Influenza

Experten rechnen mit massiver Grippewelle in Berlin

Die Zahl der Grippeinfizierten in Berlin ist in der vergangenen Woche sprunghaft gestiegen. 117 Neuerkrankungen gab es. Die Zahlen übertreffen bereits den Vorjahreszeitraum. Man sollte sich schützen.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Neben den Masern ist auch die alljährliche Grippewelle in Berlin angekommen. Allein in der vergangenen Woche gab es 117 Neuerkrankungen. Nur sieben der Patienten waren geimpft. Insgesamt sind damit in Berlin seit Beginn der Grippesaison Ende September 2014, wo bereits vereinzelt Fälle auftraten, 490 Menschen durch das Influenzavirus erkrankt.

„Die Zahlen weisen darauf hin, dass es in diesem Jahr eine große Influenzawelle geben wird“, sagte Regina Kneiding, Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales. Die Zahl der Erkrankten hat bereits jetzt die Fallzahl der Vorjahressaison 2013/2014 überschritten, in der 472 Berliner krank wurden.

Allein in der vergangenen Woche mussten 13 Menschen in einem Krankenhaus behandelt werden. Das sei jedoch nichts Außergewöhnliches, die Zahl der Erkrankungen schwanke von Jahr zu Jahr, erklärte Kneiding. Die meisten Fälle gibt es bislang in Pankow mit 104 Fällen, gefolgt von Tempelhof-Schöneberg mit 70 Fällen und Steglitz-Zehlendorf mit 61 Fällen. Dagegen zählt Treptow-Köpenick mit fünf Erkrankten die wenigsten Fälle.

Abstand halten, Hände waschen

Wie man sich vor der Ansteckung schützen kann, weiß Wolfgang Kreischer vom Hausärzteverband Berlin und Brandenburg. Er rät, Abstand zu anderen Menschen zu halten, da die Erreger auch in der ausgeatmeten Luft vorkommen. Auch Händewaschen – am besten mit warmem Wasser und ausreichend Seife – hilft. Außerdem sollten Türklinken regelmäßig gereinigt werden.

Der Gesundheitsreport 2015 der Techniker Krankenkasse (TK) weist darauf hin, dass Berliner Erwerbstätige überdurchschnittlich lange wegen Atemwegserkrankungen – zum Beispiel Schnupfen oder Husten – zu Hause bleiben. Mit 2,5 Tagen liegen sie einen halben Tag über dem Bundesdurchschnitt. Spitzenreiter sind Sachsen-Anhalt mit 2,7 Tagen und Brandenburg mit 2,6 Tagen.