Lollapalooza Berlin 2017

Stadtrat erteilt Lollapalooza auf Trabrennbahn Absage

Der Rasen im Treptower Park wurde erkennbar belastet

Der Rasen im Treptower Park wurde erkennbar belastet

Foto: Sebastian Reuter / Getty Images

Dem Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung zufolge gibt es „keine Aussicht auf Genehmigung“. Das Gelände sei zu klein.

Auch 2017 soll das Festival Lollapalooza in Berlin stattfinden. Die „BZ“ hatte als neuen Veranstaltungsort die Trabrennbahn in Karlshorst vermeldet. Doch Wilfried Nünthel (CDU), Lichtenbergs Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, stellt klar: Ein Lollapalooza wird es dort nicht geben. „Dazu gibt es weder Gespräche, noch einen Antrag sowie keine Aussicht auf Genehmigung“, teilte er am Montag mit. „Bereits in der Sitzung des BVV-Ausschusses Ökologische Stadtentwicklung am 3. März 2016 habe ich ausgeführt, dass wir eine Genehmigung des Lollapalooza Festivals auf der Trabrennbahn Karlshorst nicht in Aussicht stellen können.“

Für die zu erwartende Anzahl an Besuchern sei das Gelände „grundsätzlich zu klein“. Es fehlten außerdem „geeignete Flucht- und Rettungswege“. Hinzu komme „eine bereits heute schon starke Belastung der Anwohnerinnen und Anwohner durch veranstaltungsbedingten Lärm“. Auch spielten „naturschutzfachliche Gründe“ eine Rolle. „Denn auf dem Gelände und im Ortsteil finden wir eine Reihe schützenswerter Tier- und Pflanzenarten vor. Die Schutzbedürfnisse von Mensch, Flora und Fauna haben für uns Vorrang.“

Der Veranstalter selbst teilte am Montagmittag mit, das Festival werde 2017 wieder am zweiten September-Wochenende stattfinden. Der neue Veranstaltungsort soll in Kürze bekanntegeben werden. Demnächst soll auch der Vorverkauf für das nächste Jahr beginnen, heißt es weiter.

Anwohnerproteste gegen Standort Treptower Park

Für das Lollapalooza 2016, das am Wochenende im Treptower Park stattfand, hatte sich die Standortsuche als schwierig erwiesen. Da das Tempelhofer Feld, auf dem das Festival 2015 stattgefunden hatte, inzwischen als Flüchtlingsunterkunft dient, waren diverse Ausweichquartiere geprüft worden. Letztlich fiel die Wahl auf den Treptower Park, was Anwohnerproteste hervorrief. Die Behörden erteilten letztlich alle notwendigen Genehmigungen, machten dem Veranstalter aber erhebliche Auflagen.

( seg )