In den Freibädern in Berlin kehrt einfach keine Ruhe ein: Trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen gab es am Sonntag im Prinzenbad in Kreuzberg erneut eine Auseinandersetzung. Wie die Polizei mitteilte, sei es gegen 17 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen gekommen. Ein 32-jähriger Badegast habe versucht, die Parteien zu trennen, als ihn ein 15-jähriger Tatverdächtiger mit der Faust ins Gesicht schlug.

Nachdem der 32-Jährige das Bewusstsein verloren habe, sollen zwei weitere Personen mehrfach auf ihn eingeschlagen und getreten haben. Er zog sich Verletzungen im Kopf- und Oberkörperbereich zu und wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Dicht an dich stehen Menschen an den Kassen des Prinzenbades in Kreuzberg.
Dicht an dich stehen Menschen an den Kassen des Prinzenbades in Kreuzberg.© Paul Zinken/dpa

Der 15-jährige Tatverdächtige konnte vor Ort festgenommen werden. Er wurde nach erfolgter Identitätsfeststellung seiner Familie überstellt. Ein zweiter, ebenfalls 15-jähriger Tatverdächtiger, konnte namhaft gemacht werden. Der dritte Angreifer flüchtete unerkannt vom Tatort.

Laut Polizei Berlin ist es unklar, ob die Verdächtigen namentlich bekannt waren. Zunächst hatte der Tagesspiegel berichtet.

Viele suchen hier an heißen Sommertagen Abkühlung. Doch im Prinzenbad in Kreuzberg (Archivfoto) kam es jüngst zu Schlägereien.
Viele suchen hier an heißen Sommertagen Abkühlung. Doch im Prinzenbad in Kreuzberg (Archivfoto) kam es jüngst zu Schlägereien.© picture alliance/dpa | Fabian Sommer

Nach wiederholter Gewalt in Berliner Freibädern hatten die Betreiber und die Berliner Landesregierung schärfere Sicherheitsmaßnahmen verfügt. Seit vergangenen Samstag ist der Eintritt in die Bäder demnach nur noch mit einem Ausweis möglich. Lesen Sie auch den Kommentar: Der schwarz-rote Senat handelt schnell und pragmatisch

Kontrollen in Freibädern: Nerven liegen blank am Insulaner

Die Sommerbäder Am Insulaner in Steglitz (Bild) und in Pankow sorgen noch für Probleme.
Die Sommerbäder Am Insulaner in Steglitz (Bild) und in Pankow sorgen noch für Probleme. © dpa | Gregor Fischer

Doch nicht nur im Prinzenbad gab es am Wochenende einen Vorfall. Am Samstag rückte die Polizei auch am Sommerbad am Insulaner in Steglitz-Zehlendorf an. Der Grund: Besucher hatte sich beschwert, weil es einen Einlassstopp wegen Überfüllung gab. "Menschen, die vor dem Eingang standen, hat das nicht gefallen, 30 Personen haben das aggressiver geäußert", hieß es von der Pressestelle der Polizei. Die mobile Wache vor Ort habe Unterstützung angefordert, aber als die kam, habe sich die Situation schon beruhigt.

dpa/JP