Mit dem bislang größten Warnstreik dieser Tarifrunde in Berlin haben rund 2000 Metall-Arbeitnehmer ihre Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld unterstrichen. Sie legten nach Gewerkschaftsangaben am Montagvormittag für zwei Stunden die Arbeit nieder und zogen in zwei Demonstrationen durch Siemensstadt zu einer Kundgebung vor dem Siemens-Standort an der Nonnendammallee. Beteilgt waren nach Angaben der IG Metall Beschäftigte von Siemens, BMW, Osram, TACR, BSH, Coriant, Atos IT, Redknee und Nokia.

Die zweite Verhandlungsrunde für die 100.000 Beschäftigten in Berlin und Brandenburg war am Freitag ohne Ergebnis geblieben. Die IG Metall fordert neben dem Lohnplus erweiterte Zugänge zur Altersteilzeit sowie eine bezuschusste Weiterbildungsteilzeit. Die Arbeitgeber bieten bislang 2,2 Prozent mehr Geld.

Aufruf zu weiteren Warnstreiks

Die Gewerkschaft will für Mittwoch und Donnerstag zu weiteren Warnstreiks in der Region aufrufen, bevor am 17. Februar für Berlin und Brandenburg wieder verhandelt wird.

Mit Ablauf der Friedenspflicht am vergangenen Donnerstag hatte die Gewerkschaft zu ersten Warnstreiks aufgerufen. Am Tag zuvor war in München die zweite Verhandlungsrunde für die 790.000 Beschäftigten der bayerischen Metall- und Elektrobranche gescheitert. Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld, die Arbeitgeber bieten bisher 2,2 Prozent.

Bayern ist nach Baden-Württemberg der zweitgrößte Tarifbezirk. In der vergangenen Tarifrunde 2013 war hier der Pilotabschluss erzielt worden, der dann auch in den übrigen Bezirken übernommen wurde. Noch ist offen, in welchem Bezirk diesmal der Pilotabschluss verhandelt wird.

dpa/ap/tal