Berlin-Fraktion

Ausschluss von "Kopftuch-Pirat" Claus-Brunner gescheitert

Gerwald Claus-Brunner im Abgeordnetenhaus

Gerwald Claus-Brunner im Abgeordnetenhaus

Foto: Reuters

Die Fraktion der Piraten hat dagegen gestimmt, Gerwald Claus-Brunner auszuschließen. Ihm wird parteischädliches Verhalten vorgeworfen.

Die Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus ist damit gescheitert, ihr Mitglied Gerwald Claus-Brunner auszuschließen. Auf ihrer Fraktionssitzung stimmten nur acht der 15 Mitglieder für einen Rauswurf. Für einen Ausschluss wären zehn Stimmen nötig gewesen.

Teile der Fraktion werfen Claus-Brunner vor, mit unüberlegten Äußerungen in der Öffentlichkeit und in den sozialen Medien der Fraktion geschadet zu haben. Claus-Brunner weist die Kritik zurück. In den letzten Monaten waren bereits acht Fraktionsmitglieder aus der Partei ausgetreten.

Claus-Brunner hatte nach der Wahl der Piraten ins Berliner Abgeordnetenhaus immer wieder wegen seines Äußeren für Aufsehen gesorgt. Sein Pälestinenser-Kopftuch löste heftige Kritik seitens der früheren Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, aus.

( -ker )