Lego-Baustelle

Tunnelbohrer „Bärlinde“ läuft wieder - zumindest im Legoland

Die Tunnelarbeiten für den U5-Lückenschluss zwischen Alex und Brandenburger Tor sind ins Stocken geraten. Nun wird weitergebohrt – im Legoland Berlin. Dort steht die Miniatur-Baustelle der BVG.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Das Schneidrad von Tunnelbohrmaschine „Bärlinde“ dreht sich wieder. Zumindest im Legoland am Sony-Center in Mitte. Dort wird jetzt Berlins größtes innerstädtisches Verkehrsprojekt, der Lückenschluss für die U-Bahn-Linie 5, nachgebaut – im Maßstab von 1:45 und nach „sehr nahe am Original“, wie Chef-Modellbauer Olaf Reichert bei der „Grundsteinlegung“ am Mittwoch der Berliner Morgenpost sagte.

Mindestens 500 Arbeitsstunden und rund 200.000 handelsübliche Bausteine hat er dafür eingeplant. Die Tunnelröhre wird dabei nicht aus Beton, sondern aus durchsichtigem Plexiglas gefertigt sein, damit die großen und kleinen Besucher auch etwas zu sehen bekommen. Auf 17 Meter langen Gleisen sollen auch zwei gelbe U-Bahnen hin und her fahren.

Der U5-Projektchef Jörg Seegers ist von der Miniatur-Baustelle im Legoland begeistert: „In der Realität bekommt man von unserer Arbeit meist nicht so viel zu sehen.“ An der 2,2 Kilometer langen U-Bahn-Strecke zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor wird seit 2012 gebaut.

Erst 2015 kann „Bärlinde“ weiterbohren

Aufgrund eines ungeklärter Grundwassereinbruchs unter dem Boulevard Unter den Linden in Höhe Schadowstraße sind die Arbeiten seit Anfang November ins Stocken geraten. Voraussichtlich erst im April 2015 kann die echte „Bärlinde“ wieder angefahren werden. Die Eröffnung der neuen U-Bahn-Strecke ist inzwischen auf Mitte 2020 verschoben.

Im Legoland Discovery Centre an der Potsdamer Straße 4 in Mitte (täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr, Eintritt ab 14 Euro) sind noch weitere unvollendete Berliner Großprojekte zu sehen, darunter die Schloss-Baustelle in Mitte und der neue Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld.