Homosexuelle

Berliner Schwulenberatung plant eigenes Flüchtlingsheim

Homosexuelle Flüchtlinge haben in den Heimen häufig Probleme mit anderen Bewohnern. Für rund 30 Asylbewerber soll es bald ein eigenes geben.

Flüchtlingsheim in Berlin: Homosexuelle sollen eine Extra-Unterkunft bekommen

Flüchtlingsheim in Berlin: Homosexuelle sollen eine Extra-Unterkunft bekommen

Foto: Sergej Glanze / Glanze

Die Berliner Schwulenberatung möchte für etwa 30 homosexuelle Flüchtlinge ein Wohnheim gründen. „Dafür suchen wir noch nach einem geeigneten Haus“, sagte Geschäftsführer Marcel de Groot am Freitag. Mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales sei die Schwulenberatung bereits in ersten Gesprächen.

Lesbische und schwule Flüchtlinge hätten in den regulären Wohnheimen häufig Probleme mit den anderen Bewohnern. „Die meisten outen sich nicht“, sagte de Groot – aus Angst vor Schikanen durch Landsleute. In die Beratung kämen derzeit um die 30 Asylbewerber. De Groot schätzt, dass in Berlin zwischen 1000 und 1500 homosexuelle Flüchtlinge leben.