Berlin

Kritik: Pokémon-Spieler machen zu viel Müll

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Pokémon-Spieler in Berlin

Pokémon-Spieler in Berlin

Foto: Wolfram Kastl/dpa

Die Jagd nach den beliebten Monstern hat auch unschöne Folgen. Im Berliner Lustgarten haben Spieler angeblich ihren Müll hinterlassen.

Die virtuelle Jagd nach den beliebten Monstern entwickelt in der Realität handfeste Folgen. Wenn Tausende Spieler sich an einem Ort versammeln, wie z.B. in Düsseldorf an der Girardet-Brücke, kann das schon mal zum Verkehrschaos führen. Zeitweise wurde die Brücke gesperrt und Dixi-Toiletten aufgestellt.

Die Verschmutzung öffentlicher Plätze scheint eine weitere Folge der Pokémon-Jagd zu sein. Über die Situation im Berliner Lustgarten beschwerte sich kürzlich ein Spieler auf Facebook: „Leute, als wir heute am Lustgarten ankamen, hat uns fast der Schlag getroffen. Wir haben uns fast nicht getraut uns hinzusetzen, weil man schon fast inmitten einer Müllkippe sitzen muss.“

Auf Nachfrage bei der Berliner Stadtreinigung sagte ein Sprecher: „Bisher hatten wir noch keine Hinweise darauf, dass Pokémon-Go-Spieler das öffentliche Straßenland besonders stark verunreinigen. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass immer dort viel Müll entsteht, wo viele Menschen zusammenkommen.“ An den sogenannten Pokéstops kommt es häufig zu Menschenansammlungen, denn dort können Pokébälle für die Jagd und Eier, in denen sich Monster verstecken, eingesammelt werden.

Sehenswürdigkeiten, Denkmäler, historische Gebäude, kulturelle Treffpunkte oder Skulpturen und andere Kunstgegenstände werden in dem Spiel zu Pokéstops. Das hängt damit zusammen, dass es sich dabei um sogenannte „Points of Interest“ handelt. Es sind Geopunkte, die für den Nutzer einer Karte - in diesem Fall die Pokémon-Spieler - eine besondere Bedeutung haben könnten.

Doch weil diese Orte nicht nur im Spiel eine besondere Bedeutung haben, sondern auch für die Stadtbewohner, ist der Ärger über die Pokémon-Spieler groß, vor allem, wenn sie für Verschmutzung oder Lärm sorgen. So beantragte beispielsweise die CSU-Fraktion in Regensburg, dass Pokéstops an Kirchen, Museen, Synagogen, Moscheen oder Gedenkstätten entfernt werden. Spieleentwickler Niantic bietet nun ein Formular, auf dem man beantragen kann, dass Pokéstops an bestimmten Orten eingerichtet oder entfernt werden.

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( kwa )