Verkehr

Unter den Linden bleibt teilweise für Autoverkehr gesperrt

Ärgernis für Autofahrer: Die Südseite des Boulevards bleibt weiter gesperrt. Zwar ist die U-Bahnbaustelle verschwunden, aber wegen der Nässe kann die neue Fahrbahnmarkierung nicht aufgebracht werden.

Foto: KRAUTHOEFER

Die Straße Unter den Linden bleibt weiter teilweise für den Autoverkehr gesperrt. Auch nach Abzug der Baustelleneinrichtung für den U-Bahn-Bau kann die Südseite des Boulevards nicht freigegeben werden. Weil der Straßenbelag zu nass sei, könnten die fehlenden Fahrbahnmarkierungen nicht aufgetragen werden, sagte eine BVG-Sprecherin der Berliner Morgenpost nach einem Vor-Ort-Termin am Mittwochvormittag. Damit stehen Bussen und Autos bei der Fahrt in Richtung Osten weiterhin nur eine Fahrspur auf der Nord-Fahrbahn der Straße zur Verfügung. Ein Rechtsabbiegen in die Friedrichstraße ist nicht möglich.

Ursprünglich wollten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die den U-Bahn-Bau in Berlins historischer Mitte betreibt, die seit fast zwei Jahren abgesperrte südliche Fahrbahn des Boulevards Unter den Linden zwischen Glinka- und Charlottenstraße längst wieder freigeben. Unterhalb der Kreuzung wird ein neuer U-Bahnhof gebaut, die Baugrube ist aber inzwischen mit Platten abgedeckt. Die lange Sperrzeit stößt indes auf Unmut bei den Anrainern, vor allem bei vielen Geschäftsleuten, die nach eigenen Angaben während des Weihnachtsgeschäfts Umsatzeinbußen hinnehmen müssen.

Der Interessengemeinschaft Die Mitte e.V. war eine Öffnung der Friedrichstraße von der BVG bereits für den 5. Dezember 2014 versprochen worden. Später hieß es, die Verkehrsfreigabe verschiebe sich auf den 15. Dezember. Dann war der 19. Dezember genannt worden.