Öffentlicher Dienst

Am Donnerstag könnte es in Berlin weniger Knöllchen geben

Beamte der Berliner Polizei und der Ordnungsämter in den Bezirken sind am Donnerstag zu einem Warnstreik aufgerufen. Sie sollen in der Zeit von 8 bis 16 Uhr ihre Arbeit niederlegen.

Falschparker können am morgigen Donnerstag in Berlin darauf hoffen, keine Knöllchen zu bekommen. Beamte der Berliner Polizei und der Ordnungsämter sind dazu aufgerufen, in der Zeit von 8 bis 16 Uhr ihre Arbeit niederzulegen.

In einer Pressemitteilung ruft die Deutsche Polizeigewerkschaft Berlin (DPolG) die Mitarbeiter in den Bereichen Gefangenenwesen, Zentraler Objektschutz und den bezirklichen Ordnungsämtern zum Warnstreik auf.

Die Beschäftigten verlangen 5,5 Prozent mehr Geld oder mindestens 175 Euro über eine Laufzeit von zwölf Monaten. Auch die Ausbildungstarife sollen erhöht und alle Auszubildenen in Berlin dauerhaft übernommen werden.

Der Verhandlungsführer des Beamtenbundes (dbb), Willi Russ, forderte die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf, umgehend ein verhandelbares Angebot auf den Tisch zu legen. „Wir haben keine Zeit zu verlieren und sollten unverzüglich an die Arbeit gehen.” Angesetzt sind bislang noch zwei weitere Verhandlungstermine bis Mitte März.

Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der DPolG Berlin; „Die Arbeitgeberseite hat sich nicht bewegt, nun müssen wir Druck machen. Wir kennen die Personalnot in der Polizei und streiken erst einmal wohl dosiert, kurz und in wenigen Bereichen.“ Dies könne sich allerdings im Verlauf der Tarifrunde ändern.