Überfälle in Berlin

Messer, Reizgas, Schneebälle - So gingen die Täter vor

In der Nacht zu Montag haben sich in Berlin gleich mehrere Überfälle ereignet. Die Täter gingen zum Teil sehr brutal vor.

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Eine ganze Serie von Überfällen hat sich am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag in Berlin ereignet. Die Taten wurden im ganzen Stadtgebiet begangen. Drei Menschen wurden dabei verletzt.

Geld und Schmuck erbeuteten Unbekannte in einem Hotel in Friedrichshain. Nach den derzeitigen Ermittlungen der Polizei betraten am Sonntagabend gegen 23.45 Uhr zwei Männer ein Büro des Hotels an der Voigtstraße. Einer der Kriminellen soll eine 23 Jahre alte Mitarbeiterin mit einem Messer bedroht und Geld und Wertgegenstände gefordert haben. Mit seiner Beute flohen die beiden in Richtung Frankfurter Allee. Die Angestellte blieb bei der Tat unverletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Räuber sperren Frau in Wettbüro ein

Eine gute Stunde zuvor war ein Wettbüro in Wilmersdorf Ziel von Räubern. Eine Angestellte des Betriebes musste anschließend aus einem Zimmer befreit werden. Die 44-Jährige berichtete den alarmierten Polizisten, dass gegen 22.30 Uhr ein Unbekannter das Wettbüro an der Wexstraße betreten, sie mit einem Messer bedroht und Geld gefordert habe. Nachdem der Räuber sein Opfer in einen Aufenthaltsraum gedrängt und eingeschlossen hatte, floh dieser mit den Tageseinnahmen. „Die unverletzte Angestellte rief mit ihrem Handy Hilfe und konnte so aus ihrer misslichen Lage befreit werden“, teilte ein Sprecher der Polizei dazu mit.

In Johannisthal wurde ein Mann mit Reizgas attackiert. Der 77-Jährige erlitt bei dem Überfall leichte Verletzungen und musste in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Den Angaben der Polizei zufolge sollen zwei Maskierte gegen 20.45 Uhr den Senior am Sterndamm beim Verlassen eines Hauses zu Boden gerissen und mit dem Gas besprüht haben. Danach raubten die Unbekannten dem Opfer die Jacke, Geld, Handy sowie Schlüssel und flüchteten in unbekannte Richtung. Die Suche nach den Tätern übernahm ein Raubkommissariat in der Polizei.

Erst mit Schneebällen beworfen, dann geschlagen und ausgeraubt

Mit einer Schneeballattacke begann ein Überfall auf ein Paar in Wedding. Die Opfer berichteten den alarmierten Polizisten, dass sie gegen 17.20 Uhr an der Soldiner Straße von etwa sieben Personen mit Schneebällen beworfen worden seien. Als der 27-Jährige die Gruppe zur Rede stellte, sollen sie ihn zu Boden gestoßen, ihn getreten und geschlagen haben. Seine 24 Jahre alte Freundin eilte zur Hilfe, worauf sie ebenfalls geschlagen und von einem Täter auch gewürgt worden sein will. Schließlich habe einer der Angreifer den am Boden Liegenenden durchsucht und sein Handy gestohlen, bevor die Gruppe in Richtung Stockholmer Straße flüchtete. Die Opfer lehnten eine Versorgung ihrer Verletzungen ab, wie die Polizei am Montag berichtete.

Drei Jugendliche überfallen Zwölfjährigen

Festnehmen konnten Beamte drei minderjährige Räuber in Spandau. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei sollen die drei Jugendlichen gegen 16.30 Uhr im Stabholzgartenpark einen Zwölfjährigen mit einem Messer bedroht und seine Wertsachen gefordert haben. Danach sollen sie sich die Zigaretten und einen MP-3-Player gegriffen und damit in Richtung Breite Straße geflohen sein. Das Opfer blieb unverletzt. Wenig später nahmen Polizeibeamte die drei Jugendlichen im Alter von 14, 15 und 17 Jahren fest. Die Beamten nahmen die Fingerabdrücke der mutmaßlichen Täter und machten Fotos von ihnen. Anschließend wurden sie entlassen.