Nach Sturm

Passagiere in Tegel müssen ohne Koffer nach Hause fliegen

Wegen des Sturms am vergangenen Dienstag konnten am Flughafen Tegel nach der Landung Maschinen nicht ausgeladen werden. Passagiere hatten ihre Koffer noch nach Tagen nicht zurück.

Eigentlich sollten es schöne Berlin-Tage werden. Doch Familie Becker aus Frankfurt am Main ist verärgert. Ihre drei Koffer sind immer noch verschwunden. Wegen des Sturms am vergangenen Dienstag konnten sie am Flughafen Tegel nach der Landung der Air Berlin Maschine nicht ausgeladen werden. Die betroffenen Fluggäste warteten rund 60 Minuten an den Gepäckbändern, erhielten dann die Information, man möge ein entsprechendes Formular bei der Gepäckermittlung ausfüllen. Die Gepäckstücke sollten schnellstmöglich zugestellt werden.

Der PR-Berater fliegt seit neun Jahren beruflich jede Woche einmal nach Berlin. So etwas habe er noch nicht erlebt. „Wir sind längst wieder zu Hause in Frankfurt, und wir erhalten keinerlei Auskunft“, kritisiert Udo Becker, der mit Frau und Tochter Berlin besuchte. Es seien mehrere Maschinen betroffen gewesen, Hunderte Passagiere hätten ihre Koffer nicht erhalten. Air Berlin und der Dienstleister Globe Ground waren bis zum Sonnabend nicht in der Lage die Koffer auszuliefern. Die vom Dienstleister Globe Ground angegebenen Telefonnummern seien durchgehend besetzt. Auch auf E-Mails reagiere Globe Ground nicht.

Gepäckproblem bekannt

„Fluggästen wie uns, die auf Ratschlag von Air-Berlin- Call-Center-Mitarbeitern persönlich in der Gepäckermittlung am Flughafen Tegel vorstellig wurden, bot sich ein einziges Chaos“, berichtete Becker. Becker hofft jetzt, dass die Koffer wenigstens trocken stehen. Der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH war die Gepäcksituation in Tegel bekannt. „Wir haben den zuständigen Dienstleister angewiesen, dass Gepäck im Interesse der Passagiere so schnell wie möglich abzuarbeiten“, sagte ein Sprecher auf Nachfrage der Berliner Morgenpost. Beim Dienstleister Wisag, zu dem Globe Ground gehört, war zunächst kein Sprecher erreichbar.