Organisierte Kriminalität

Razzia gegen arabische Großfamilie in Berlin

Am Dienstagmorgen durchsuchten Mitglieder mehrerer Spezialeinsatzkräfte der Berliner Polizei Wohnungen in Neukölln.

Foto: ABIX

Bei einer arabischen Großfamilie in Berlin hat es am Dienstag eine Großrazzia gegeben. Hintergrund des Einsatzes waren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Bandendiebstahls und einer Serie von Einbrüchen. Die Polizei setzte ein Großaufgebot an Beamten und Spezialkräften (SEK) ein. Sie durchsuchten am Morgen mehrere Wohnungen einer bekannten arabischen Großfamilie in in Neukölln und Tempelhof, Lichterfelde und Charlottenburg.

Wie die Polizei der Berliner Morgenpost auf Anfrage sagte, wurden zwei Verdächtige im Alter von 24 und 35 Jahren festgenommen. Gegen sie lagen Haftbefehle vor.

Die Durchsuchungen fanden in Neukölln, Wilmersdorf, Charlottenburg, Wedding, Schöneberg und Reinickendorf statt. Der Schwerpunkt lag in Neukölln. Nach Angaben von Polizeisprecher Stefan Redlich wurden 16 Objekte durchsucht, darunter 13 Wohnungen, ein Ladengeschäft, ein Lagerraum und ein Schließfach bei einer Bank. Insgesamt waren 140 Beamte im Einsatz.

Da die Berliner Polizei mit diesem Einsatz ihre Spezialeinsatzkommandos gebunden hatte, mussten Kollegen aus Brandenburg bei einem anderen Einsatz Amtshilfe leisten. Sie kümmerten sich seit der Nacht um eine Streiterei an der Grunewaldstraße. Dort waren Nachbarn in Streit geraten. Eine Gruppe mehrerer Männer hatte andere Mieter mit Messern und einer Schusswaffe bedroht. Dabei soll ein Mann festgenommen worden sein.

Unter anderem wird den Verdächtigen vorgeworfen, dass sie die Schließfächer der Berliner Sparkasse an der Otto-Suhr-Allee während der Öffnungszeiten aufgebrochen und geplündert hatten.

Zudem sollen sie am 19. Januar einen Geldautomaten in Adlershof versucht haben, mit einer Kette an einem Auto aus der Verankerung zu reißen und zu stehlen. Grundsätzlich wird ihnen bandenmäßiger Diebstahl vorgeworfen.