Berlin. Hasso Plattner wurde in Berlin geboren. Doch mittlerweile meidet der 80-Jährige die deutsche Hauptstadt. Er übt scharfe Kritik.
Hasso Plattner, der Mitbegründer der Software-Firma SAP, macht lieber einen Bogen um Berlin. In einem Interview mit der „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) sagte der 80-Jährige: „Ich bin Berliner, aber ich fahre nicht mehr nach Berlin, ich bleibe in meinem Potsdam. Dass ganze Stadtteile scheinbar übernommen wurden von Arabern, dass dort deren Ethik und Verständnis für Gesetze gelebt wird, ist nicht gut. Hinter vorgehaltener Hand sagt jeder, dass da etwas schiefgegangen ist.“
Auf Nachfrage der Schweizer Zeitung, was genau schiefgangen ist, antwortete er: „Die Integration, die Erziehung, die Schulpolitik“. Über die Probleme werde nicht offen gesprochen. „Aber keiner geht hin und sagt: Ja, das ist schiefgegangen, jetzt müssen wir es ändern. Weil das auch wieder unpopulär ist.“
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Hasso Plattner über die AfD: Ein Verbot würde die Partei stärker machen
Der Mäzen spricht auch über den Aufstieg der AfD. Dieser mache ihm große Sorge. „Nehmen wir mal an, in Amerika kippt die Demokratie. Dann hat die westliche Welt ein großes Problem. Auf einmal müssten wir es selbst richten. Und das mit einem Drittel von Menschen in Deutschland, die ähnlich denken wie Trump, und die ganz schnell vielleicht 50 Prozent sein könnten“, sagte Plattner.
In Deutschland wird derzeit über ein Verbot der AfD diskutiert. Ein Verbot hält Plattner aber nicht für sinnvoll: „Das würde sie nur noch stärker machen, denn es gibt eine starke Gruppe in der Bevölkerung, die dem Gedankengut der AfD sehr nahesteht.“ BM