Prozess in Berlin

Räuberin betäubt Ex-Freund mit K.o.-Tropfen - Geständnis

Die 21-Jährige hatte dem 38 Jahre alten Wirt in einer Laube in Spandau K.o.-Tropfen ins Getränk gemixt und mit zwei Mittätern insgesamt 170.000 Euro erbeutet. Vor dem Landgericht gab sie die Tat zu.

Eine mutmaßliche Räuberin hat vor dem Berliner Landgericht einen Anschlag auf ihren ehemaligen Lebensgefährten mit K.o.-Tropfen zugegeben. Sie habe den Mann betäubt, um sich ihr zustehenden Lohn für ihre Arbeit in seinem Lokal zu holen, erklärte die 21-Jährige am Dienstag zu Prozessbeginn. Zwei Mitangeklagte hätten ihr geholfen.

Laut Anklage sollen die Täter rund 170.000 Euro erbeutet haben. Die Kellnerin sagte, sie habe „12.000 Euro gewollt und erhalten“.

Die 21-Jährige und der 38-jährige Gastwirt hatten sich ein halbes Jahr nach ihrer Trennung in der Gartenlaube des Mannes im Stadtteil Spandau getroffen. Sie habe ihm „ein paar Tropfen“ in ein Getränk gemixt, gab die Frau zu. Als ihr Ex-Freund schlief, habe sie dessen Schlüssel an zwei 23-Jährige gegeben. Diese hätten den Safe in der Wohnung des Wirts geöffnet. „Ich stellte mir 12.000 Euro für meine Arbeit für das letzte Jahr vor“, erklärte die Kellnerin. Was ihre Mittäter nahmen, wisse sie nicht.

Einen Monat nach dem Überfall im Mai 2014 wurden die Frau und zwei mutmaßliche Helfer verhaftet. Einem vierten Angeklagten wird zur Last gelegt, für 900 Euro die K.o.-Tropfen besorgt zu haben. Die drei Männer verweigerten zunächst die Aussage. Der Prozess wird am 5. Dezember fortgesetzt.