Forschung

35 Millionen Euro für neues Forschungszentrum an der TU

In dem Zentrum sollen zum Beispiel Prozesse in Turbinen simuliert werden, um sie effizienter und kostengünstiger bauen zu können.

In dem Zentrum sollen zum Beispiel die Prozesse in Turbinen simuliert werden

In dem Zentrum sollen zum Beispiel die Prozesse in Turbinen simuliert werden

Foto: Oliver Berg / dpa

Gute Nachricht für die Technische Universität (TU) Berlin. Sie erhält rund 35 Millionen Euro für ein wichtiges neues Forschungsgebäude, das „Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation (IMoS)“. Der Deutsche Wissenschaftsrat hat das Projekt als förderwürdig anerkannt und ihm das Prädikat „herausragend“ verliehen. Der Neubau soll von 2017 bis 2021 an der Müller-Breslau-Straße in Charlottenburg errichtet werden. Die Fördersumme bringen je zur Hälfte das Land Berlin und das Bundesbildungsministerium auf.

Auf 5200 Quadratmetern Nutzfläche sollen mathematische Modelle und Simulationsmethoden, insbesondere für technische und naturwissenschaftliche Problemstellungen, entwickelt und angewandt werden. Interdisziplinäre Teams begleiten und optimieren mit solchen Simulationen projektbezogen die Entwicklung realer Produkte, um etwa deren Funktionalität, die Wiederverwertung von Ressourcen und mögliche Umweltrisiken besser abschätzen zu können. Anwendungsbereiche sind zum Beispiel die Entwicklung energieeffizienter Maschinen wie Turbinen, die Planung und der Betrieb moderner Gas-, Strom-, Verkehrs- und Kommunikationsnetze sowie die Analyse und Behandlung großer Datenmengen (Big Data), insbesondere in medizinischen oder ökonomischen Anwendungen.

Dieser Ansatz werde für den Indus­triestandort Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnen, meinen Experten. Auch Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sagte, der Forschungsansatz des IMoS sei „für Wissenschaft und Wirtschaft von enormer Bedeutung“. Das neue Gebäude werde insbesondere auch der Berliner Digitalisierungsstrategie weitere Impulse geben.

Das neue Institut wird in unmittelbarer Nähe zum geplanten, 90 Millionen Euro teuren Ersatzbau für das Fach Mathematik und zum bereits fertiggestellten Neubau des Energielabors „TurbIn“ errichtet. Es sei ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung des sogenannten Ostgeländes der TU zwischen Zoo, S-Bahntrasse, Fasanenstraße und Hertzallee, erklärte die Universität.