Tempelhofer Feld

Vier Bürgermeister, eine Stadt: Tempelhof bleibt Streitthema

Vier Berliner Bürgermeister diskutieren zum Thema „25 Jahre Einheit“. Zentrale Botschaft: Das Tempelhofer Feld könnte bebaut werden.

Walter Momper (l-r), Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (alle SPD) und Eberhard Diepgen (CDU)  nahmen am Berliner Rathaus-Dialog zum Thema "25 Jahre Einheit teil

Walter Momper (l-r), Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (alle SPD) und Eberhard Diepgen (CDU) nahmen am Berliner Rathaus-Dialog zum Thema "25 Jahre Einheit teil

Foto: Paul Zinken / dpa

Die Randbereiche des Tempelhofer Feldes könnten eines Tages doch bebaut werden - das war eine der zentralen Botschaften des ersten "Berliner Rathaus-Dialogs" am Dienstagabend im Roten Rathaus. Zum Thema "25 Jahre Einheit" diskutierte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) mit seinen Amtsvorgängern Eberhard Diepgen (CDU), Walter Momper und Klaus Wowereit (beide SPD).

Maren Kern, Vorstand des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, hatte in einem Morgenpost-Interview die Randbebauung wieder ins Spiel gebracht, besonders vor dem Hintergrund der vielen Flüchtlinge, die untergebracht werden müssen. RBB-Moderatorin Dagmar Reim fragte die Teilnehmer des Rathaus-Dialogs, was sie von dem Vorschlag halten.

Michael Müller sagte, das Tempelhofer Feld müsse "in der Stadtentwicklung der kommenden 20 Jahre mitgedacht werden". Eberhard Diepgen gab Müller recht, würde aber jetzt schon Modulbauten für Flüchtlinge am Rand des Feldes aufstellen. "Wer am Tempelhofer Damm nicht bauen will, hat die Stadt nicht verstanden", rief Klaus Wowereit aus. Einzig Walter Momper sprach sich dafür aus, am Ergebnis des Volksentscheids auch künftig nicht zu rütteln.

© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.