fremdenfeindlich. Gegen 17 Uhr trug sich die Konfrontation auf der Rudower Straße zu, in deren Folge Polizeibeamte den Mann erkennungsdienstlich behandelten. Als Grund für den Angriff nannte der 38-Jährige bedrohliche Nachrichten, die der Jugendliche dem Sohn eines Freundes per Whatsapp geschickt habe. Nach kurzem Gewahrsam kam der Mann wieder auf freien Fuß.
Spandau: Jugendlicher setzt Mofa an Zaun und flieht – Vater bedroht Polizisten
10.15 Uhr: Ein Mann hat in Spandau Polizisten bedroht, nachdem sich sein 14-jähriger Sohn auf der Flucht vor den Beamten verletzt hatte. Der Jugendliche war am Sonntagabend mit einem Motorroller vor der Polizei geflüchtet, gegen einen Zaun gefahren und hatte sich am Kopf verletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Er flüchtete zu Fuß bis zu seinem Wohnhaus, wo sein Vater schon vor der Tür auf ihn wartete.
Die Polizisten folgten dem Jugendlichen. Dessen 33-jähriger Vater sei sofort auf die Beamten zugegangen, habe die Fäuste hochgenommen und die Polizisten bedroht und beleidigt, hieß es. Daraufhin wurde der 33-Jährige vorläufig festgenommen. Der Jugendliche wurde mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Er sei nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis gewesen, hieß es. Der Vater des Jungen kam nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß.
Die Polizisten hatten den 14-Jährigen bemerkt, als er ohne Helm mit einem Motorroller auf einer Straße in Berlin-Spandau unterwegs war. Als die Polizei dem Jungen daraufhin mit Blaulicht und Martinshorn folgte, geriet dieser mit dem Roller auf den Gehweg und prallte mit dem Kopf gegen einen Zaun.
Der Roller und dessen Kennzeichen gehörten nicht zusammen, wie die Polizei mitteilte. Es bestehe daher auch der Verdacht des Diebstahls beider Gegenstände, wie die Polizei mitteilte. Der Roller und die Kennzeichen wurden daraufhin sichergestellt.


