Auszeichnung

Blutbeutelsensor aus Berlin gewinnt Innovationspreis

Eine neuartiger Sensor verhindert Infektionen bei Bluttransfusionen. Diese und zwei weitere Technologien wurden jetzt ausgezeichnet.

Die bisherigen Messfahren des Hämoglobinwertes im Blut sind unzuverlässig

Die bisherigen Messfahren des Hämoglobinwertes im Blut sind unzuverlässig

Foto: dpa Picture-Alliance / Sven Hoppe / picture alliance / dpa

Ein Blutbeutelsensor, ökologischer Industriesand aus Asche und ein Tool zur vereinfachten Produktion von interaktiven Inhalten – diese drei Technologien wurden am Freitagabend in Potsdam mit dem Innovationspreis Berlin Brandenburg ausgezeichnet. Sie ragten aus den über 100 Bewerbungen hervor, die um den begehrten Preis eingegangen waren.

Nominiert wurden in diesem Jahr sieben Unternehmen, vor allem aus den Bereichen der Lebenswissenschaften und der Industrie 4.0. Die drei Gewinner hätten "Innovationshöhe und Marktchance sowie volks- und betriebswirtschaftlichen Nutzen" bewiesen, sagte Eckart Uhlmann von der Technischen Universität Berlin, der zur 18-köpfigen Jury gehörte.

Mit einem neuartigen Sensor hat etwa die Forschungseinrichtung Laser- und Medizin-Technologie Berlin eine zuverlässige Methode entwickelt, den Blutfarbstoff Hämoglobin störungsfrei zu messen. Bislang sind Patienten im Krankenhaus wegen ungenauer Messwerte bei Bluttransfusionen oft Infektionsrisiken ausgesetzt.

10.000 Euro pro Auszeichnung

Die "Gamebook Technology" der Experimental Game GmbH aus Halle ermöglicht das schnelle Produzieren von Inhalte in interaktiven Computerspielen. In wenigen Minuten entsteht so aus einem analogen Drehbuch eine interaktive Sequenz. Ebenfalls honoriert wurde ein nachhaltiges Fertigungsverfahren der Zaak Technologie GmbH aus Zwickau, die Sand für die Bauwirtschaft herstellt – aus Flugasche, die in großer Menge in Kohlekraftwerken anfällt. Der Sand ist laut Anbieter zu 100 Prozent ökologisch.

Den Innovationspreis vergeben seit 1992 die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung und das Brandenburger Ministerium für Wirtschaft und Energie. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

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