- Passanten stoppten einen Supermarkt-Räuber in Reinickendorf
- Mitte: Mann wirft bei Streit Tisch aus Fenster
- In Kreuzberg wurde eine Jugendliche angefahren, als sie bei Rot kreuzte
- Rollstuhlfahrerin in Marzahn angefahren und verletzt
- Mann im Plänterwald brutal erstochen
Berlin. In einer Berliner Sprachschule soll ein Mann einen Tisch aus der vierten Etage geworfen haben – und dabei einen Mann nur knapp verfehlt haben. Grausige Szenen spielten sich am späten Montagabend im Plänterwald ab. Ein Mann wurde im strömenden Regen mit einem Messer so schwer verletzt, dass er auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb. Polizeibeamte nahmen in unmittelbarer Nähe einen Mann in erratischem Zustand fest. Erste Indizien deuten darauf hin, dass es sich bei ihm um den Täter handelt. Hier lesen Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Blaulicht-News vom Vortag lesen Sie hier.
Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 21. November: Mann wirft im Streit Tisch aus Fenster – Mitarbeiter knapp verfehlt
17.58 Uhr: Bei einem Streit in einer Berliner Sprachschule soll ein 39-Jähriger einen Tisch aus der vierten Etage geworfen und einen Mann nur knapp verfehlt haben. Eine Mordkommission ermittle wegen eines versuchten Tötungsdeliktes, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Demnach soll der Mann am Dienstagvormittag mit anderen Kursteilnehmern in Streit geraten sein. Als er den Tisch aus dem Fenster geworfen habe, soll dieser das Plexiglas einer Lichtkuppel von oben durchschlagen haben.
Ein 24-jähriger Mitarbeiter, der im darunterliegenden Büro gearbeitet hatte, soll nur knapp verfehlt worden sein. Polizisten nahmen den mutmaßlichen Tatverdächtigen fest. Die Ermittlungen dauerten an.
Mann entreißt Supermarkt-Kassiererin Geldkassette – Passanten zeigen Courage
10.15 Uhr: Dank aufmerksamer Zeuginnen und Zeugen konnten Polizeibeamte am Montagmittag in Reinickendorf einen vermeintlichen Räuber festnehmen. Demzufolge lief eine 54-jährige Mitarbeiterin eines Supermarktes in der Ollenhauerstraße um kurz nach 12 Uhr mit dem Einsatz einer Kasse zum öffentlich nicht zugänglichen Mitarbeiterbereich. Auf dem Weg dorthin rempelte ein 34-jähriger Mann die Frau an, entriss ihr den Kasseneinsatz und rannte damit aus dem Markt. Auf der Flucht stolperte er, verlor den Kasseneinsatz, entnahm daraus Geld und konnte kurz darauf von zwei Zeugen gestellt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden.
Unfall in Kreuzberg: 17-jährige Fußgängerin ignoriert rote Ampel und wird angefahren
10.10 Uhr: Eine Jugendliche landete am Montagnachmittag nach ein Verkehrsunfall in Kreuzberg auf der Intensivstation. Gegen 14.40 Uhr überquerte sie bei Rot die Straße Hasenheide an der Einmündung Jahnstraße, ohne dabei auf den Verkehr zu achten. Eine 43-jährige Frau, die mit ihrem Krankentransporter auf der mittleren Fahrspur auf der Hasenheide in Richtung Südstern unterwegs war, konnte gerade noch rechtzeitig bremsen. Dem 41-jährigen Fahrer eines BMW auf der linken Spur gelang das nicht mehr. Er fuhr die 17‑Jährige an. Alarmierte Rettungskräfte brachten sie mit inneren Verletzungen ins Krankenhaus, wo sie auf die Intensivstation kam.
Rollstuhlfahrerin in Marzahn angefahren und verletzt
10 Uhr: Am Montagmorgen kam es in Marzahn zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Rollstuhlfahrerin verletzt wurde. Gegen 9.20 Uhr befuhr eine 41-jährige Frau mit ihrem Wagen den Arendsweg und bog nach rechts auf die Rhinstraße ab. Dabei übersah sie offenbar die 27-jährige Rollstuhlfahrerin, die die Rhinstraße bei Grün überquerte. Es kam zum Zusammenstoß. Alarmierte Rettungskräfte brachten die Rollstuhlfahrerin mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus. Sie musste operiert und intensivmedizinisch betreut werden. Die Autofahrerin blieb unverletzt, stand aber beim Eintreffen der Einsatzkräfte sichtbar unter dem Eindruck des Geschehens.
Mann im Plänterwald brutal niedergestochen – Festnahme

6 Uhr: Gestern Abend wurde ein 29 Jahre alter Mann brutal im Plänterwald erstochen. Rettungskräfte der Berliner Polizei und Feuerwehr trafen gegen 22 Uhr am Montagabend in der verlängerten Kiehnwerderallee ein und fanden einen blutüberströmten, leblosen vor. Einsatzkräften machten sich sofort daran, den Mann mit Reanimationsmaßnahmen zu retten. Diese scheiterten allerdings. Das Opfer, das mehrere Stichwunden erlitten hatte, wurde in der Ambulanz auf dem Weg ins Krankenhaus für tot erklärt.

Aufmerksam geworden war die Polizei, nachdem der mutmaßliche Täter gegen 21.40 Uhr in einer nahegelegenen Tankstelle erschienen war und bekannt gegeben hatte, gerade einen Menschen getötet zu haben. Der 34 Jahre alte Mann führte anschließend die Einsatzkräfte durch den Treptower Park zum Tatort an einer Uferstelle der Spree, wo er sofort festgenommen wurde.
Dem vermeintlichen Täter wurden Handfesseln angelegt und die Hände in einer Papiertüte zur Spurensicherung verpackt. Der Mann nutzte durchgehend eine vulgäre Sprache und beleidigte immer wieder Beamte. Nur wenig später wurde er abgeführt und mit einem Gefangegentransporter abtransportiert.

Rund 1,5 Kilometer vom Tatort entfernt sperrten Ermittler kurz nach Entdecken der Tat die besagte Tankstelle am Treptower Park ab. Polizeibeamte sichteten dort Videoaufnahmen mit Bezug auf die Bluttat. Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.


