Berlin-Hellersdorf

Betreiber von Flüchtlingsunterkunft nach Kritik gekündigt

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) hat dem aktuellen Betreiber Pewobe am Dienstag zum 31. Oktober gekündigt.

Das Asylbewerberheim in Hellersdorf

Das Asylbewerberheim in Hellersdorf

Foto: Steffen Pletl

In einer in die Kritik geratenen Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Hellersdorf steht ein Betreiberwechsel bevor. Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) hat dem aktuellen Betreiber Pewobe am Dienstag zum 31. Oktober gekündigt, wie eine Sprecherin der Sozialverwaltung sagte. Verschiedene Sachverhalte hätten dafür gesprochen. Zuerst hatten „Bild“-Zeitung, „B.Z.“ und der RBB berichtet.

Unter anderem gab es wiederholte Begehungen des LAF vor Ort in der Maxi-Wander-Straße, auch jüngst nach Vorwürfen freiwilliger Helfer. Der Betreiber hatte in Medienberichten die Vorwürfe zurückgewiesen.

Die Pewobe weigere sich zudem, Nachweise über die Qualifizierung seines Personals vorzulegen, so die Sozialverwaltung. Demnach prüft das LAF nun Unterlagen aller von der Pewobe betriebenen Heime in Berlin und bewertet, ob Mängel behoben wurden. Erwogen werden Rückforderungen bis hin zur Kündigung.

Schon bei der Eröffnung der Flüchtlingsunterkunft 2013 hatten Neonazi- und Anwohner-Proteste Schlagzeilen gemacht.