Prozess

Missbrauch zweier Jungen – Angeklagter kündigt Aussage an

Ein 24-Jähriger soll zwei Kinder missbraucht haben. Zum Prozessauftakt sagte sein Anwalt, dass er eine Aussage machen wolle. Bislang hatte der Angeklagte die Vorwürfe bestritten.

Weil er zwei Jungen sexuell missbraucht haben soll, muss sich ein 24-Jähriger seit Montag vor dem Berliner Landgericht verantworten. Dem Angeklagten werden 30 Taten in der Zeit von Juli bis November 2012 zur Last gelegt. Die Opfer seien elf und zwölf Jahre alt gewesen. Der Verteidiger kündigte zu Beginn der Verhandlung eine Aussage des Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit an.

Zu den mutmaßlichen Übergriffen kam es Ermittlungen zufolge im Stadtteil Wedding sowie in einem Park am S-Bahnhof Buch. Der 24-Jährige sei mehrfach in der Nähe eines Sport- und Jugendklubs in Buch gesehen worden, hieß es am Rande der Verhandlung. Eine Schwester eines der Jungen habe von den Übergriffen erfahren. Dem Mädchen soll der Angeklagte gedroht haben, ihr „das Leben zur Hölle“ zu machen, falls sie „sein Verhältnis mit ihrem Bruder“ offenbare.

Der Verdächtige hat keine Vorstrafen. Als ihn die Polizei Ende 2012 mit den Vorwürfen konfrontierte, soll er bestritten haben. Der Prozess wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern wird am 9. Februar fortgesetzt.