Flüchtlingswelle

SEZ soll Flüchtlingsunterkunft werden

Auch das SEZ in Friedrichshain soll zur Flüchtlingsunterkunft werden. Das Lageso prüft, ob es einen Teil des Geländes beschlagnahmen.

Das SEZ auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2013

Das SEZ auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2013

Foto: Jens Kalaene / dpa

Das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) in Friedrichshain soll zur Flüchtlingsunterkunft werden. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) prüft nach eigenen Angaben, ob es die Sporthalle auf dem Gelände des einstigen Vozeige-Erlebnisbades der DDR beschlagnahmen. Entschieden sei aber noch nichts, sagte ein Sprecher der Berliner Morgenpost.

Zuvor hatte es geheißen, das Lageso habe das SEZ bereits beschlagnahmt. Ein Sprecher des Bezirksamts stellte später jedoch ebenfalls klar, dass es noch keine entsprechende Entscheidung gebe. Weitere Einzelheiten konnte der Sprecher nicht nennen, da der Gebäudekomplex nicht dem Bezirk gehört, sondern einem Leipziger Investor.

Er hatte das SEZ im Jahr 2003 gekauft. Das Schwimmbad wurde nicht wiedereröffnet. In dem Sportzentrum kann aber unter anderem Badminton, Tischtennis oder Fußball gespielt werden.

Unterdessen sollen am Sonntag erneut Hunderte neue Flüchtlinge aus Bayern in der Hauptstadtregion eintreffen. Am Sonntagmorgen wird nach Angaben des Brandenburger Innenministeriums ein Sonderzug mit bis zu 500 Asylsuchenden am Bahnhof Berlin-Schönefeld Flughafen erwartet. Auch wenn die Situation in der Zentralen Aufnahmestelle in Eisenhüttenstadt angespannt sei, sollen 200 Neuankömmlinge dort untergebracht werden, sagte Behördensprecher Ingo Decker am Sonnabend. In der Zentralen Aufnahmestelle gibt es theoretisch 4000 Plätze. Am Donnerstag waren 3640 Menschen dort untergebracht.

Gleichzeitig sucht Brandenburg intensiv nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten. Es werde aber zunehmend schwieriger, neue Kapazitäten zu erschließen, hieß es.

300 der Flüchtlinge, die am Sonntag erwartet werden, sollen in Berlin untergebracht werden.

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