- In Pankow wurde eine Frau mit einer Schreckschusswaffe bedroht.
- In Reinickendorf wurde ein Fußgänger angefahren
- In Oder-Spree gab es am Dienstag einen tödlichen Unfall. Wie nun bekannt wurde, kam ein Künstler-Paar ums Leben
- In Köpenick wurde ein toter Mann gefunden, die Polizei sucht nach Zeugen
Berlin. In Pankow ist am Sonntag eine Frau mit einer Schreckschusspistole bedroht worden. Die Polizei nahm einen Mann fest. In Reinickendorf wurde ein Fußgänger angefahren. Die Blaulicht-News vom Vortag lesen Sie hier.
Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 8. Januar 2024: Seniorin nach Unfall in Friedrichshagen gestorben
16.46 Uhr: Nach einem Unfall in Friedrichshagen im Bezirk Treptow-Köpenick ist eine Seniorin in der Nacht zum Sonntag im Krankenhaus gestorben. Die 89-Jährige hatte am vergangenen Donnerstag mit ihrem Rollator den Fürstenwalder Damm überquert und war dort von einem Autofahrer angefahren worden, berichtete die Polizei am Montag. Der 46-Jährige habe mit seinem Wagen zunächst an der Haltestelle Ahornallee hinter einer stehenden Tram gehalten und beim Losfahren die Fußgängerin übersehen. Laut Polizei hatte die 89-Jährige bei dem Unfall schwere Kopfverletzungen erlitten und war ins Krankenhaus gekommen. Der Fürstenwalder Damm war an der Unfallstelle rund sechs Stunden lang gesperrt. Die Polizei ermittelt zum genauen Unfallhergang.
U-Bahn-Fahrgast soll Kontrolleur in Neukölln beleidigt haben
16.14 Uhr: Ein Fahrscheinkontrolleur soll am Montag in Neukölln fremdenfeindlich beleidigt worden sein. Wie die Polizei mitteilte, soll der 42-Jährige gegen 10.20 Uhr mit seinen drei Kollegen den Fahrschein eines 33-Jährigen in der U7 in Richtung Rathaus Spandau kontrolliert haben. Da das Ticket ungültig gewesen sein soll, sollen die Kontrolleure den Fahrgast zum Ausstieg aufgefordert haben. Während der 42-Jährige dem 33-jährigen Mann dann an der Station Hermannplatz einen Bescheid ausstellte, soll ihn dieser fremdenfeindlich beleidigt und sich geweigert haben, den Bahnhof zu verlassen. Polizisten überprüften die Personalien des Mannes und begleiteten ihn aus dem Bahnhof. Die weiteren Ermittlungen hat ein Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes des Landeskriminalamtes übernommen.
Oder-Spree: Künstlerpaar stirbt bei Verkehrsunfall – Ermittlungen gegen Fahrer
15.16 Uhr: Bei den zwei Toten eines Verkehrsunfalls vom vergangenen Dienstag bei Briesen (Oder-Spree) handelt es sich um den Brandenburger Künstler Roland Rother und seine Frau. Das bestätigte ein Sprecher des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst hatten das Frankfurter Stadtradio 91.7 Oderwelle, die „Märkische Oderzeitung“ und „Bild“ berichtet.
Der 79-Jährige und seine 76-jährige Frau waren am vergangenen Dienstag mit dem Auto auf der Landesstraße 384 zwischen Alt Madlitz und Wilmersdorf unterwegs gewesen, als der Wagen eines Autofahrers mit dem Fahrzeug des Paares an einer Kreuzung zusammenstieß. Der Künstler und seine Frau starben noch am Unfallort. Der 28-jährige Fahrer des anderen Wagens und eine 32 Jahre alte Beifahrerin blieben unverletzt.
Ein durchgeführter Drogenschnelltest bei dem 28-Jährigen schlug nach Polizeiangaben auf Kokain an. Ein abschließender Bericht der Rechtsmedizin liegt nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht vor. Sie hat Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Die Obduktion der Leichen habe ergeben, dass die Verletzungen durch den Zusammenstoß todesursächlich seien, sagte Sprecherin Ricarda Böhme der dpa. Auch ein vorläufiger Entzug des Führerscheins sei beantragt worden. Der Beschuldigte sei auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft sehe noch keine Haftgründe, so Böhme. Ein Gutachten zur genauen Unfallursache steht ihr zufolge noch aus.
Das Brandenburgische Landesmuseum zeigte sich erschüttert über den Tod Rothers und seiner Frau. Als Künstler sei er in der Region sehr bekannt, sagte der Sprecher. Das Museum hatte im Februar 2023 im Packhof in Frankfurt (Oder) eine Doppelausstellung mit etwa 20 Plastiken und Zeichnungen von Rother und Bildern der Berliner Künstlerin Kerstin Seltmann gezeigt. In der Innenstadt von Frankfurt (Oder) - Rothers Heimatstadt - sind einige seiner Plastiken zu entdecken, aber auch in Eisenhüttenstadt, Briesen, Beeskow (Oder-Spree) und in Wohngebieten Berlins stehen Skulpturen.
Nach Leichenfund in Köpenick – Polizei sucht Zeugen
15.52 Uhr: Nach dem Fund eines toten Mannes in Köpenick sucht die Polizei nach möglichen Zeugen eines Gewaltverbrechens. Wie die Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag angaben, werde derzeit von einem Tötungsdelikt ausgegangen. Nach ersten Ermittlungen könnte der 43-Jährige bereits am Tag vor dem Fund getötet worden sein. Laut Polizei war der Tote ukrainischer Staatsbürger. Mehr darüber lesen Sie hier.
Frau mit Schreckschusswaffe in Pankow bedroht
10.01 Uhr: Am Sonntagmorgen wurde ein Mann vorläufig festgenommen, der in Pankow eine 22-Jährige mit einer Schreckschusswaffe bedroht haben soll. Die Frau gab an, gegen 8 Uhr mit ihrem Pkw in der Vesaliusstraße auf einen Bekannten gewartet zu haben, als der 34-Jährige zusammen mit einem 25-Jährigen und einem weiteren, unbekannt gebliebenen Begleiter an ihr Auto herangetreten sein und die Begleichung angeblicher Schulden gefordert haben soll. Dabei soll er mit einer zuvor durchgeladenen schwarzen Pistole auf ihr Gesicht gezielt haben. Als der Bekannte der 22-Jährigen erschien, sollen sich die drei Männer entfernt haben. Die 22-Jährige blieb unverletzt und alarmierte die Polizei. Nach Erlass eines richterlichen Beschlusses durchsuchten Einsatzkräfte die Wohnung des 34-Jährigen und beschlagnahmten dort neben mehreren PTB- und Softair-Waffen auch Macheten und Betäubungsmittel. Der 34-Jährige konnte in der Wohnung, der 25-Jährige in der Nähe festgenommen werden. Die beiden mussten sich im Polizeigewahrsam erkennungsdienstlichen Behandlungen unterziehen; dem 34-Jährigen wurde zudem Blut abgenommen.
Autofahrer fährt in Reinickendorf Fußgänger an
9.55 Uhr: Bei einem Verkehrsunfall in Reinickendorf wurde in der vergangenen Nacht ein Fußgänger verletzt. Nach den bisherigen Ermittlungen und Aussagen befuhr der 21-jährige Fahrer eines Pkw gegen 22.10 Uhr die Roedernallee in Richtung Teichstraße. Beim Rechtsabbiegen in die Lindauer Allee soll der junge Fahrer den 62 Jahre alten Fußgänger angefahren haben. Dieser erlitt Kopfverletzungen und wurde durch alarmierte Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht, wo er stationär aufgenommen wurde. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an und wurden von einem Fachkommissariat für Verkehrsdelikte übernommen.


