Naturkundemuseum

Saurier „Tristan“ ist weiter ein Publikumsmagnet

Andrang in den Weihnachtsferien. Das Berliner Naturkundemuseum erforscht den Dino aber auch: Wie bewegte sich der T. rex eigentlich?

Tristans Original-Schädel kann man hinter Glas betrachten

Tristans Original-Schädel kann man hinter Glas betrachten

Foto: Axel Schmidt / Getty Images

Immer noch kommen sehr viele Besucher zu „Tristan Otto“. Das 66 Millionen Jahre alte Skelett des Tyrannosaurus rex wird seit 17. Dezember im Berliner Naturkundemuseum ausgestellt. Gerade jetzt zur Ferienzeit, vor allem ab 12 oder 13 Uhr, bilden sich lange Schlangen vor der Kasse, berichtet ein Museumsmitarbeiter– offenbar nach einem ausgedehnten Feiertags- oder Sonntagsfrühstück. Dementsprechend sei es am Sonntagnachmittag im Ausstellungsraum mit dem zwölf Meter langen Skelett „sehr voll“ gewesen.

Dass Jungs – und zunehmend auch Mädchen – Dinosaurier spannend finden und sich Modelle zu Weihnachten wünschen, ist bekannt. Aber auch erwachsene Berliner und Gäste in der Stadt sind vom T. rex fasziniert. Zu Recht, denn das ausgestellte Exemplar ist nicht nur beeindruckend groß, es ist auch eines der am besten erhaltenen der Welt. Dass sein Museum solch ein Stück leihweise für drei Jahre vom US-Eigentümer bekomme, sei so spektakulär wie wenn Berlin die Mona Lisa als Leihgabe bekäme, hatte Museumsdirektor Johannes Vogel zu Beginn der Präsentation gesagt.

Analyse der Knochen soll klären, wie der T. rex lief

„Tristan Otto“ wird nicht nur gezeigt, Museumsmitarbeiter forschen auch an dem Skelett. So weiß man beispielsweise noch sehr wenig über das Fortbewegungsmuster des T. rex. Die Analyse der Beinknochen, an denen Ansätze von Sehnen und Muskeln zu erkennen sind, könnte dazu beitragen zu erfahren, wie „Tristan“ lief.

In der Öffentlichkeit ist bislang wenig bekannt, dass das Museum mit dem Untertitel „Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung“ nicht nur Objekte ausstellt, sondern auch Wissenschaft betreibt. Dass dessen Bestand und Forschung exzellent sind, war für den Tristan-Besitzer ausschlaggebend für die Leihgabe: Das Museum sei international anerkannt, insbesondere im Bereich Dinosaurier, sagt der Mäzen Niels Nielsen. „Daher erschien es mir als der perfekte Ort für Tristan.“

Öffnungszeit: Das Museum ist ausnahmsweise auch an diesem Montag, 28. Dezember 2015, von 10 bis 18 Uhr geöffnet (sonst ist Montag Ruhetag). Weitere Informationen: www.naturkundemuseum.berlin