Bereits wenige Stunden nach dem Ende des zweitägigen Lollapalooza Festivals im Treptower Park haben die Aufräumarbeiten begonnen. Überall auf dem Partyareal zwischen Sowjetischem Ehrenmal und dem Spreehafen der Weißen Flotte stehen gefüllte Müllcontainer. An einigen wenigen Stellen liegen noch Reste von Papptellern, Servietten und mit bunter Folie umwickelter Zaunlatten. Abgeschirmt von den zahlreichen Passanten wurden die ersten Bühnen abgebaut. Schweres Gerät wie beim Aufbau kam zum Einsatz.

Nach Lollapalooza hat jetzt das große Aufräumen begonnen

Sessel aus dem VIP-Bereich werden abtransportiert.
Sessel aus dem VIP-Bereich werden abtransportiert.© Steffen Pletl
Auch diese Müllsäcke werden bald weggeschafft sein. Bereits wenige Stunden nach dem Ende des Festivals begannen die Aufräumarbeiten.
Auch diese Müllsäcke werden bald weggeschafft sein. Bereits wenige Stunden nach dem Ende des Festivals begannen die Aufräumarbeiten.© Steffen Pletl
Die Service-Zelte des Lollapalooza Festival werden abgebaut.
Die Service-Zelte des Lollapalooza Festival werden abgebaut.© Steffen Pletl
Abgeschirmt von Passanten werden die Bühne und die Zelte abgebaut.
Abgeschirmt von Passanten werden die Bühne und die Zelte abgebaut.© Steffen Pletl
Diese Rolle Toilettenpapier wurde offenbar nicht mehr gebraucht.
Diese Rolle Toilettenpapier wurde offenbar nicht mehr gebraucht.© Steffen Pletl

„Ich hoffe, dass der Abbau schneller vonstatten geht als der Aufbau. Denn noch einmal zwei Wochen, dann ist der Park vier Wochen lang für die Öffentlichkeit nicht nutzbar gewesen. Das geht eigentlich gar nicht“, sagt Mario V. Der Vater von zwei Kindern war etwas genervt von dem nicht enden wollenden Besucherstrom. Dieser wurde direkt an seinem Haus vorbeigeführt. „Ich habe nichts gegen derartige Veranstaltungen, meinetwegen auch nächstes Jahr wieder, doch es muss besser organisiert werden“, sagt er.

Für Jogger Werner war das Festival „kein Problem". Einzig der viele Verkehr habe genervt. "Stau über Stau und das an einem Wochenende, an dem viele Familien wegen der Einschulungen unterwegs waren", klagt Werner.

Natalie D. Ist am Montagmorgen noch etwas aufgebracht. „Hier ist es nur ums Geld gegangen. Die älteren, teilweise schwer kranken Menschen im angrenzenden Wohnviertel interessieren keinen", sagt sie. Für sie habe der ohrenbetäubende Lärm viel Stress bedeutet. Ein solches Fest sei eine Zumutung und solle nicht noch einmal im Treptower Park stattfinden. Nun hofft sie, dass in wenigen Tagen im wieder Ruhe einzieht. Nicht zuletzt auch wegen der dort lebenden Tiere.

Aufnahme der Schäden am Nachmittag

Am Nachmittag begingen Veranstalter und die Leiterin des Straßen- und Grünflächenamtes Treptow-Köpenick, Ingrid Lehmann, das Areal, um mögliche Schäden zu sichten. Entscheidend ist allerdings, wie der Park nach dem Abbau aussieht. Laut Genehmigung haben die Veranstalter dafür bis Freitag Zeit.

Schon jetzt geht es um den Veranstaltungsort für kommendes Jahr. Laut Vertrag sollte Lollapalooza von 2015 bis 2017 auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof stattfinden, das ging 2016 nicht, weil dort Flüchtlinge untergebracht sind. Seitens der Tempelhof Projekt GmbH, die das Areal des ehemaligen Flughafens Tempelhof verwaltet, hieß es gestern gegenüber der Berliner Morgenpost, man könne die Fläche „voraussichtlich auch 2017 nicht zur Verfügung stellen“.

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