Berliner Halbmarathon

24 gute Gründe, jetzt mit dem Laufen zu beginnen

Am kommenden Sonntag starten rund 35.000 Sportler beim Berliner Halbmarathon. Die meisten von ihnen haben auch mal klein angefangen

Joggen im Park macht fit und gute Laune

Joggen im Park macht fit und gute Laune

Foto: iStockphoto

Die guten Neujahrsvorsätze sind vergessen, erste Diäten schon wieder aufgegeben. Wenn am kommenden Sonntag der 36. Berliner Halbmarathon gestartet wird, stehen viele Zuschauer mit einem schlechten Gewissen und der Frage an der Strecke, warum sie in diesem Jahr noch nicht regelmäßig gelaufen sind. Wir nennen ihnen einige Gründe für das Laufen. Danach gibt es keine Ausreden mehr.

  • Wer ab und an beim Laufen, merkt, wozu er mit Überwindung und Selbstdisziplin in der Lage ist, nimmt Stress in Job und Privatleben bald gelassener.

  • Laufen ist kommunikativ. Es gibt eine Menge Gruppen in Berlin, die regelmäßig zum Sport zusammenkommen.

  • Anfangen, um aufzuhören: Laufen ist gut, wenn man sich das Rauchen abgewöhnen möchte.

  • Laufend lassen sich versteckte Orte und unbekannte Perspektiven der Stadt viel besser entdecken als mit dem Auto.

  • Wer läuft, schläft leichter und besser.

  • Einem Läufer eröffnen sich ganz neue Dimensionen des Stylings: Von der Baseballmütze mit unheimlich angesagtem Logo bis zum Allwetteranzug, wahlweise im Stil von Emma Peel oder James Bond 007.

  • Berlin bietet jedes Jahr eine Menge Benefiz-Läufe. Das meist geringe Startgeld wird für einen guten Zweck verwendet.

  • Jeder hat einen Bekannten, der mitgemacht hat. Die Geschichten davon sind endlos, selbstverliebt – und machen doch meist ein wenig neidisch. Warum also nicht in diesen Wochen vorsichtig auf das Fernziel Marathon hinarbeiten? Inzwischen gibt es neben dem Klassiker aber auch Läufe in verschiedenen Längen und Varianten.

  • „Mehr Fitness machen“ zählt zu den häufigsten Vorsätzen jeder Silvesternacht. Mit gutem Grund: Laufen stärkt das Herzkreislaufsystem und beugt Formen von Krebserkrankungen vor. Wer läuft, lebt länger.

  • Fürs Laufen ist eigentlich immer Zeit. Denn es geschieht, während man etwas anders erledigt. Warum nicht an freien Tagen morgens zum Einkauf joggen? Kinder abholen, Hund ausführen, Zeitung besorgen. Das sind meist kleine Wege, die ohne großen Aufwand im Nu für ein bisschen mehr Fitness sorgen.

  • Joggen ist das billigste Fitnessstudio, es hat immer geöffnet und ist fußläufig zu erreichen. Eine spezielle Ausrüstung ist am Anfang auch nicht nötig: Laufschuhe, Oberteil und Hose reichen erst einmal. Richtig gekleidet ist, wer vor dem Beginn leicht fröstelt.

  • Jogger erleben Berlin aus einer anderen Perspektive: ganz früh morgens, wenn die meisten noch schlafen, oder im Dunkeln, wenn viele zu Hause sitzen. Oder sehr ruhig, weil sich der Jogger Strecken abseits der großen Verkehrsstraßen sucht.

  • Die neuen Sportklamotten sind viel zu schick, um sie nicht öffentlich zu zeigen. Und wozu sonst haben sie Reflektoren?

  • Frische Luft macht wach und Joggen treibt das Blut ins Gehirn. Das bringt einen auf neue Gedanken.

  • Der innere Schweinehund kann Leine ziehen. Das ist doch einmal etwas, worauf man wirklich stolz sein kann.

  • Während des Joggings verbraucht der Körper mehr Kalorien als bei vielen anderen Sportarten. Und es macht glücklich. Und schlau.

  • Es braucht keinen Hund, um neue Leuten mit ähnlichen Interessen beiläufig kennenzulernen. Hat sich die Kondition erst verbessert, gibt das Gespräch auch mehr her als ein Schnaufen. Wer während des Laufens mehrere Sätze hintereinander sprechen kann, hat sein Tempo gefunden.

  • Das Sofa hat schon eine Sitzdelle, das Polster braucht dringend eine Pause. Gönnen Sie es ihm.

  • Es sieht viel besser aus, wenn Sie joggend beim Bäcker ankommen. Und Sie sind etwas länger weg, als wenn Sie dafür das Auto benutzen. Es soll junge Eltern geben, die sich um dieses Privileg reißen.

  • Wer Stadturlaube mag, verschafft sich joggend ein besonderes Erlebnis. Morgens trotz Jetlags in den New Yorker Central Park? Selten werden Sie sich so hip fühlen. Warum sonst läuft Mark Zuckerberg als erstes durch das Brandenburger Tor, wenn er in Berlin zu Gast ist?

  • Bei Regen und Kälte verschafft Jogging ein Gefühl der Überlegenheit. Jogger sind einfach härter als die ganzen Warmduscher auf ihren Heimtrainern. Abgesehen davon, dass ihnen die warme Dusche hinterher ja auch nicht verwehrt bleibt.

  • Jeden Abend Krimis gucken? Och nö! Das muss nicht sein.

  • Auch wenn die ersten Läufe nur langsam und kurz sind: Der Anfänger kann sich damit brüsten, alles richtig zu machen. Schon eine Minute Laufen ist besser als gar keine.

  • Das Essen schmeckt hinterher viel besser. Wer das wohlige Gefühl verspürt, das den Körper nach einem kurzen Lauf durchströmt, genießt die Mahlzeit hinterher gleich doppelt.