• Streit zwischen Studenten in Mitte eskaliert
  • In Pankow hat Diebes-Quartett Telefongeschäft überfallen
  • In Neukölln brannten Autos
  • Ein Radfahrer stürzte in Mitte und musste reanimiert werden
  • Polizist bei Sonderverkehrskontrolle in Reinickendorf verletzt

Berlin. Die Feuerwehr hat am Samstagmorgen mehrere brennende Autos in Neukölln gelöscht. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Am Freitag wurde eine Frau bei einem Überfall in Mitte verletzt. Der Tatverdächtige konnte mit der Beute flüchten. In Pankow wurden gestern zwei Teenager nach einem Überfall festgenommen. Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Blaulicht-News vom Vortag lesen Sie hier.

Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 3. Februar 2024: Streit zwischen Studenten eskaliert in Mitte

17.26 Uhr: Bei einem Streit in Mitte wurde in der vergangenen Nacht ein Mann verletzt. Nach den bisherigen Ermittlungen und Aussagen war der 30-Jährige mit seiner 24-jährigen Bekannten gegen kurz vor zwölf Uhr zu Fuß in der Brunnenstraße unterwegs, als sie auf einen Mitstudierenden ihrer Universität getroffen sind. Der 23-jährige Student, der eine pro-palästinensische Einstellung haben soll, und der 30-jährige Mann jüdischen Glaubens, der pro-israelische Ansichten in den sozialen Medien vertreten soll, hat sich erst ein Streit entwickelt. Im Verlaufe des Streits soll der Jüngere dem Älteren plötzlich mehrmals ins Gesicht geschlagen haben. Dieser stürzte daraufhin zu Boden.

Der 23-Jährige trat anschließend auf seinen Kontrahenten ein und flüchtete schließlich über die Torstraße in Richtung Ackerstraße. Die Rettungskräfte brachten den 30-Jährigen, mit Frakturen im Gesichtsbereich, in ein Krankenhaus, und er wurde stationär aufgenommen. Der Angegriffene soll außer Lebensgefahr sein. Der tatverdächtige 23-Jährige konnte von der Kriminalpolizei an seiner Wohnanschrift in Schöneberg angetroffen werden.

Quartett bricht in Pankow in Telefonladen ein

16.50 Uhr: Letzte Nacht wurden in Pankow ein 17-Jähriger und ein 18-Jähriger nach einem Einbruch festgenommen. Mehrere Zeugen, darunter auch Polizeibeamter, der gerade nicht im Dienst war, beobachteten die Tat. Gegen 2.30 Uhr verschafften sich vier Personen gewaltsam Zutritt zu einem Geschäft eines Telefonanbieters in der Breite Straße. Anschließend rannte das Quartett mit der Beute unter dem Arm zur gegenüberliegenden Straßenseite. Dort ging es in einem weißen Kombi weiter Richtung Damerowstraße. Die Polizei konnte den Wagen an der Auffahrt zur BAB 114 stoppen.

Aus dem Wagen flüchteten drei männliche Personen und konnten unerkannt entkommen. Zwei weitere Tatverdächtige, unter anderem der Fahrer, blieben im Fahrzeug und wurden festgenommen. Im Innenraum des Autos haben die Beamten noch diverses anderes Diebesgut gefunden und sichergestellt. Der 17- und der 18-Jährige wurden bereits wieder entlassen. Die Ermittlungen zu den mutmaßlichen Komplizen laufen noch.

82-Jähriger stirbt nach Unfall bei Königs Wusterhausen

15.56 Uhr: Ein 82-Jähriger ist bei einem Autounfall bei Königs Wusterhausen am Samstag gestorben. Der Mann sei aus bisher ungeklärter Ursache mit seinem Wagen von der Fahrbahn einer Kreisstraße abgekommen, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte. Anschließend prallte das Auto gegen einen Baum an der Straße. Der Mann starb noch am Unfallort an seinen schweren Verletzungen.

Mitte: Radfahrer muss nach Sturz reanimiert werden

15.38 Uhr: Ein Radfahrer ist am Samstag in Mitte reanimiert worden. Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, war der 36-Jährige gegen 10.30 Uhr auf dem Radweg der Chausseestraße ohne Fremdeinwirkung gestürzt. Zwei Polizisten leisteten Erste Hilfe. Als der Radfahrer das Bewusstsein verlor, leiteten die beiden Einsatzkräfte, die eine Ausbildung als Rettungssanitäter haben, Reanimationsmaßnahmen ein, die von Einsatzkräften der Feuerwehr fortgesetzt wurden. Der 36-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen dauern an und wurden von einem Fachkommissariat der Direktion 5 (City) übernommen.

Sonderverkehrskontrolle in Reinickendorf – Polizist erleidet Verletzung

15.05 Uhr: Die Polizei hat in Reinickendorf am Freitag Autofahrer im Hinblick auf Drogen- oder Alkoholkonsum kontrolliert. Dafür wurden an der Residenzstraße und Lindauer Allee in der Zeit von 18 bis 22 Uhr Kontrollstellen eingerichtet. Außerdem berieten die Beamten in Pavillons interessierte Bürger zu Themen im Straßenverkehr.

Ebenfalls vor Ort waren Mitarbeiter des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, die bei der Kontrolle von Fahrzeugen für die gewerbliche Personenbeförderung unterstützten. Es wurden 22 Pkw kontrolliert, davon hatte ein gutes Drittel Mängel.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Insgesamt wurden während der Sonderverkehrskontrolle rund 120 Fahrzeuge kontrolliert, 117 verkehrsaufklärende Gespräche geführt, 44 Anzeigen zu Ordnungswidrigkeiten und zehn Mängelberichte gefertigt, vier Drogenschnelltest durchgeführt und zwei Blutentnahmen angeordnet. In der Spitze waren rund 60 Polizisten im Einsatz.

Bei der Sonderverkehrskontrolle kam es zu zwei Vorfällen:

  • An der Lindauer Straße bat ein Polizist gegen 18.30 Uhr einen 22 Jahre alten Passanten, der sich zwischen den Absperrhüttchen auf der Fahrbahn auf und ab bewegte, dass er den Kontrollbereich verlassen solle. Daraufhin habe der Mann die Beamten beleidigt. Als diese den 22-Jährigen aufforderten, seinen Personalausweis zu zeigen, schlug er einem der Polizisten gegen den Oberkörper. Der 22-Jährige wurde festgenommen. Dabei leistete er Widerstand und verletzte einen Beamten an der Hand. Ein Richter ordnete eine Blutentnahme in einem Krankenhaus an. Außerdem wurde die Identität des 22-Jährigen festgestellt.
  • Ein Polizist erhielt über eine App eines Ersthelfer-Alarmierungssystems einen Notruf. Zwei Beamte fuhren mit Blaulicht zur Residenzstraße. Ein Beamter, ein ausgebildeter Rettungssanitäter, begann dort, eine Frau zu reanimieren. Danach übernahm ein Notarzt. Die Patientin konnte erfolgreich wiederbelebt werden. Sie wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Autos durch Feuer in Neukölln beschädigt

12.50 Uhr: Fahrzeuge haben am Samstag an der Wildenbruchstraße in Neukölln gebrannt. Ein Passant hatte gegen 5.30 Uhr Feuer an zwei Pkw bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Die Brandbekämpfer löschten die Flammen, konnten jedoch nicht verhindern, dass die Autos fast vollständig ausbrannten und ein weiteres Fahrzeug beschädigt wurde. Es wurden keine Personen verletzt, teilte die Polizei mit. Während der Löscharbeiten war die Wildenbruchstraße zwischen Hüttenroder Weg und Kiehlufer bis kurz nach 6 Uhr gesperrt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung dauern an und wurden von einem Brandkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.

Mann schubst Frau in Mitte und entreißt ihr die Handtasche

11.20 Uhr: Eine Frau ist am Freitag im Hansaviertel in Mitte überfallen worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, war die 77-Jährige gegen 17.10 Uhr gerade auf dem Heimweg vom Einkaufen. An der Flensburger Straße habe sie ein Mann von hinten geschubst und gleichzeitig an ihrer Handtasche gezogen. Die Seniorin stürzte und erlitt Verletzungen im Gesicht und an einer Hand. Der Angreifer flüchtete mit der entrissenen Tasche in unbekannte Richtung. Passanten verständigten Rettungskräfte, die die Frau in ein Krankenhaus brachten. Die Ermittlungen zu dem Straßenraub dauern an und wurden von der Kriminalpolizei der Direktion 2 (West) übernommen.

Verkehrsbehinderungen in Mitte wegen Demo gegen rechts

11.06 Uhr: Wegen der angekündigten Menschenkette um das Reichstagsgebäude in Mitte müssen sich Autofahrer auf einige Einschränkungen gefasst machen. „Schon ab dem Vormittag kommt es zu umfangreichen Sperrungen im Bereich Regierungsviertel, Scheidemannstraße, Dorotheenstraße, Paul-Löbe-Allee und Reichstagufer“, teilte die Verkehrsinformationszentrale am Samstag mit.

Auch die Straße des 17. Juni und der Bereich Washingtonplatz würden voraussichtlich im Laufe des Tages gesperrt. Sie rief dazu auf, den Bereich weiträumig zu umfahren. „Aufgrund der Demonstration ist auch an den Bahnhöfen Brandenburger Tor, Bundestag und Hauptbahnhof mit Einschränkungen zu rechnen.“ Die Polizei ist mit 700 Kräften bei dem Protest im Einsatz. Über die Demonstration gegen rechts berichten wir ausführlich in diesem Blog.

BM/dpa