Zoo Berlin

Ehemaliger Kick-Box-Weltmeister bewacht Zoo und Tierpark

Seit 1. Januar schützt die Security Firma des Ex-Kampfsportlers und Bodyguards Michael Kuhr Zoo und Tierpark vor Einbrechern und Vandalismus. Und vor Besuchern, die sich heimlich einsperren lassen.

Foto: Steffen Pletl

Bekannt wurde er als Beschützer von Prominenten Schauspielern, Sängern und Sportlern wie Angelina Jolie und Lady Gaga, Steffi Graf und den Klitschkos. Seit 1. Januar 2015 hat der frühere Profi Kickbox-Weltmeister Michael Kuhr, 52, auch tierische Schützlinge: Seine Firma Kuhr Security GmbH hat den Sicherheitsdienst für Zoo und Tierpark übernommen. „Hotels aus unserer Nachbarschaft am Zoo haben uns diese Firma empfohlen, auch die Mall of Berlin arbeitet mit ihr“, bestätigt Zoo-Sprecherin Christiane Reiss.

Kuhrs Firma soll tagsüber und nachts den 34 Hektar großen Zoo und das 160 Hektar große Tierparkgelände bewachen. Der Schwerpunkt liege aber auf der Nacht, dem Schutz vor Einbrechern und Vandalismus, gleichwohl es zuletzt keine besonderen Vorfälle gegeben habe, so Reiss. „Uns es geht uns besonders darum, dass die Besucher abends Zoo und Tierpark tatsächlich verlassen“, sagt Reiss weiter, „das ist keine Aufgabe für Tierpfleger oder Mitarbeiter, die auf dem Gelände wohnen, sondern für Wachpersonal“.

Reiss erinnert daran, dass Anfang August eine Besucherin außerhalb der Öffnungszeiten im Zoo zu den Seehunden ins Becken gesprungen war und mit ihnen schwamm. Ob dieser Vorfall zur Kündigung des bisherigen mit der Sicherheit beauftragten Unternehmens führten, ließ Reiss offen. „Wir schauen uns alle Bereiche an und prüfen, was wir noch optimieren können“, erklärte die Sprecherin.

In Zoo und Tierpark hatte es zu Anfang April 2014 einen Wechsel an der Spitze geben. Der frühere Chef des Tierparks Hellabrunn, der 49 Jahre alte Andreas Knieriem, hat den Direktorenposten des Berliner Zoo-Chefs Bernhard Blaszkiewitz übernommen und ist zusätzlich für Finanzen zuständig. Christiane Reiss hatte zuvor ebenfalls im Tierpark Hellabrunn als Sprecherin gearbeitet.

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