Gedenken

Newsblog - Glocken der Gedächtniskirche läuten für die Opfer

Vor einem Jahr ereignete sich das Attentat am Breitscheidplatz mit zwölf Toten. Der Tag des Gedenkens im Liveblog.

Berlin gedenkt der Opfer vom Breitscheidplatz

Berlin gedenkt der Opfer des Terroranschlags vom Breitscheidplatz. Genau vor einem Jahr, dem 19. Dezember 2016, steuerte der Attentäter Anis Amri gezielt einen Lkw in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche.

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Berlin gedenkt der Opfer des Terroranschlags vom Breitscheidplatz. Genau vor einem Jahr, dem 19. Dezember 2016, steuerte der Attentäter Anis Amri gezielt einen Lkw in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Elf Menschen starben, Dutzende wurden teils lebensgefährlich verletzt. Den Fahrer des Lastwagens, das zwölfte Todesopfer, hatte Amri erschossen. Der Attentäter entkam zunächst und wurde zwei Tage später in Italien von Polizisten erschossen.

Wir berichten vom Tag des Gedenkens live im Newsblog.

Interaktiv: So nah waren die Behörden Anis Amri

Die offizielle Gedenkveranstaltung für die Opfer des Attentats am Breitscheidplatz ist beendet. Wir beenden hiermit auch unseren Newsblog und wünschen Ihnen noch einen friedlichen Abend!

+++ 20.14 Uhr +++ Die Glocken schweigen wieder. Weitere Menschen legen am Mahnmal Blumen nieder und zünden Kerzen an.

+++ 20.02 Uhr +++ Auf die Minute genau läuten jetzt die Glocken der Gedächtniskirche.

+++ 20.00 Uhr +++ Hunderte Menschen halt Kerzen in der Hand und inne. Gleich schlagen die Glocken der Gedächtniskirche für zwölf Minuten. Eine für jedes Opfer.

+++ 19.50 Uhr +++

+++ 19.36 Uhr +++ Jetzt singt Jocelyn B. Smith. Schwach schallen danach die Rufe der Rechten-Demo bis zum Breitscheidplatz.

+++ 19.33 Uhr +++

+++ 19.25 Uhr +++

+++ 19.20 Uhr +++ Die Demo der NPD startet gleich am Europacenter. Bislang sind es etwa 30 Menschen, viel Polizeischutz. Die Organisatoren haben einen schwarzen Sarg gezimmert, auf dem "Deutschland" steht. Einige linke Gegendemonstranten werden gerade von der Polizei durchsucht.

+++ 19.05 Uhr +++

+++ 18.53 Uhr +++ Eine weitere Demo startet in der Rankestraße: "Berlin gegen Islamismus". Die Demo sei explizit nicht rechtsgerichtet, hieß es vorher. Etwa 200 oder mehr Menschen stehen beisammen. Es wehen Israelfahnen. Auch der AfD-Abgeordnete Frank-Christian Hansel und weitere AfD-Politiker sind da. Die Veranstalter bitten, auf Sprechchöre und Parteizeichen zu verzichten.

+++ 18.45 Uhr +++ Zehn Minuten nach Beginn des Friedensgebets kommen der Regierende Bürgermeister Michael Müller und Abgeordnetenhaus-Präsident Ralf Wieland in die Gedächtniskirche. Müller musste zuvor noch die Urania-Medaille an den Astronauten Alexander Gerst verleihen. Er war Festredner.

+++ 18.37 Uhr +++ Das Friedensgebet hat begonnen. Für den Senat sind Innensenator Andreas Geisel und Staatssekretärin Sawsan Chebli anwesend. Pfadfinder werden das Friedenslicht von Bethlehem verteilen.

+++ 18.29 Uhr +++ Auf der Hardenbergstraße steht das Friedenslicht der Pfadfinder. Die beiden Berliner Pfadfinder Simon und Marc verteilen an dieser Stelle Buttons, die die Hinterbliebenden des Anschlags designt haben. "Wir sammeln Spenden dafür, dass die Opfer des Attentats wieder ins Leben zurückfinden können", sagt Simon.

+++ 18.22 Uhr +++ Alt-Bundespräsident Joachim Gauck und der Opferbeauftragte Kurt Beck sind in der Kirche zum Friedensgebet eingetroffen. Noch gibt es freie Plätze.

+++ 18.19 Uhr +++ Für eine halbe Stunde konnten Polizisten, Feuerwehrleute, Notärzte und andere Retter am Abend innehalten bei einer Andacht in der Kapelle neben der Gedächtniskirche. Gott werde Ihnen helfen, dass das schwarze Loch unter ihnen nicht zu groß werde, tröstete der Pastor.

+++ 18.15 Uhr +++ Bislang nehmen an der Gedenkstelle nur wenige Menschen anteil. Der Breitscheidplatz ist weiter schwer bewacht. Einige junge Frauen gehen vorbei und fragen schwerbewaffnete Polizisten: "Was ist hier los, gab es schon wieder einen Anschlag?" Die meisten Passanten wirken desinteressiert oder haben nichts mitbekommen vom Gedenken.

+++ 18.00 Uhr +++ In diesen Minuten erscheinen Kurt Beck (l.), Opferbeauftragter der Bundesregierung, und Roland Weber, Opferbeauftragter des Landes Berlin, an der Gedächtniskirche. In wenigen Minuten beginnt hier die Friedensandacht.

+++ 17.40 Uhr +++ Das Friedensgebet in der Gedächtniskirche beginnt in wenigen Minuten. Maximal jeder fünfte Platz ist besetzt, aber einige Menschen treffen gerade noch ein, berichtet unser Reporter.

+++ 17.30 Uhr +++ Unter dem Motto "Solidarität statt Hass" findet gerade eine linke Demo vor dem Zoo-Palast an der Hardenbergstraße statt. Etwa 50 Leute sind da. Sie wollen der Opfer gedenken und stellen sich gegen die angebliche "Einschränkung von Freiheitsrechten und Gesetzesverschärfungen". Es gibt Tee und Luftballons.

+++ 16.40 Uhr +++

+++ 16.36 Uhr +++ Um Viertel nach vier stört eine laute Stimme die Stille am Mahnmal. „Wo sind denn die Opfer?“, ruft ein junger, gut angezogener Mann. „Schaut euch das Video im Internet an." Der Mann gehört offenkundig zu den Verschwörungstheoretikern, die das Attentat für eine Erfindung von Politik und "Lügenpresse" halten. Die vielen Ordner und offiziellen Ansprechpartner reagieren hilflos auf die Pöbelei. Ein anderer Mann im Fallschirmseide-Trainingsanzug meckert über Merkel: „Das ist doch alles ein künstliches Gedenken hier.“

+++ 15.35 Uhr +++

+++ 15.34 Uhr +++

Autofahrer aufgepasst: Rund um die City West kommt es noch immer zu massiven Staus.

+++ 15.21 Uhr +++

+++ 15.15 Uhr +++

Nun haben auch Berliner und Besucher Gelegenheit, an der Gedenkstätte Blumen und Kerzen abzulegen.

+++ 15 Uhr +++

+++ 14.55 Uhr +++ Verkehrshinweis: Die Straßensperrungen gelten noch bis Dienstagabend 21 Uhr.

+++ 14.46 Uhr +++

+++ 14.30 Uhr +++ Die Engel vom Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg besuchen das Mahnmal.

+++ 14.10 Uhr +++ Die Gedenkstunde im Abgeordnetenhaus ist beendet.

+++ 14.04 Uhr +++

+++ 14 Uhr +++ Die ersten Bürger dürfen durch die Lücken in der Absperrung auf den Breitscheidplatz kommen und zum Mahnmal gehen. Die AG City, der Schaustellerverband Berlin und die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde laden zum gemeinsamen Gedenken mit einer Mahnwache.

+++ 13.49 Uhr +++ Nach Müller spricht der Opferbeauftragte Kurt Beck in einer frei gehaltenen Rede zu Betroffenen und Hinterbliebenen. "Der heutige Tag gehört der Trauer." Nach Merkel und Müller räumt auch Beck Versäumnisse in der Aufarbeitung des Anschlags ein. "Wir waren in Deutschland nicht ausreichend vorbereitet. Vielleicht formal, aber nicht emotional, nicht darauf, wie ein Anschlag in eine Gesellschaft hinein wirkt."

Alle Berichte zum Anschlag auf den Breitscheidplatz

+++ 13.40 Uhr +++

+++ 13.35 Uhr +++

+++ 13.32 Uhr +++

+++ 13.30 Uhr +++ Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) spricht im Berliner Abgeordnetenhaus zu Opfern und Angehörigen des Terroranschlages und bittet sie für Fehler der Behörden um Entschuldigung. "Wir müssen mit der Gewissheit leben müssen, dass schwere Fehler geschahen." Er sagt: „Sie haben Schreckliches erlebt, den Tod eines geliebten Menschen, schwere körperliche und seelische Verletzungen, lähmende Ungewissheit, als die Identität der Toten noch nicht feststand“.

„Verwaltungshandeln, das sie als demütigend empfinden mussten“, zählt Müller weiter auf. „Fehlende Ansprechpartner. Und dann auch noch schwere Pannen bei der Verfolgung des Mannes, der am 19. Dezember so viel Leid verursacht hat. Als Staat müssen wir all dies auf Bundes- wie Landesebene selbstkritisch aufarbeiten und aus unseren Fehlern lernen."

Manches lasse sich - wenn überhaupt - nur mit einer nie da gewesenen Ausnahmesituation für alle Beteiligten in den Tagen nach dem Anschlag erklären, aber nicht entschuldigen. „Und dennoch: Als Regierender Bürgermeister bitte ich Sie, die Angehörigen und Verletzten, für diese Fehler um Verzeihung“, sagt Müller. „Wir können nun ahnen, wie tief Ihr Schmerz sitzt und dass das auch Wut auslöst.“ Umso mehr bewundere er ihre Kraft, sich dem Leben zuzuwenden.

Die Rede von Michael Müller im Abgeordnetenhaus im Wortlaut

+++ 13 Uhr +++ Die Opfer und Angehörigen werden im Berliner Abgeordnetenhaus empfangen. Parlamentspräsident Ralf Wieland (SPD), Müller und der Opferbeauftragte Kurt Beck sprechen.

+++ 12.57 Uhr +++

+++ 12.42 Uhr +++

Das Mahnmal in Gestalt eines knapp 17 Meter langen, goldenen Risses im Boden symbolisiert die Wunden, die der Anschlag bei vielen Menschen verursacht hat.

+++ 12.30 Uhr +++

Die Eröffnung des Mahnmal ist vorbei, es folgt die Gedenkstunde im Abgeordnetenhaus. Eine große Fahrzeugkolonne mit Berliner Politikern aus Senat und Abgeordnetenhaus setzt sich in Richtung des preußischen Landtags in Bewegung, unter anderem mit Finanzsenator Kollatz-Ahnen, Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und Verkehrssenatorin Regine Günther. Auch die Opfer und Hinterbliebenen werden dorthin gebracht.

Trauernde stehen am Mahnmal.

+++ 12.25 Uhr +++

Die Rede von Angela Merkel nach der Vorstellung des neuen Mahnmals:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) legt zusammen mit Michael Müller eine Kerze auf die Stufen. Sie räumt Fehler in der Sicherheitspolitik und beim Umgang mit Opfern und Hinterbliebenen ein. Am Rande des Gedenkveranstaltungen sagt sie: „Und für mich, und das sage ich für die ganze Bundesregierung, heißt es, daran zu arbeiten, dass wir die Dinge, die nicht gut gelaufen sind, besser machen, dass wir alles Menschenmögliche tun, nicht nur die Sicherheit zu gewährleisten, sondern den Menschen, deren Leben zerstört oder deren Leben getroffen wurde, auch die Möglichkeit zu geben, möglichst gut wieder in das Leben hineinzukommen.“ Sie will daher in einigen Monaten die Angehörigen und Verletzten wieder treffen, um ihnen deutlich zu machen, was künftig anders laufen sollte. „Heute ist ein Tag der Trauer, aber auch ein Tag des Willens, das, was nicht gut gelaufen ist, besser zu machen“, betont die Kanzlerin.

+++ 12.20 Uhr +++ „Wir trauern mit Ihnen um geliebte Menschen, wir teilen ihren Schmerz“, sagt Michael Müller am Dienstag bei der öffentlichen Vorstellung des sogenannten Gedenkzeichens zu den anwesenden Angehörigen und Überlebenden. „Der Anschlag hat geliebte Menschen aus unsere Mitte gerissen, die wir schmerzlich vermissen“, so der SPD-Politiker. „Er hat damit viele Menschen getroffen, er hat die Menschlichkeit getroffen.“ Das Attentat habe „Spuren in den Herzen der Menschen in Berlin und darüber hinaus hinterlassen“, betonte Müller. Aber am Ende habe der Terror nicht gesiegt. Denn die Menschen gerade in Berlin wollten sich nicht durch Terror und Hass beeinflussen lassen.

Mahnmal-Einweihung: Die Rede des Regierenden Bürgermeisters Müller im Wortlaut

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Mitte), Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU, l.) und Innenminister Thomas de Maizière (CDU, r.) stehen am Mahnmal.

+++ 12.15 Uhr +++ Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller stellt die neue Gedenkstätte der Öffentlichkeit vor. Er spricht vor der Gedächtniskirche: "Er (der Attentäter, Anm. d. Red.) hat die Menschlichkeit getroffen. (...) Sie (die Terroristen, Anm. d. Red) haben uns nicht spalten können." Weiter sagt er: "Wir wollen den Riss durch unsere Gesellschaft überwinden." Nach seiner Rede folgt eine Schweigeminute. Trauernde, Politiker und Geistliche legen auf den Treppenstufen Kerzen nieder.

+++ 12.10 Uhr +++

Politiker und Angehörige haben sich nach der Andacht am Mahnmal versammelt. Michael Müller (r.) und Angela Merkel (Mitte) sind auch anwesend.

+++ 12.05 Uhr +++

+++ 12 Uhr +++

Programmheft und Kerze aus dem Gedenkgottesdienst. Pfarrer Martin Germer sagt in seiner Ansprache in den Muttersprachen der Terroropfer sechs Mal das Wort Frieden.

+++ 11.58 Uhr +++

+++ 111.53 Uhr +++

+++ 11.40 Uhr +++

Die Treppenstufen und der Vorplatz an der Gedächtniskirche sind mit weißen Rosen geschmückt. In den Stufen wurden die Namen der Toten des Anschlags eingelassen.

+++ 11.39 Uhr +++

+++ 11.30 Uhr +++ Die U-Bahn-Ausgänge am Bahnhof Zoologischer Garten sind zurzeit gesperrt.

+++ 11.20 Uhr +++ Verkehrshinweis: Die Zufahrt zur Budapester Straße ist bereits ab Hofjägerallee gesperrt.

+++ 11.15 Uhr +++ In der Gedächtniskirche findet eine religionsübergreifende Andacht mit Opfern des Anschlags, Angehörigen der Toten und Verletzten sowie Helfern statt. Bundespräsident Steinmeier (SPD) und Bundeskanzlerin Merkel (CDU). Steinmeier hält ebenso wie der evangelische Bischof Markus Dröge eine kurze Ansprache.

Im Wortlaut: Steinmeiers Rede zum Gedenken an die Opfer des Anschlags

+++ 11.10 Uhr +++ Die Glocken der Gedächtniskirche läuten am Breitscheidplatz. Gleich beginnt der Gedenkgottesdienst. Um in die Kirche zu gelangen, müssen die Teilnehmer eine Sicherheitsschleuse passieren.

+++ 11.08 Uhr +++

Der symbolische Riss des Mahnmals wird gegossen.

+++ 11.04 Uhr +++

+++ 10.48 Uhr +++

+++ 10.44 Uhr +++

+++ 10.40 Uhr +++

Scharfschützen sichern das Gebiet rund um die Gedächtniskirche.

+++ 10.30 Uhr +++

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) zeigt den Angehörigen und Opfern die neue Gedenkstätte an der Gedächtniskirche. Ein knapp 17 Meter langer, goldener Riss im Boden soll den tiefen Einschnitt im Leben der Betroffenen symbolisieren. In den Treppenstufen vor der Kirche sollen zudem die Namen der Toten aus sechs Staaten die Erinnerung wachhalten. Es folgt ein kurzes, stilles Erinnern mit den Opfern, Hinterbliebenen und Rettungskräften ohne Öffentlichkeit. Bei dem Beisammensein sind auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble anwesend.

Bischof Markus Dröge: „Der Angriff sollte uns alle treffen“

+++ 10.28 Uhr +++

+++ 10.25 Uhr +++

Auch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD, r.) ist vor Ort.

+++ 10.22 Uhr +++

+++ 10.20 Uhr +++ Senatssprecherin Claudia Sünder und Staatssekretärin Sawsan Chebli treffen an der Gedächtniskirche ein.

+++ 10.15 Uhr +++

+++ 10.15 Uhr +++

Am Breitscheidplatz gelten den ganzen Tag über scharfe Sicherheitsvorkehrungen.

+++ 10.10 Uhr +++

Die Polizei ist mit einem großen Aufgebot vor Ort.

+++ 10 Uhr +++

+++ 9.50 Uhr +++

Wittenbergplatz und Tauentzien sind abgesperrt.

+++ 9.40 Uhr +++ Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat sich bei Opfern und Hinterbliebenen dafür entschuldigt, dass die Politik nicht ausreichend auf die Folgen eines solchen Angriffs vorbereitet war. Er bekräftigte zudem, dass eine Koordinierungsstelle in einem Ministerium eingerichtet werden sollte, damit Opfer und Angehörige bei einem künftigen Anschlag sofort einen direkten Ansprechpartner auf Bundesebene hätten. Einen entsprechenden Vorschlag hat auch der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Kurt Beck, unterbreitet.

Feuerwehrmann Frank Hoedt war am Abend des Anschlags im Einsatz - und am Breitscheidplatz der Erste vor Ort

+++ 9.35 Uhr +++ Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hält die Berliner Sicherheitsbehörden für besser aufgestellt, als während des Terroranschlages vor einem Jahr. Im Sender RBB sprach sich Geisel für einen Untersuchungsausschuss im Bundestag aus. „Es ist ja klar geworden, dass das Zusammenspiel der Bundesländer sowie der Landes- und Bundesebene nicht funktioniert hat“, betonte er. Deshalb reiche es nicht aus, dass das Land Berlin oder das Land Nordrhein-Westfalen die Hintergründe aufklärten. Personelle Konsequenzen hielt Geisel für verfrüht und verwies stattdessen auf einen verstärkten Staatsschutz und Geld für mehr als 1100 neue Stellen bei Polizei und Feuerwehr.

Breitscheidplatz: Ein Jahr nach dem Anschlag
Breitscheidplatz: Ein Jahr nach dem Anschlag

+++ 9.30 Uhr +++

+++ 9.20 Uhr +++

An der Joachimsthaler Straße steht ein gepanzertes Fahrzeug der Polizei.

+++ 9.10 Uhr +++

+++ 9 Uhr +++ Anwohner und Geschäftsleute rund um den Breitscheidplatz sollen während der Vorstellung des Mahnmals und der Gedenkandacht zwischen 10 Uhr und 13 Uhr die Fenster und Türen geschlossen halten. Auch die Hotels wurden von der Polizei entsprechend informiert.

+++ 8.40 Uhr +++

Fast menschenleer ist der für Verkehr gesperrte Kurfürstendamm im Bereich des Breitscheidplatzes.

+++ 8.30 Uhr +++ Zu den Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Terroranschlages hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) Angehörige und Überlebende mit einem persönlichen Brief eingeladen. Für Ärger bei einigen der Adressaten sorgt jedoch ein Formblatt, das dem Schreiben beigelegt war: Dort werden die Regeln zur Kostenerstattung für An- und Abreise sowie Übernachtungen aufgelistet. Festgehalten ist dort unter anderem, dass immer das „preislich günstigste“ Verkehrsmittel gewählt werden müsse und Taxikosten nicht erstattet würden. Senatssprecherin Claudia Sünder erklärte dazu, die Familien und Angehörigen würden von Mitarbeitern bei Bedarf in allen Fragen bestmöglich unterstützt. Man sei bei der Organisation auch auf individuelle Bedürfnisse der Menschen eingegangen. „Das gebietet schon der Anstand.“ Das fragliche Formular sei „haushalts- und verwaltungsrechtlich notwendig“, allerdings auch sehr sachlich gehalten. Klar sei: „Wir haben alle Kosten übernommen und das ist selbstverständlich auch bei den Transportkosten der Fall.“ Dies gelte auch für Taxikosten.

Das ist der Zeitplan für den Gedenktag am Breitscheidplatz

+++ 8.15 Uhr +++

+++ 8 Uhr +++ Der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Kurt Beck, hat das Gespräch von Kanzlerin Angela Merkel mit Hinterbliebenen des Anschlags gewürdigt. Bei dem Treffen am Montag sei viel Versöhnungsarbeit geleistet worden, sagte Beck dem Sender SWR2. Nach massiver Kritik hatte Merkel Angehörigen von Opfern bessere Unterstützung versprochen. Sie hatte sich am Montag im Kanzleramt mit Hinterbliebenen von Opfern sowie Verletzten des Anschlags getroffen.

+++ 7 Uhr +++ Der Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche ist geschlossen. Am Vormittag nehmen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Außenminister Sigmar Gabriel (SPD), weitere Minister und die Berliner Senatoren an der Gedenkveranstaltung teil. Die Organisatoren rechnen insgesamt mit mehreren hundert Menschen, die sich dort versammeln.

Morgenpost-Mitarbeiterin Johanna Ewald erlebte den Anschlag mit. Nach einem Jahr besuchte sie wieder den Breitscheidplatz.

+++ 6.55 Uhr +++

+++ 6.45 Uhr +++

+++ 6.40 Uhr +++ Vor der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Terroranschlages ist es in Berlin ruhig. „Wir hatten in der Nacht keinerlei Probleme“, erklärte eine Polizeisprecherin am Morgen. Mit Blick auf den Tag sei die Polizei „sensibel und aufmerksam, wie sonst auch“, hieß es weiter.

+++ 6.40 Uhr +++

+++ 5.50 Uhr +++

+++ 4 Uhr +++ Rund um die Gedächtniskirche und den Kurfürstendamm muss mit starken Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Seit 4 Uhr bis voraussichtlich 20.30 Uhr sind folgende Straßen gesperrt:

• Sperrung der Budapester Straße in beide Richtungen (zwischen Kreuzung Kantstraße Waldorf Astoria Berlin und Europa-Center)

• Sperrung Kurfürstendamm / Tauentzienstraße (nördliche Fahrspur – zwischen Europa-Center und Upper West).

+++ 22 Uhr +++ Rund um die Gedächtniskirche in Berlin-Charlottenburg gelten scharfe Sicherheitsmaßnahmen. Die Polizei hatte schon in den vergangenen Tagen rund um den Breitscheidplatz Schilder mit der Aufschrift „Polizeilicher Sicherheitsbereich" aufgehängt. Seit Montagabend 22 Uhr bis Dienstagnacht 24 Uhr ist es verboten, Fahrräder oder andere Gegenstände auf dem Platz oder in den benachbarten Straßen abzustellen.

+++ 20.10 Uhr +++

Merkel besucht Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz
Merkel besucht Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz

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