• Zwei Festnahmen in Neuköllner High-Deck-Siedlung
  • „Kokstaxis“: In Tempelhof kann die Polizei drei Männer wegen versuchten Drogenhandels festnehmen
  • Ein Unbekannter greift einen Mann in Mitte mit einem Messer an – Not-OP
  • In Lichtenberg erleidet ein Motorradfahrer lebensbedrohliche Verletzungen
  • Ein Mann greift in Neu-Hohenschönhausen ein Mädchen rassistisch an

Berlin. In Lichtenberg gab es einen schweren Unfall mit einem Motorradfahrer und einen rassistischen Angriff auf eine Jugendliche. Die Polizei hat in Neukölln zwei mutmaßliche Räuber festgenommen – ist einer der beiden ein Clan-Mitglied. Hier lesen Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Blaulicht-News vom Vortag lesen Sie hier.

Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 23. November: Zwei Verletzte nach Unfall mit Feuerwehrwagen

20.30 Uhr: Während der Einsatzfahrt eines Löschfahrzuges der Berliner Feuerwehr
kam es zu einem Unfall mit einem Auto in Tempelhof. Zwei Personen wurden dabei verletzt und kamen nach notärztlicher Behandlung mit dem Rettungsdienst in eine Klinik, wie die Feuerwehr via X mitteilte.

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Rechte Straftaten nicht bearbeitet - Ermittlungen gegen Polizisten

19.12 Uhr: Beim für politisch motivierte Straftaten zuständigen Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes sind rund 300 Fälle nicht bearbeitet worden. Die Polizei ermittelt wegen Strafvereitelung im Amt in den eigenen Reihen, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. Zuvor hatte die „B.Z“ berichtet. Im Fokus stehen der frühere Kommissariatsleiter und ein Sachbearbeiter der Abteilung, die für rechte Straftaten zuständig ist.

Bei einem Führungswechsel in dem Kommissariat seien den neuen Chefs die unbearbeitet oder unzureichend bearbeiteten Verfahren aufgefallen, erklärte die Polizeisprecherin. Nach ihren Angaben stammen die liegen gebliebenen Verfahren größtenteils aus den Jahren 2020 und 2021. Sie seien zwischenzeitlich überprüft und der Staatsanwaltschaft für eine rechtliche Bewertung zugeschickt worden. Auf Grundlage der Ermittlungsaufträge von dort setze die Polizei dann die Recherchen fort. Eine Frage sei, wem die liegen gebliebenen Akten strafrechtlich anzulasten seien, so die Sprecherin.

Räuber fahren mit Auto in Juweliergeschäft - Wagen fängt Feuer

17.16 Uhr: Unbekannte Räuber sind mit einem Auto in Berlin-Steglitz durch die verschlossene Tür eines Juweliers gefahren. Die Täter zerschlugen am frühen Donnerstagmorgen in der Schloßstraße mehrere Vitrinen in dem Geschäft und entwendeten Schmuck, wie die Polizei mitteilte. Demnach flüchteten die Täter, ihren Wagen ließen sie zurück. Das Auto geriet aus zunächst unbekannten Gründen in Brand, durch den ein weiteres Fahrzeug, ein weiteres Geschäft, die Fassade eines Mehrfamilienhauses und ein Baum beschädigt wurden. Die Feuerwehr löschte das Feuer. Die Polizei ermittelt. Den Angaben zufolge waren die Kennzeichen an dem Tatwagen zuvor gestohlen worden.

Die Tat erinnert an den Blitzüberfall nahe dem Berliner Prachtboulevard Kurfürstendamm im Januar 2019. Zwei Maskierte fuhren mit einem Auto ins Schaufenster eines Juweliers und erbeuteten Uhren und Schmuck. Sie waren mehrfach gegen die Schaufensterscheibe des Geschäfts gefahren, um hineinzukommen. Im Juni 2023 durchbrachen unbekannte Täter in einem Einkaufszentrum in Lichtenberg gleich zwei Eingänge mit der Wucht ihres Autos, um Schmuck aus einem Juweliergeschäft zu stehlen.

Mann in Mitte mit Messer angegriffen – Not-OP in Klinik

13.02 Uhr: Ein 36-Jähriger ist in Mitte von einem Mann mit einem Messer attackiert und schwer verletzt worden. Der Angegriffene erlitt am Mittwochnachmittag in der Stockholmer Straße Stichverletzungen im linken Unterbauch und am rechten Oberarm, wie die Polizei mitteilte. Demnach musste er in einem Krankenhaus notoperiert werden. Der Angreifer flüchtete. Die Polizei ermittelt. Weitere Angaben zu der Attacke lagen zunächst nicht vor.

Durchsuchungen in Neuköllner Siedlung – Zwei Festnahmen

12.06 Uhr: Die Polizei hat zwei mutmaßliche Räuber in ihren Wohnungen in Neukölln festgenommen. Die Einsatzkräfte untersuchten in der High-Deck-Siedlung an der Sonnenallee zwei Wohnungen eines 24-Jährigen und 26-Jährigen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Demnach konnten die Beamten diverse Beweismittel beschlagnahmen, darunter auch eine Schusswaffe mit Munition und Mobiltelefone. Die Beschuldigten kamen in Gewahrsam und sollten noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Grund für die Durchsuchungen war den Angaben zufolge ein Raub am 8. August, bei dem drei Männer einen 26-Jährigen in seiner Wohnung in der Grenzallee geschlagen, getreten und unter Vorhalten einer Schusswaffe beraubt haben sollen. Die Täter sollen zwei Handys erbeutet haben und mit ihnen geflüchtet sein.

Wie die „B.Z.“ unter Berufung auf Bild-Informationen berichtete, handelt es sich bei einem der Festgenommenen um das Mitglied eines kriminellen Clans. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach Angaben einer Sprecherin wegen schweren Raubs. Es werde geprüft, ob ein möglicher Bezug zu organisierter Kriminalität besteht.

Busscheiben eingeschmissen – Ein verletzter Fahrgast

11.19 Uhr: Unbekannte haben am Mittwochabend in Mitte zwischen 21.45 Uhr und 22 Uhr gleich zwei BVG-Busse der Linie 165 beschädigt. Beide Fahrzeuge traf auf der Köpenicker Straße zwischen der Heinrich-Heine-Straße und der Michaelkirchstraße mutmaßlich ein Stein. Beim ersten Angriff wurde niemand verletzt. Nach der Attacke auf den anderen Bus klagte ein 51-jähriger Mann über einen Tinnitus und Schmerzen im Bereich der Ohren. In den Bussen selbst konnten Beamte keine Wurfgeschosse finden. In der Nähe der Busse fanden sie jedoch einen Stein – das mutmaßliche Tatmittel. Die BVG musste den Busverkehr im Bereich der Köpenicker Straße einstellen.

Polizei spricht von „Zwei Kokstaxis“ – Festnahme von mutmaßlichen Drogenhändlern

10.55 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, konnten am Mittwoch drei Personen festgenommen werden. Der Verdacht lautet Drogenhandel. Demnach kontrollierten Polizeibeamte gegen 12.30 Uhr in der Manteuffelstraße in Tempelhof den Nissan eines 28-jährigen Fahrers. Für die Einsatzkräfte auffällig: der starke Cannabis-Geruch, der aus dem Auto kam. Sie durchsuchten das Fahrzeug und fanden mehrere Tütchen mit Cannabis. Damit noch nicht genug: Kurz darauf soll an der gleichen Anschrift ein BMW angekommen sein. Der Fahrer dieses Wagens, ein 29-Jähriger, ging in ein Haus und kam mit einer gefüllten Plastiktüte zurück. Die Beamten kontrollierten auch ihn und fanden Drogen, darunter Cannabis und Kokain. Der Polizei gelang es schließlich auch, die besuchte Wohnung ausfindig zu machen. Die gehörte einem 46-Jährigen, der Bargeld, Cannabis, Kokain und einen Tresor, in dem sich weitere Drogen befanden, bei sich zu Hause hatte. Die Polizei nahm alle drei Männer daraufhin fest.

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10.41 Uhr: Eine 16-Jährige soll ich Neu-Hohenschönhausen rassistisch beleidigt und bedroht worden sein. Demnach gab das Mädchen an, gegen 15.30 Uhr mit ihren zwei jüngeren Geschwistern unterwegs gewesen zu sein. An der Kreuzung Vincent-van-Gogh-Straße Ecke Warnitzer Straße sei ihr ein Mann aufgefallen, der sie verfolgt habe. Dieser habe sie schließlich rassistisch und fremdenfeindlich beleidigt, außerdem gedroht, ihr das Kopftuch abzunehmen. Ein Passant habe die Situation beobachtet und habe sich eingemischt. Daraufhin sei der vermeintliche Täter verschwunden.

9.46 Uhr: Am Mittwochnachmittag hatte ein Motorradfahrer in Rummelsburg (Lichtenberg) einen schweren Verkehrsunfall mit lebensbedrohlichen Verletzungen. Laut Polizeimeldung fuhr der 46-Jährige auf der Hauptstraße vom S-Bahnhof Rummelsburg kommend in Richtung Blockdammweg. Aus ungeklärter Ursache kam er von der Fahrspur ab und rutschte in die Gleisanlage der Straßenbahn. Rettungskräfte mussten den Mann mit lebensbedrohlichen Verletzungen an Rumpf und Kopf ins Krankenhaus bringen.