Sicherheit

800 Videokameras filmen in 100 Berliner Bahnhöfen

Die Aufnahmen werden 48 Stunden gespeichert. Nach Diebstählen oder Schlägereien will sie die Bundespolizei für Ermittlungen nutzen.

Eine der Überwachungskameras im Berliner Hauptbahnhof über einem S-Bahnsteig

Eine der Überwachungskameras im Berliner Hauptbahnhof über einem S-Bahnsteig

Foto: Paul Zinken / dpa

Die Deutsche Bahn verstärkt ihre Videoüberwachung in den Berliner Bahnhöfen der S-Bahn und der Regionalzüge deutlich. Noch in diesem Jahr sollen die Bilder von 800 Kameras in 100 Bahnhöfen aufgezeichnet werden. Mehr als die Hälfte der Berliner Bahnhöfe sei dann mit moderner Videotechnik ausgestattet, teilte die Bahn am Mittwoch mit.

Rund fünf Millionen Euro gibt die Bahn 2016 und 2017 dafür aus. Die Aufnahmen werden für 48 Stunden gespeichert und können von der Bundespolizei ausgewertet werden. Die Bahn argumentiert, sichtbare Kameras würden Kriminelle abschrecken.

5000 Kameras in rund 700 deutschen Bahnhöfen

Viele dieser Kameras gibt es bereits. Bisher übertrugen sie vor allem Aufnahmen vom Bahnsteig auf Bildschirme für die Zugführer der S-Bahnen, die so sehen, wann sie abfahren können. Nun werden auch diese Bilder der sogenannten Zugabfertigungskameras gespeichert. Nach Diebstählen oder Schlägereien will die Bundespolizei so Bilder von Verdächtigen für die Ermittlungen nutzen. Bis Jahresende soll das auf 80 S-Bahnhöfen funktionieren.

Zudem gibt es bereits 565 Kameras vor allem auf den großen Bahnhöfen wie Zoo, Friedrichstraße, Alexanderplatz, Gesundbrunnen, Potsdamer Platz und Ostbahnhof. Hier wird die vorhandene Technik modernisiert und erweitert. Die Berliner U-Bahnhöfe, U-Bahnen und Busse sind schon länger mit Kameras ausgestattet.

Nach Angaben der Bahn sind 5000 Kameras in rund 700 Bahnhöfen in ganz Deutschland installiert. Zudem sind 27.000 Videokameras in Regionalzügen und S-Bahnen eingebaut.