Chronik

Razzien gegen Islamisten in Berlin

Immer wieder rückt die Berliner Polizei zu Razzien gegen Islamisten aus. Einige der Fälle.

Polizisten gehen am 22.09.2015 eine Treppe auf dem Gelände der Islamischen Gemeinschaft Ibrahim Alkhalil Moschee in Berlin hinunter

Polizisten gehen am 22.09.2015 eine Treppe auf dem Gelände der Islamischen Gemeinschaft Ibrahim Alkhalil Moschee in Berlin hinunter

Foto: Paul Zinken / dpa

In Berlin gab es in den vergangenen Monaten und Jahren mehrere Razzien gegen mutmaßliche Islamisten und Festnahmen von Verdächtigen.

26. November 2015: Polizei und Staatsanwaltschaft durchsuchen eine Moschee in Charlottenburg und ein Auto in Neukölln . Drei Männer aus der Islamistenszene werden festgenommen, aber am nächsten Vormittag wieder freigelassen. Weil die Polizei Sprengstoff in dem Auto vermutete, wurden zahlreiche Häuser in Neukölln evakuiert.

22. September 2015: Mit einer Großrazzia geht die Polizei gegen mutmaßliche Unterstützer von Islamisten in Syrien vor. 400 Polizisten durchsuchen die Ibrahim Al Khalil-Moschee in Tempelhof und sieben Wohnungen. Ein 51-jähriger Imam soll junge Muslime zum islamistischen Kampf in Syrien gegen das dortige Assad-Regime aufgefordert haben. Der Imam bezeichnete die Vorwürfe als „völlig absurd“.

17. September 2015: Ein 41-jähriger Islamist aus dem Irak greift in Spandau eine Polizistin an und verletzt sie mit einem Messer schwer. Ein weiterer Polizist erschießt den Mann. Der Täter war 2008 zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden - wegen Mitgliedschaft in der radikal-islamischen Terrorvereinigung Ansar al-Islam (Helfer des Islam) und der Beteiligung an Plänen für ein Attentat auf den damaligen irakischen Ministerpräsidenten.

16. Januar 2015: Bei einem Großeinsatz gegen gewaltbereite Islamisten nimmt die Polizei zwei Terrorverdächtige fest. Bei dem Einsatz werden elf Wohnungen durchsucht. Es geht um Vorwürfe gegen zwei Türken, die die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt und eine sogenannte schwere staatsgefährdende Gewalttat in Syrien vorbereitet haben sollen. Für Anschlagspläne in Deutschland gab es keine Anhaltspunkte.

19. September 2014: Eine Spezialeinheit der Polizei nimmt einen mutmaßlichen IS-Terroristen nach seiner Rückkehr aus Syrien fest. Von dem 40-jährigen Mann mit türkischem Pass gab es Fotos, die ihn bewaffnet beim IS zeigten. Über kriminelle oder terroristische Pläne in Deutschland gab es keine Informationen.

14. Juni 2012: Mit Großrazzien gehen Polizei und Justizbundesweit gegen radikal-islamische Salafisten vor. Auch in Berlin durchsuchen Beamte Wohnungen.

8. September 2011: Die Berliner Polizei nimmt zwei mutmaßlicheTerroristen fest. Die Männer arabischer Herkunft sollen Chemikalien gekauft haben, um damit einen Sprengsatz zu bauen. Von einem bevorstehenden Anschlag wissen die Ermittler nach offiziellen Angaben nichts.