Umbau Umspannwerk

Kreuzberg lehnt Baupläne für Google-Campus ab

Stadtrat Schmidt (Grüne) befürchtet offenbar, dass Googles Pläne für das Umspannwerk an der Ohlauer Straße den Kiez überlasten.

Das ehemalige Umspannwerkwerk Kreuzberg. Dort soll der Google-Campus entstehen

Das ehemalige Umspannwerkwerk Kreuzberg. Dort soll der Google-Campus entstehen

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Der Plan für einen Google-Campus in Kreuzberg trifft auf erste Hindernisse. Nach Angaben von Julian Schwarze, Fraktionssprecher der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung in Friedrichshain-Kreuzberg, hat das Bauamt von Stadtrat Florian Schmidt (Grüne) Googles Pläne für den Umbau des früheren Umspannwerks an der Ohlauer Straße abgelehnt. Eine offizielle Bestätigung aus dem Bezirksamt war dafür am Sonntag nicht zu bekommen.

Google hatte im November 2016 angekündigt, das bereits als Medien- und Veranstaltungszentrum genutzte Gebäude zum Teil seiner Initiative "Google for Entrepreneurs" zu machen. Der Konzern betreibt ähnliche Zentren in den Metropolen London, Madrid, Seoul, Sao Paulo, Tel Aviv und Warschau.

Laut Schwarze befürchtet der Bezirk durch die Veranstaltungen nun aber zusätzliche Belastungen wie mehr Lärm für die Anwohner. Außerdem sei durch eine von Google geplante zusätzliche Zwischenetage die baurechtlich zulässige Dichte überschritten. Der Grünen-Kommunalpolitiker sagte, natürlich könne Google seinen Antrag nachbessern. Es sei aber jetzt eine gute Gelegenheit, mit Bezirk und Nachbarn über das Projekt ins Gespräch zu kommen.

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