Verkaufsoffener Sonntag

3000 Berliner Geschäfte haben am Sonntag geöffnet

Frühjahrsshopping in Berlin: Am Sonntag öffnen nicht nur die großen Kaufhäuser der Hauptstadt, sondern auch die Einkaufscenter. In der Regel haben die Geschäfte zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet.

Foto: Amin Akhtar

Rund 1,5 Millionen Berlinbesucher hat das durch den Feiertag verlängerte erste Maiwochenende in die Hauptstadt gelockt. Neben zahlreichen Veranstaltungen, darunter das Berliner Theatertreffen und das Gallery Weekend, laden Berlins Einzelhändler die Einheimischen und ihre Gäste zum Frühlingsshopping an diesem Sonntag ein.

Teilnehmen werden an diesem dritten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres nicht nur die großen Kaufhäuser wie das KaDeWe am Wittenbergplatz, Karstadt am Kürfürstendamm, die Galeria Kaufhof auf dem Alexanderplatz oder die Galeries Lafayette an der Friedrichstraße, sondern auch alle großen Einkaufscenter, wie beispielsweise das Alexa am Alexanderplatz, die Spandau Arcaden an der Klosterstraße, das Europacenter am Breitscheidplatz oder das Schloss an der Schloßstraße. Auch zahlreiche Berliner Baumärkte und Möbelhäuser beteiligen sich.

„Insgesamt haben rund 3000 Geschäfte im gesamten Stadtgebiet geöffnet“, schätzt Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg. In Berlin gibt es insgesamt zehn stadtweite verkaufsoffene Sonntage pro Jahr. Acht Termine – davon zwei im Advent – werden vom Land Berlin festgesetzt. Zwei weitere Sonntage können Geschäfte aus Anlass besonderer Ereignisse wie etwa Firmenjubiläen frei wählen.

In der Regel sind die Öffnungszeiten in der Zeit zwischen 13 und 18 Uhr, teils auch bis 20 Uhr. „In den fünf Stunden zwischen 13 und 18 Uhr machen wir in der Hälfte der Zeit den gleichen Umsatz wie an einem normalen Verkaufstag“, unterstreicht Busch-Petersen die Bedeutung der verkaufsoffenen Sonntage für den Einzelhandel in der Region. Um die 40 Millionen Euro, so die Schätzung des Einzelhandelschefs, werde an einem Tag umgesetzt. „Ich bin mir sicher, dass wir diesen Umsatz auch dieses Mal wieder schaffen“, so Busch-Petersen.

Den zahlreichen Touristen ist auch der Umstand geschuldet, dass der Einzelhandel boomt. In Berlin beträgt nach Schätzungen des Handelsverbandes der Umsatzanteil in- und ausländischer Touristen am Jahresumsatz rund 26 Prozent. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg bilanzierten die Läden und Geschäfte 2014 ein Umsatzplus von 3,5 Prozent.

Positiver Nebeneffekt: Infolge der guten Geschäftslage erhöhte der Berliner Einzelhandel die Zahl seiner Beschäftigten um 2,9 Prozent. „In den Berliner Läden und Geschäften arbeiten rund 70.000 abhängig Beschäftigte“, sagt Busch-Petersen. Rechne man noch die Geschäftsinhaber und deren Familienangehörige hinzu, seien in der Hauptstadt aktuell sogar rund 90.000 Menschen im Einzelhandel tätig.