- Bewaffnete Männer überfielen einen Kiosk in Oberschöneweide
- In Steglitz verunglückte ein Raser auf der Flucht vor der Polizei
- Im Märkischen Viertel soll ein Schüler seinen Mitschüler angegriffen und mit dem Tod gedroht haben
- In Altglienicke wurden zwei Autodiebe festgenommen
- Eine Seniorin und ein Kind (8) erlitten bei einem Wohnungsbrand in Waidmannslust Verletzungen
- Die Polizei stellte bei Lokalkontrollen in Neukölln mehrere Verstöße fest
Berlin. Die Feuerwehr ist in der vergangenen Nacht zu einem Einsatz nach Waidmannslust ausgerückt. Dort war in einem Haus ein Feuer ausgebrochen. Es wurden eine Frau und ein Kind verletzt. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. In Neukölln kontrollierte die Polizei mehrere Lokale. Dabei wurde u.a. 50 Kilogramm unversteuerter Tabak entdeckt. Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Blaulicht-News vom Vortag lesen Sie hier.
Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 27. Januar 2024: Mehrere Pkws in Steglitz beschädigt: Raser verunglückt auf der Flucht
15.21 Uhr: Ein Autofahrer ist in der vergangenen Nacht in Steglitz auf der Flucht vor der Polizei verunglückt. Zuvor waren die Beamten um kurz vor Mitternacht auf das zu schnell fahrende Auto am Walther-Schreiber-Platz aufmerksam geworden und wollten es anhalten. Der Fahrer ignorierte jedoch die Anhaltesignale und flüchtete über die Saarstraße auf die A103. Die Polizei brach dort die Verfolgung ab, weil der Autofahrer zu schnell unterwegs war und es deswegen eine Gefahr für andere Autofahrer gab.
Kurze Zeit später stellten die Polizisten an der Ausfahrt Wolfensteindamm ein verunfalltes Auto fest. Der 24 Jahre alte Autofahrer war zuvor auf der rechten Spur gefahren und gegen den Mercedes eines 36-Jährigen geprallt, der dort verkehrsbedingt gehalten hatte. Der Mercedes wurde wiederum auf den vor ihm wartenden VW eines 48-Jährigen geschoben. Der 24 Jahre alte Raser touchierte auch noch einen Ford, mit dem eine 34-Jährige auf der linken Spur unterwegs war. Bei der Crash-Fahrt des 24-Jährigen wurden laut Polizeiangaben keine Personen verletzt.
Die Einsatzkräfte nahmen den 24 Jahre alten Raser fest. Er habe sich geständig gezeigt und den Beamten gesagt, dass er vor seiner Fahrt Alkohol getrunken habe. Eine Alkoholkontrolle ergab einen Wert von mehr als 1 Promille. In einem Polizeigewahrsein wurde ihm Blut abgenommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er entlassen. Sein Auto sowie seinen Führerschein beschlagnahmten die Einsatzkräfte. Die weiteren Ermittlungen hat ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 4 (Süd) übernommen.
Bewaffnete Männer überfallen Kiosk in Oberschöneweide
15.14 Uhr: Zwei bewaffnete Männer haben in der vergangenen Nacht einen Kiosk an der Wilhelminenhofstraße in Oberschöneweide im Bezirk Treptow-Köpenick überfallen. Während einer der beiden Räuber den 35 Jahre alten Angestellten um kurz vor Mitternacht mit einer Schusswaffe bedrohte, ging sein Komplize hinter den Tresen und stahl Tabakwaren sowie Geld aus der Kasse. Anschließend flüchteten sie in Richtung Kaisersteg. Fahnder entdeckten die beiden Verdächtigen kurz darauf in einem Linienbus und nahmen sie fest. Bei ihnen fanden sie die Beute und die Tatwaffe. Das Duo wurde in einen Polizeigewahrsam gebracht. Dort wurden die Männer erkennungsdienstlich behandelt und später wieder entlassen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Raubes führt das zuständige Fachkommissariat.
Märkisches Viertel: Schüler droht Mitschüler mit dem Tod – Staatsschutz ermittelt
13.55 Uhr: An einer Schule im Märkischen Viertel im Bezirk Reinickendorf soll ein Schüler am Freitag einen Mitschüler angegriffen haben. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, habe der 15-Jährige den 14-Jährigen gegen 11.30 Uhr im Gymnasium an der Königshorster Straße zunächst rassistisch beleidigt. Anschließend habe er ihn angegriffen und verletzt. Er soll ihm auch mit dem Tode gedroht haben, nachdem der 14-Jährige sich dem Lehrpersonal anvertraut hatte. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.
Kennzeichendubletten und Schlüssel im Pkw: Autodiebe auf frischer Tat in Altglienicke ertappt
13.35 Uhr: Zwei Autodiebe sind am Freitag in Altglienicke in Treptow-Köpenick festgenommen worden. Fahnder waren gegen 13.15 Uhr auf die zwei Männer aufmerksam geworden, die in einem Auto mit frischen Einbruchspuren auf dem Uranusweg unterwegs waren. Die Polizisten hielten den Ford an und nahmen die beiden Verdächtigen im Alter von 28 und 45 Jahren fest, wobei der 45-Jährige noch versuchte zu flüchten. Im Fahrzeug fanden die Einsatzkräfte Kennzeichendubletten sowie mehrere Fahrzeugschlüssel. Den gestohlenen Wagen stellten sie sicher. Die Männer wurden in einen Polizeigewahrsam gebracht und dann dem Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost) überstellt.
Autofahrer erfasst in Spandau beim Linksabbiegen Radfahrerin
12.19 Uhr: Eine Radfahrerin ist am Freitag bei einem Unfall in Falkenhagener Feld im Bezirk Spandau verletzt worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, hatte ein 40 Jahre alter Autofahrer die 74-Jährige gegen 8 Uhr beim Linksabbiegen von der Pionierstraße auf die Kisselnallee erfasst. Die Radfahrerin stürzte und erlitt eine Kopfverletzung. Rettungskräfte brachten sie in ein Krankenhaus. Der Mann sowie seine Beifahrerin und zwei weitere Mitfahrer blieben unverletzt. Die weiteren Ermittlungen führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 2 (West).
Frau und Kind bei Wohnungsbrand in Reinickendorf verletzt – Hubschrauber im Einsatz

8.15 Uhr: Eine Frau und ein Kind sind am Freitag bei einem Wohnungsbrand in Waidmannslust im Bezirk Reinickendorf verletzt worden. Wie die Feuerwehr am Samstag mitteilte, wurde die 79-Jährige, die Brandverletzungen erlitten hatte, mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Lebensgefahr besteht dem Vernehmen nach nicht, erklärte die Polizei. Das achtjährige Kind kam mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Zudem klagten eine 80-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann über Atembeschwerden. Sie wurden ambulant vor Ort behandelt.
Update:
— Berliner Feuerwehr (@Berliner_Fw) January 27, 2024
Eine schwer verletzte Person wurde mit #ITH #Christoph_Berlin in Spezialklinik geflogen. 4 weitere Personen versorgte der Rettungsdienst, davon kam eine Person ebenfalls in eine Klinik. Aufwendige Nachlöscharbeiten. Einsatz dauerte 5h. Gebäude durch Bauaufsicht gesperrt. pic.twitter.com/jpjv6tc7mH
Das Feuer war im ersten Obergeschoss eines dreistöckigen Wohnhauses am Oraniendamm ausgebrochen. Anwohner hatten gegen 21.50 Uhr Rauch aus der Wohnung einer 79-Jährigen bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Die Einsatzkräfte löschten die Flammen und retteten die 79-jährige Mieterin aus ihrer Wohnung. Weitere Bewohner konnten sich selbst in Sicherheit bringen.

Die Feuerwehr war mit 80 Kräften im Einsatz und konnte eine Ausbreitung des Feuers auf weitere Geschosse und das Dach verhindern. Während der Löscharbeiten war der Oraniendamm zwischen Florastraße und Zabel-Krüger-Damm rund vier Stunden lang gesperrt. Aufgrund einer akuten Einsturzgefahr ist das Haus unbewohnbar. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung werden von einem Brandkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.
50 Kilogramm illegaler Tabak bei Lokalkontrollen in Neukölln entdeckt

4.40 Uhr: Die Polizei hat am Freitagabend sieben Lokale und Shishabars in Neukölln kontrolliert. Ersten Informationen von vor Ort zufolge wurden folgende Verstöße festgestellt:
- sechsmal Schwarzarbeit, mindestens sechs weitere Verstöße gegen gewerberechtliche Vorschriften
- rechtswidrige Kassenführung in vier Lokalen
- in vier Lokalen wurde rund 50 Kilogramm illegaler Shsihatabak entdeckt
- Verstöße bei der Betreibung von zwei Geldspielgeräten
- aufgrund von Steuerrückständen wurden fünf hochwertige Spielekonsolen und insgesamt sechs Großbildfernseher beschlagnahmt
- ein schwertähnliches Messer und Kfz-Kennzeichen mit ungeklärtem Eigentumsverhältnis wurden sichergestellt

Die Lokalkontrollen fanden unter Leitung der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Zigaretten (GE Zig) von Zollfahndung und Landeskriminalamt statt. Unterstützt wurden die Kräfte von einer Einsatzhundertschaft, der Steuerfahndung, vom Finanzamt und Ordnungsamt Neukölln.
BM/dpa


