Machbarkeitsstudie

U1-"Radbahn": 400.000 Euro für Berliner Radweg-Ideen

Trotz Skepsis muss der Senat nun zwei Ideen prüfen lassen: die „Radbahn Berlin“ und den Fahrrad-Highway nach Potsdam.

Schwierig, kaum umzusetzen, zu teuer: Die Pläne für einen Radweg unter der Trasse der Berliner Hochbahn stießen beim Senat zuletzt noch auf wenig Begeisterung. Trotzdem muss die Verkehrsverwaltung nun eine Machbarkeitsstudie zu dem Projekt in Auftrag geben. Das beschloss der Hauptausschuss mit großer Mehrheit am Mittwoch.

Für die nächsten beiden Jahre stehen für die Prüfung jeweils 200.000 Euro zur Verfügung. Neben der sogenannten "Radbahn Berlin" soll damit auch die Machbarkeit eines Fahrrad-Highways zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz geprüft werden. Dieser soll auf der Trasse der alten Stammbahn verlaufen.

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Seit die Idee im Raum steht, streiten die Unterstützer von Zug und Fahrrad. Zuletzt hatte der Senat angekündigt, die Wirtschaftlichkeit der Zugstrecke erneut prüfen zu lassen. Jetzt plant er zudem, Radwege an der Gitschiner Straße zu bauen, das würde die Radbahn unmöglich machen.

"Vielleicht ergibt die Machbarkeitsstudie des Radwegs ja, dass beides, Fahrrad und Zug, möglich ist", sagt Christian Goiny, haushaltspolitischer Sprecher der CDU. Im Sommer solle der Senat über die ersten Ergebnisse der Studie berichten.

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Bei den Entwicklern der Radbahn, deren Strecke den Platz unter dem Hochbahn-Viadukt der U-Bahn nutzen will, ist die Freude groß. "Wir waren natürlich sehr überrascht", sagt Sprecher Simon Wöhr, "gerade nach den großen Zweifeln des Senats."

Das Team hatte seine Idee trotzdem bei den Fraktionen des Abgeordnetenhauses eingereicht – offenbar mit Erfolg. Man hoffe nun auf eine "fruchtbare Zusammenarbeit" mit der Verkehrsverwaltung.